Persönliches Dokudrama über den Menschen Reinhold Messner und seinen ungewöhnlichen Lebensweg.
Regisseur Andreas Nickel dreht nach "Zum dritten Pol" bereits seinen zweiten Film über das Bergsteigen. Er schafft mit seinem Dokudrama ein eindringliches Porträt über die polarisierende Person Reinhold Messner, auch aus Perspektive seines engsten Umfelds, und geht dem Mysterium nach, was den Extrembergsteiger antreibt. Dabei lässt er immer wieder spannende Kletterszenen einfließen. Drehorte waren zum Beispiel Südtirol (Dolomiten), Frankreich (Droites-Nordwand im Mont Blanc-Massiv), Nepal (Mount Everest) und Grönland.
Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Kurztext:
Er ist einer der erfolgreichsten Bergsteiger aller Zeiten und hat als Erster alle Achttausender dieser Welt erklommen: Reinhold Messner. Doch nie war er unbestritten in der öffentlichen Wahrnehmung. 1970 musste Messner den Verlust seines Bruders Günther verkraften, mit dem er gemeinsam den Nanga Parbat bestieg. Doch nur Messner kehrte von der Expedition zurück. Der Filmemacher und Bergsteiger-Experte Andreas Nickel hat sich zum Ziel gesetzt, Reinhold Messner zu portraitieren. Zu Wort kommen dabei vor allem Menschen, die Messner gut kennen, allen voran seine Brüder. Dies macht den Film auch gleichzeitig zu einer Familiengeschichte. Das kollektive Trauma des Bruderverlustes wird thematisiert, ohne aber sensationsheischend zu wirken. Wichtige Stationen im Leben Messners werden fiktional nachgestellt, sind aber in die Erzählungen der realen Personen harmonisch eingebettet. Ein vielschichtiges Portrait einer ambivalenten und faszinierenden Persönlichkeit.
Jurybegründung:
Reinhold Messner, der Mann, der als erster Mensch einen Achttausender ohne Atemgerät bezwungen hat - aber auch der Mann, der seinen Bruder bei einer Tour am Nanga Parbat verloren hat. Seit Jahrzehnten ist dieser Mann eine Art Faszinosum, das kaum greifbar ist.
Zwar war der Ausschuss über die eingesetzte Splitscreen und das Re-Enacting mancher Erinnerungen geteilter Meinung, doch war die Kritik an diesen beiden Punkten zu keinem Zeitpunkt der Diskussion so relevant, dass eine Prädikatisierung in Frage gestanden hätte. Zu groß ist die gesamte Leistung von Regisseur Andreas Nickel und seinem Team.
Auf bewundernswerte Weise gelingt es Nickel, mit diesem Dokumentarfilm den Menschen Reinhold Messner dem Zuschauer näher zu bringen, ihn sozial- und auch zeitgeschichtlich einzuordnen, Motivationen und Handlungen nachvollziehbar zu machen. Die angeführten Gesprächspartner sind bestens ausgesucht und tragen spannende zentrale Aussagen bei. Wie dabei die Familie Messner als wichtige soziale und mentale Triebfeder für seinen Lebensweg mit beleuchtet wird, gehört zu den großen Leistungen des Regisseurs.
Messner wird entmystifiziert, ohne dabei an Faszination zu verlieren, vielmehr wird der vielschichtige Mensch sichtbar, der über Jahrzehnte Menschen und Medien in seinen Bann gezogen hat. Seine Bedeutung für den Alpinsport der Gegenwart wird durch ein kurzes Zitat Luis Trenkers vermittelt, der seine Hochachtung und gleichzeitige Abneigung für diese neue Generation Bergsteiger auf den Punkt brachte.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
Mit seinem unerschütterlichen Ehrgeiz, sich immer wieder selbst zu übertreffen und die Grenzen des Möglichen zu überschreiten, hat Reinhold Messner den modernen Alpinismus revolutioniert wie kaum einer zuvor. Die Dokumentation zeichnet die wichtigsten Lebensstationen des berühmten Bergsteigers nach. In Interviewszenen kommen er selbst sowie seine engsten Vertrauten zu Wort und erzählen rückblickend darüber, wie Messner zu dem wurde, was er heute ist.
| Originaltitel | Messner |
| OV | - |
| OmU | - |
| Genre | Doku-Drama / Biographie |
| Filmpreis | - |
| USA-Start | - |
| Kinostart (D) | 27.09.2012 |
| Besucher (D) | 29.543 |
| Einspielergebnis (D) | € 206.789 Bes. (EDI) 29.543 Bes. (FFA) 28.229 |
| FSK | ab 6 Jahre |
| WWW | - |
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Andreas Nickel
Produzent
Ewerhard Engels
Produktionsleit ung
Anton Gerg
Produktionsdesi gn
Denis Ducroz
Kamera
Lodur Tettenborn
Schnitt
Hans-Christian Horn
Schnitt
Wolfgang Gleixner
Musik
Peter Horn
Musik
Andrej Melita
Musik
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