Originaltitel: Mifunes sidste sang - Dogme 3
Dänemark/Schweden 1998
Iben Hjejle
Anders W. Berthelsen
Jesper Asholt
Regie: Søren Kragh-Jacobsen
Verleih: Concorde
Unmittelbar nach seiner Hochzeit muß Yuppie Kresten zurück ins heimatliche Lolland, wo er sich um seinen debilen Bruder kümmern muß. Um den elterlichen Bauernhof einigermaßen bewohnbar zu machen, engagiert er eine Haushälterin, die in Wirklichkeit ein Luxuscallgirl aus Kopenhagen ist, die vor Telefonterror geflohen ist. Krestens Ehe zerbricht in dem Maße, in dem er sich auf seine Wurzeln besinnt und um den Bruder sorgt.

Die dänischen Filme, die unter den Vorgaben des berühmten "Dogma '95" entstehen, mögen dem Kino nicht, wie gefordert, seine "Unschuld" wiedergegeben haben, aber bislang sind sie alle höchst spannende, realitätsorientierte packende Studien über die Entscheidungszwänge des modernen Menschen und die Grauzonen seiner Psyche. Soren Kragh-Jacobsen, bisher vorwiegend mit Kinderfilmen hervorgetreten, gelingt mit seiner auf der Berlinale verdient ausgezeichneten Brüder-, Liebes- und Hurenballade eine freche, frische und frivole Seite neben den düsteren Kapiteln von "Das Fest" und "Die Idioten".
Direkt nach seiner Hochzeit muß Yuppie Kresten, weil sein Vater gestorben ist, zurück ins heimatliche Lolland, wo er sich um seinen herzensguten debilen Bruder kümmern muß. Um den elterlichen Bauernhof einigermaßen bewohnbar zu machen, engagiert er eine Haushälterin, die in Wirklichkeit ein Luxuscallgirl aus Kopenhagen ist, die vor Telefonterror geflohen ist. Krestens Ehe zerbricht in dem Maße, in dem er sich auf seine Wurzeln besinnt und um den Bruder sorgt, und weil er sich erst uneingestanden in die Frau verliebt, deren aus dem Internat geflohener jüngerer Bruder das Quartett vervollständigt.
Der betont lockere, lakonische und herzhaft unvoreingenommene Ton des Films, der mit jeder Menge Situationskomik, heiteren Landpartien im Geiste Jean Renoirs und grandiosen Schauspielerleistungen arbeitet, schlägt ebenso zu Buche wie Kragh-Jacobsens zielsichere, straffe und direkte Inszenierung. Der Titel bezieht sich auf den japanischen Schauspieler Toshiro Mifune in Akira Kurosawas Meisterwerk "Die sieben Samurai": Kresten macht daraus eine herrliche Kellerpantomime mit Lachgarantie. Von den Schauspielern sei stellvertretend Ibbe Hjelje als Hure mit Energie und Widerhaken genannt, die das Bauernland gehörig aufmischt. Sie und die Orgasmus-Szene zu Beginn, die Meg Ryans Fake-Höhepunkt in den Schatten stellen, sollten ein größeres Publikum erreichen können. ger.
| Darsteller: | Iben Hjejle | als Liva | |
|---|---|---|---|
| Anders W. Berthelsen | als Kresten | ||
| Jesper Asholt | als Rud | ||
| Emil Tarding | als Bjarke | ||
| Anders Hove | als Gerner | ||
| Sofie Gråbøl | als Claire | ||
| Paprika Steen | als Pernille | ||
| Mette Bratlann | als Nina | ||
| Susanne Storm | als Hanne | ||
| Ellen Hillingsø | als Lykke | ||
| Sidse Babett Knudsen | als Bibbi | ||
| Søren Malling | als Zuhälter | ||
| Kjeld Nørgaard | als Claires Vater | ||
| Kirsten Vaupel | als Claires Mutter | ||
| Regie: | Søren Kragh-Jacobsen | ||
| Drehbuch: | Søren Kragh-Jacobsen | ||
| Anders Thomas Jensen | |||
| Produzent: | Birgitte Hald | ||
| Morten Kaufmann | |||
| Kamera: | Anthony Dodd Mantle | ||
| Torben Forsberg | |||
| Schnitt: | Valdis Oskarsdóttir | ||
| Musik: | Thor Backhausen | ||
| Christian Sievert | |||
| Karl Bille | |||
| Ton: | Morten Degnbol | ||
| Kristian Eidnes Andersen | |||
Dänische Schauspielerin und Regisseurin. Sie gehörte zu den dänischen Dogma-Schauspielern der ersten Stunde, machte sich unabhängig davon...
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