Thriller, der Naziverbrechen, Familiendrama und Liebesgeschichte spannend verschweißt. http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz49/z0949512/b150x150.jpg Meschugge

Filmdetails

Meschugge

Thriller, der Naziverbrechen, Familiendrama und Liebesgeschichte spannend verschweißt.


ohne Abbildung
Start: 11.03.1999

Thriller / Drama

Deutschland/Österreich 1997
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Maria Schrader
Dani Levy
David Strathairn

Regie: Dani Levy
Verleih: Jugendfilm (Fox)

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Durch einen antisemitischen Anschlag in Deutschland und den Tod seiner Mutter in New York lernt der Amerikaner David die wahre Geschichte seiner Familie kennen. In die ahnungslos auch die deutsche Jüdin Lena verwickelt ist, die sich zaghaft seiner Liebe öffnet, während die zu ihrer eigenen Familie immer stärker in Frage gestellt wird.


Kritik

"Lola rennt" noch in den Kinos, aber die neueste Produktion von X Filme läuft sich schon warm. Dani Levys "Meschugge" ist die winterliche Ergänzung zu Tom Tykwers Sommermärchen, ein auf Kinobilder eingerichteter Thriller, der in der Gegenwart eine Love Story erzählt, in der die Geister der Vergangenheit spuken. Obwohl Probleme vor allem im letzten Drittel erkennbar sind, überzeugt "Meschugge" nicht nur mit seiner Ambition, eine vernetzte Geschichte erzählen zu wollen, sondern auch mit seiner an US-Vorbildern orientierten Realisation, die ernste Themen durchaus spannend und unterhaltsam zu verkaufen versteht.

Werbewirksam und emotionale Nachwirkungen forcierend, kleiden Levy und seine Hauptdarstellerin und Co-Autorin Maria Schrader ihren Film im Nachspann in einen Mantel von Authentizität, betonen aber abseits davon seinen fiktiven Charakter. Inspiration für ihr Drehbuch war André Kaminskis Roman "Nächstes Jahr in Jerusalem", von dem aus sich Geschichte und Charaktere dann eigendynamisch entwickelten. Auf den Anstoß weist der jüdische Anwalt Kaminski (David Strathairn) hin, der wie viele zentrale Figuren des Films etwas anderes ist, als er vorgibt zu sein. Durch seine anfangs schlummernde, dann aber auflebende Obsession, Altnazis zur Strecke zu bringen, wird Kaminski zum Motor der Aufklärung eines Geheimnisses, das Vergangenheit, Gegenwart und das Schicksal von zwei Familien miteinander verknüpft. Lena Katz (Maria Schrader) ist aus dem bürgerlichen Mief ihrer reichen Familie nach New York entflohen. Dort stößt die Jüdin auf ihre wirklichen Wurzeln, als sie eine tödlich verletzte Frau auffindet und sie dadurch die Bekanntschaft von deren Sohn David Fish (Dani Levy) macht. Die Nachnamen der beiden jüdischen Protagonisten, die sich zögernd näherkommen, geben verschlüsselte Hinweise darauf, daß nicht beide Familien Opfer des Dritten Reichs wurden, daß Katz im übertragenen Sinne Fish gefressen hat. Die Verbindung zwischen Flucht und Verbergen stellt Levy, der seinen Kinoanspruch im Cinemascope-Format unterstreicht, über den Schnitt her, der übergangslos zwischen deutschen und amerikanischen Schauplätzen wechselt. Obwohl der darstellerisch im Unterschied zu Schrader nicht immer überzeugende Regisseur die Spannung geschickt aufzubauen versteht, wirkt das letzte Drittel seines Thrillers etwas überhastet, zu melodramatisch und unglaubwürdig. Ein atmosphärisches Manko ist auch die deutsche Synchronisation, wobei vor allem Rolf Zacher als Strathairns Stimme gewöhnungsbedürftig ist. Ob es geschickt ist, in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres zwei große, thematisch lose verwandte deutsche Filme mit Maria Schrader in den Kinos zu plazieren, muß "Meschugge" nicht weiter interessieren, der sieben Wochen vor "Aimée & Jaguar" mit durchaus guten Verwertungschancen an den Start gehen darf.

kob.

Meschugge

Darsteller:  Maria Schrader   als Lena Katz
  Dani Levy   als David Fish
  David Strathairn   als Charles Kaminski
  Nicole Heesters   als Lenas Mutter
  Jeffrey Wright   als Win
  Lukas Ammann   als Eliah Goldberg
  Paul Butler   als Lt. Lynch
  Mario Giacalone   als Detektiv Pucci
  Lynn Cohen   als Davids Mutter
  Stephanie Roth Haberle  
  R. J. Cutler  
  Daniel Mastroianni  
  Mark Zimmerman  
  Marcia Jean Kurtz  
  Francine Beers  
  Sylvia Kauders  
 
Regie:  Dani Levy  
Drehbuch:  Maria Schrader  
  Dani Levy  
Produzent:  Stefan Arndt  
Ausf. Produzent:  Stefan Arndt  
  Peter-Christian Fueter  
  Dani Levy  
Kamera:  Carl-Friedrich Koschnick  
Schnitt:  Sabine Hoffmann  
  Dani Levy  
Musik:  Niki Reiser  
Produktionsdesign:  Teresa Mastropierro  
  Volker Schaefer  
Kostüme:  Ingrida Bendzuk  
Ton:  Raoul Grass  
  Hubert Bartholomae  

Star

Maria Schrader

Deutsche Schauspielerin. Geb. 1965 in Hannover. In den 90er-Jahren war sie als kraftvoll rebellische, wilde, kapriziöse, unschuldig-naive...

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Dani Levy

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