Will Smith
Tommy Lee Jones
Rip Torn
Regie: Barry Sonnenfeld
Verleih: Columbia Tristar
Die bedrohliche Kreatur Serleena landet in New York und nimmt die Gestalt einer attraktiven Frau (Lara Flynn Boyle) an: Mit Hilfe des auf der Erde abgestellten Scrad will Serleena das Licht von Zartha sicherstellen, um die Universumsherrschaft zu übernehmen. MIB-Agent Jay (Will Smith) stellt sich der drohenden Gefahr, muss dafür aber zunächst seinen alten Partner Kay (Tommy Lee Jones) aus dem Ruhestand (und der Ahnungslosigkeit) zurückholen.
In der Fortsetzung des Sensationserfolgs von 1997 setzt
Barry Sonnenfeld auf die bewährten Erfolgsrezepte des ersten Teils der Comicverfilmung und inszeniert Will Smith und Tommy Lee Jones mit noch mehr Effekten, imposanten Designs und flotten Jokes als ultracooles Duo.
Die schwarzen Anzüge verraten Stil, die Kanonen schlagende Argumente und die Sonnenbrillen Coolness: Das populärste Agentenpaar der Erdgeschichte ist zurück.
Endlich geht die Show weiter. Fast fünf Jahre, nachdem sich allein 7 Millionen deutsche Fans begeisterten, wie zwei lässige Typen die Koexistenz von außerirdischen Einwanderern und ihren nichts ahnenden menschlichen Mitbürgern sicherten.
Wer am Ende des Welthits nicht selbst "geblitzdingst" wurde, mag sich erinnern, dass der Planet gerettet wurde, aber Agent Kay (Tommy Lee Jones) ausgebrannt seinen Abschied nahm. Mit gelöschten Erinnerungen tauchte der Veteran ab in den friedlichen, aber auch langweiligen Alltag eines kleinstädtischen Postbeamten. Mit diesem Ausstieg findet die abermals von Barry Sonnenfeld inszenierte Fortsetzung einen smarten Einstieg, die Hierarchie im kultigen Agentenduo durcheinander zu würfeln.
Weil eine monströse Kreatur aus dem All, als verführerischer Ledervamp getarnt, mordend eine Mission zu erfüllen versucht, deren Geheimnis nur Kay lösen kann, reaktiviert Jay (Will Smith) seinen Ex-Partner.
"Ich habe nie in einem Beerdigungsinstitut gearbeitet", reagiert dieser ungläubig auf Jays Outfit und seinen ehemaligen Job. Aber solche Widerstände müssen überwunden werden, wenn die Welt am Abgrund steht. So wird Kays Blackout rückgängig gemacht, wenn auch mit einigen Systemfehlern.
Obwohl nicht ganz der Alte, hält Kay wenig von neuen Rangordnungen. Doch mittlerweile ist Jay der Star der MIB und lustlos, wieder den Schüler zu spielen. Damit sind die Karten neu gemischt und die Tür zu Wortduellen geöffnet, die schon im Vorgänger für große Komik sorgten.
Die Chemie zwischen dem staubtrockenen Tommy Lee Jones und dem quirligen Will Smith stimmt auch im aufwändigen Nachfolger, der Jay in sein schwerstes Dilemma stürzt. Denn Laura (Rosario Dawson), schöne Zeugin eines Alienmordes, müsste eigentlich "geblitzdingst" werden. Womit auch ihre Erinnerungen an Jay vernichtet würden. Doch darf es das in einem coolen Agentenleben wirklich geben?
Dramatik, Action, Situationskomik und absurder Humor verbinden sich auch in "Men in Black 2" mit einer Flut optischer Tricks und Make-up-Zaubereien zu einem Spaß mit Unterhaltungsgarantie.
Zu bestaunen gibt es mutationswillige Aliens, Boxerhunde, die Hits der Siebziger singen, Verfolgungsjagden am Boden und in der Luft sowie Monstren, die U-Bahnen fressen. Zudem eine außerirdische Invasionsführerin, die nach dem Bild eines Unterwäsche-Models irdische Gestalt annimmt und das Hauptquartier der "Men in Black" besetzt. Und wer an den rauchenden Cocktail-Aliens von Teil 1 Gefallen fand, darf sich auf ein Comeback der Stimmungskanonen freuen. Sie helfen, das Alienbiest Serleena (Lara Flynn Boyle) zurück zu kosmischem Staub zu schießen.
Die "Men in Black" waren zur Jahrtausendwende ein echtes Popkultur-Phänomen.
Wenn "Men in Black 3" nun am 24. Mai in die Kinos kommt, dann liegt ein ganzes Jahrzehnt zwischen dem zweiten und dem dritten Teil. Bei dem gigantischen Erfolg von "Men in Black" sowie "Men in Black 2" und Superstars wie Will Smith und Oscar-Gewinner Tommy Lee Jones muss man sich fast fragen: Warum nur wurde so lange mit einer Fortsetzung gewartet?
Vielleicht hatte Barry Sonnenfeld zu viel Respekt vor Will Smith. In einem Interview erzählten die beiden, dass sie bei der Produktion des letzten MIB-Abenteuers einen kleinen Schaukampf aufführten. Und hier zeigte Will Smith seine bei den Dreharbeiten zu "Ali" antrainierten Box-Künste.
Smith holt zur Erklärung verbal aus: "Wir hatten aufblasbare Boxhandschuhe an und mit denen haben wir rumgespielt und ich hatte gerade 'Ali' gedreht. Die Handschuhe waren riesig. Wir machen also weiter und spielen und spielen und spielen und ich hab ihn geschlagen, der Handschuh platzt und ..." Sonnenfeld vollendet die Kombination: "Er hat mich bewusstlos geschlagen."
Zum Glück für die Zuschauer blieben nach dem niederschmetternden Erlebnis keine bleibenden Schäden zurück. Denn so kann man sich darauf freuen, dass die schwarzgewandeten Agenten nun doch noch einmal den Abschaum des Universums aufmischen. Will Smith spielt wieder Agent J, Tommy Lee Jones gibt noch einmal den bärbeißigen Agent K. Und das kongeniale Team der Gegensätze wird diesmal sogar durch einen weiteren Mitstreiter ergänzt. Josh Brolin spielt den jungen Agent K - Zeitreise sei Dank.
Wie die drei sich mit Außerirdischen prügeln, anstatt Regisseure zu schlagen, das kann man ab dem 24. Mai in "Men in Black 3" auf den Leinwänden dieser Galaxis verfolgen.
>Der Kumpel schlechthin. Frohnatur, Sprücheklopfer mit Herz, frechem Charme und der Fähigkeit, sich mit Leutseligkeit aus jedem Schlamassel...
Der erbarmungslose US-Marshall Gerard, der den mordverdächtigen Arzt Dr. Richard Kimble (Harrison Ford) in der Spielfilmversion der TV-...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.