Robert De Niro
Cuba Gooding Jr.
Charlize Theron
Regie: George Tillman Jr.
Verleih: Fox
Der Schwarze Carl Breshear wächst unter ärmsten Verhältnissen im Süden der USA auf. Früh steht sein Ziel fest, dass er der erste schwarze Taucher der amerikanischen Navy sein will. Weder private Rückschläge, noch offene Anfeindungen und sein rassistischer Ausbilder können ihn von seinem Ziel abhalten. Als er aufgenommen ist, verliert er bei einem Unfall ein Bein - und gibt immer noch nicht auf.

Wo Männer noch Männer sind, in der US-Navy, spielt dieser militärisch dramatische Film mit der heroischen Starbesetzung Robert De Niro und Cuba Gooding Jr., basierend auf einer authentischen Geschichte. Die Biografie des ersten schwarzen Tiefseetauchers bietet genügend Ansätze für den Stoff, aus dem überwältigende Filme sind.
Unter Wasser stirbt man nicht, bewies filmisch bereits vor Jahrzehnten Privatdetektiv Harper, eine Starrolle für Paul Newman. Diesmal tut es Robert De Niro, der als rechthaberischer Trainingsoffizier der Navy-Tiefseetaucher bei einem Unfall zwar mit irreparabel geschädigten Lungen, aber lebend wieder an die Oberfläche kommt. Weil jeder weitere Tauchgang tödlich enden würde, versetzt man ihn als Ausbilder an die Marinetauchschule in New Jersey. Das verbittert ihn, und so kommt der Schwarze Carl Brashear (Cuba Gooding Jr.), der unbedingt Karriere als bester Taucher machen will, genau rechtzeitig in das Ausbildungscamp. Er wird zum willkommenen Objekt der Schinderei des frustrierten Offiziers, der ihn einer physischen und psychischen Tortur nach der anderen aussetzt.
Regisseur George Tillman Jr., selbst Schwarzer, konzentriert die Thematik des latenten und offenen Rassismus im militärischen Milieu effektvoll auf eine fast nach Western-Art aufgeladene Duell-Situation. Es ist die Konfrontation des bösen Weißen gegen den guten Schwarzen. Noch dazu spielt die Handlung kurz nach dem zweiten Weltkrieg und in den beginnenden 50er Jahren, als die Rassentrennung in der Navy gerade aufgehoben war. Dass es in der Praxis anders aussah, ist logisch und historisch authentisch.
Tillman Jr., der den heute im Ruhestand lebenden Carl Brashear vor Drehbeginn getroffen hat, entdeckt sogar Parallelen zum eigenen Leben. Die Hartnäckigkeit, mit der man sein Ziel verfolgt und für die man als Schwarzer in der weißen Gesellschaft noch mehr Kraft braucht, verbindet den Regisseur mit dem filmischen Vorbild. Cuba Gooding Jr. spielt Brashear mit spürbar großem persönlichem Engagement und gibt dem Film damit einige der besten, bewegendsten Momente. Vor allem in den Szenen mit dem wieder einmal brillanten Robert De Niro, der es bewundernswert schafft, jenseits des Klischees seiner bösen Schleifer-Rolle Funken tiefer liegender Nuancen aufblitzen zu lassen. Da stimmt die Chemie der darstellerisch ebenbürtigen Schauspieler, die ansonsten kaum unterschiedlicher sein könnten.
Der Film, zu dessen ausführenden Produzenten auch Bill Cosby zählt, spart nicht mit Dramatik und zwischenmenschlicher Emotionalität. Brashear, der nicht nur dem Sadismus seines Ausbilders, sondern auch erbarmungslosen Diskriminierungen von höchster Stelle ausgesetzt ist, entscheidet sich nach einer schweren Beinverletzung für eine Amputation und gegen die Frühpensionierung. Sein Vater, ein armer Landarbeiter, hat ihm eingeprägt, nie aufzugeben, und so gelingt es ihm tatsächlich, mit Prothese Tiefseetaucher zu werden.
Frauen haben in diesem Helden-Film vom eisernen Durchhaltevermögen nur kleinere Augenblicke: Charlize Theron als des Ausbilders Ehefrau von dessen Eifersucht verfolgt und Aunjanue Ellis als Nachhilfelehrerin und spätere Ehefrau von Gooding Jr.. So bietet der Film einiges an Spannung für die Nerven und ein wenig Romantik für's Gefühl. fh.
| Darsteller: | Robert De Niro | als Billy Sunday | |
|---|---|---|---|
| Cuba Gooding Jr. | als Carl Brashear | ||
| Charlize Theron | als Gwen | ||
| Aunjanue Ellis | als Jo | ||
| Hal Holbrook | als Mr. Pappy | ||
| David Keith | als Kapt. Hartigan | ||
| Michael Rapaport | als Snowhill | ||
| Powers Boothe | als Kapt. Pullman | ||
| Joshua Leonard | als Isert | ||
| David Conrad | als Hanks | ||
| Glynn Turman | als Stabschef Floyd | ||
| Holt McCallany | als Rourke | ||
| Lonette McKee | als Ella/Carls Mutter | ||
| Carl Lumbly | als Mac/Carls Vater | ||
| Regie: | George Tillman Jr. | ||
| Drehbuch: | Scott B. Smith | ||
| Scott Marshall Smith | |||
| Produzent: | Robert Teitel | ||
| Bill Badalato | |||
| Ausf. Produzent: | Bill Cosby | ||
| Stanley Robertson | |||
| Buchvorlage: | Carl Brasher | ||
| Kamera: | Anthony B. Richmond | ||
| Schnitt: | John Carter | ||
| Musik: | Mark Isham | ||
| Produktionsdesign: | Leslie Dilley | ||
| Lawrence A. Hubbs | |||
| Kostüme: | Salvador Pérez Jr. | ||
| Ton: | David Obermeyer | ||
Erst die Superhelden, dann die Soldaten, jetzt die Samurai! Hollywood feiert seine neuen Helden immer gleich in Wellen ab! Nachdem sich gerade Tom Cruise in den Kimono hüllt, plant nun auch Miramax einen Samurai-Film.
Da scheint ein neuer Trend auf uns zuzurollen: Tom Cruise steht gerade für "The Last Samurai" vor der Kamera und nun will auch Harvey Weinstein, mächtiger Boss des Filmstudios Miramax, einen Film mit den japanischen Elite-Kämpfern machen. Und weil der gute Harvey nun mal klotzt und nicht kleckert, wagt er sich auch gleich an das Remake eines echten Klassikers heran: Akira Kurosawas Meisterwerk "Die Sieben Samurai".
Dabei sollte ursprünglich das erste Remake des Films, John Sturges' Western-Hit "Die glorreichen Sieben" von 1960, eine Neuauflage erfahren. Doch da sich Rechteinhaber MGM nicht so recht von dem Projekt überzeugen ließen, wandte sich Miramax dem Original zu und bringt nun Schwert- statt Revolverduelle auf die Leinwand.
Das Drehbuch ist bereits in Arbeit und wird von Scott Marshall Smith geschrieben, der bereits die Scripts zu "The Score" und "Men of Honor" verfasste. Wer allerdings in die Rollen der sieben Samurais schlüpfen wird, die ein armes Bauerndorf vor Banditen beschützen, ist noch völlig unklar. Man kann sich ja auch noch ein wenig Zeit lassen, denn Kurosawas Original wird 2004 genau 50 Jahre alt, und das wäre doch dann der ideale Termin für den Start des Remakes.
Ausnahmeschauspieler, Chamäleon, legitimer Nachfolger des Jahrhundertmimen Marlon Brando: Für den 1943 in New York geborenen Robert De Niro...
Im Footballfilm "Sie nennen ihn Radio" spielte er in der Titelrolle einen geistig behinderten Außenseiters, der vom Football-Trainer (...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.