Gustav Fröhlich
Brigitte Helm
Alfred Abel
Regie: Fritz Lang
Verleih: UFA
Metropolis, die Großstadt der Zukunft, ist zweigeteilt: während die Reichen auf der Oberfläche leben, müssen die Arbeiter unter der Erde hausen. Freder, Sohn des Herrschers Johann Fredersen, begibt sich in die "Unterstadt", als er sich in Maria, die "Heilige der Unterdrückten", verliebt. Im Auftrag des besorgten Fredersen schafft der Erfinder Rotwang eine Doppelgängerin von Maria, die die Arbeiter zum Aufstand verleiten soll, um ihnen endgültig alle Rechte nehmen zu können.

Fritz Langs Stummfilmklassiker ist ein Meisterwerk der Filmästhetik und Meilenstein in der Geschichte des Science-Fiction-Films, der zugleich als Interpretation des Gesellschaftsbildes in der Weimarer Republik lesbar war. Mit außerordentlich großem Budget inszenierte Fritz Lang seine monströse Vision einer unmenschlichen, von Maschinen beherrschten Welt: Eine bemerkenswerte Tricktechnik, Komparsenmengen und überaus phantasievoll gestaltete, ausufernde Bauten verdichtet Lang zu einer bedrohlichen und revolutionären Optik.
| Darsteller: | Gustav Fröhlich | als Freder Fredersen | |
|---|---|---|---|
| Brigitte Helm | als Maria/ Maschinenmensch | ||
| Alfred Abel | als Johann "Joh" Fredersen | ||
| Heinrich George | als Grot | ||
| Rudolf Klein-Rogge | als Rotwang | ||
| Fritz Rasp | als der Schmale | ||
| Theodor Loos | als Josaphat | ||
| Erwin Biswanger | als Georgy | ||
| Olaf Storm | als Jan | ||
| Hanns Leo Reich | als Marinus | ||
| Heinrich Gotho | als Zeremonienmeister | ||
| Margarete Lanner | als Dame im Auto | ||
| Max Dietze | als Arbeiter | ||
| Walter Kühle | als Arbeiter | ||
| Arthur Reinhardt | als Arbeiter | ||
| Erwin Vater | als Arbeiter | ||
| Georg John | als Arbeiter | ||
| Grete Berger | als Arbeiterin | ||
| Olly Böheim | als Arbeiterin | ||
| Ellen Frey | als Arbeiterin | ||
| Lisa Gray | als Arbeiterin | ||
| Rose Lichtenstein | als Arbeiterin | ||
| Helene Weigel | als Arbeiterin | ||
| Fritz Alberti | als der schöpferische Mensch | ||
| Rolf von Goth | als Sohn in den Ewigen Gärten | ||
| Regie: | Fritz Lang | ||
| Drehbuch: | Thea von Harbou | ||
| Fritz Lang | |||
| Produzent: | Erich Pommer | ||
| Buchvorlage: | Thea von Harbou | ||
| Kamera: | Karl Freund | ||
| Günther Rittau | |||
| Konstantin Tschet | |||
| Helmar Lerski | |||
| Musik: | Gottfried Huppertz | ||
| Produktionsdesign: | Otto Hunte | ||
| Erich Kettelhut | |||
| Karl Vollbrecht | |||
| Walter Schulze-Mittendorf | |||
| Kostüme: | Aenne Willkomm | ||
Was heute als bedeutendes Meisterwerk der Filmgeschichte gilt, war damals schlicht ein totaler Reinfall.
Am 10. Januar 1927 feierte Fritz Lang mit seiner Stummfilm-Zukunftsvision "Metropolis" in Berlin Premiere. Obwohl die Ufa-Studios weder Kosten noch Mühen gescheut hatten, um Langs Anforderungen umzusetzen, stieß das Gesamtkunstwerk beim Publikum auf herzlich wenig Begeisterung und trieb die Ufa fast in den Ruin.
"Metropolis" kostete insgesamt 6,9 Millionen Mark und galt damals als teuerster deutscher Film. Neben acht Haupt- und 750 Nebendarstellern engagierte der Regisseur über 35.000 Komparsen, ließ 3.500 Paar Schuhe, 75 Perücken und 50 Autos extra anfertigen und verbrauchte 620 km Negativ- und 1.300 km Positivfilm - ganz abgesehen von den Kosten für die aufwendigen Dreharbeiten, die sich über zwei Jahre erstreckten.
Die Anerkennung für die außerordentliche Umsetzung kam erst Jahre später. Auch wenn das breite Publikum den Film verschmähte, so wurde er doch 2001 von der UNESCO im "Memory of the World-Register" als bemerkenswertes Kulturerbe aufgenommen und gilt Fans und Experten in aller Welt längst als Meilenstein der Filmgeschichte.
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