TV-Komödie mit Jan Fedder als Hamburger Müllkutscher, der seiner Tochter zuliebe die feine Blankeneser Gesellschaft aufmischt. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto14/09140836/b150x150.jpg Meine Tochter und der Millionär

Filmdetails

Meine Tochter und der Millionär

TV-Komödie mit Jan Fedder als Hamburger Müllkutscher, der seiner Tochter zuliebe die feine Blankeneser Gesellschaft aufmischt.


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Inhalt

Hannes ist alleinerziehender Hamburger Müllwagenfahrer, der dem Innensenator auch schon mal eine Fuhre Dreck vor die Villa kippt. Als sich rausstellt, dass Alexander, der Verlobte seiner Tochter, keineswegs Küchenjunge, sondern Spross einer schwerreichen Hotelierdynastie ist, erwacht in Hannes der Klassenkämpfer: Nie würde er einer Hochzeit mit einem "Pfeffersack" zustimmen. Prompt brennen die jungen Leute durch. Zu allem Überfluss ist Alexanders Vater auch noch Schlichter im Tarifstreit.


Kritik

Meine Tochter und der Millionär

So einfach kann Komödie sein: Man nehme zwei unterschiedliche Welten, lasse sie aufeinanderprallen und würze das Ganze mit gepfefferten Dialogen. Autor Wolfgang Limmer hat Jan Fedder, dem Star dieses Films, einige schöne Zeilen in den Volksmund gelegt.

Die Rolle des Müllwagenfahrers Hannes, der sich mit Mutterwitz und Vaterliebe dagegen wehrt, dass seine Tochter einen "Pfeffersack" ehelicht, ist allerdings auch wie gemalt für den populären Routinier mit der Reibeisenstimme. Mitunter gehen Limmers sorgsam gefeilte Spitzen ein wenig unter, weil Stephan Meyers Inszenierung zuweilen in Ohnsorg-Theater ausartet, aber über den größeren Teil der Handlung bewahren die Darsteller Contenance.

Die Geschichte ist im Grunde genommen schlicht: Annika (Anja Knauer), Tochter eines alleinerziehenden Hamburger Vaters (Fedder), hat sich bei ihrer Ausbildung im auswärtigen Luxushotel in den vermeintlichen Küchenjungen Alexander (Patrick Güldenberg) verguckt. Beide wissen nicht viel voneinander. Der junge Mann reagiert allerdings recht reserviert, als Annika auf der gemeinsamen Heimfahrt ihren Vater in der Zeitung entdeckt: Als "Verhandlungsbeschleuniger" für die laufenden Tarifgespräche haben Hannes und seine Kumpane vor der schicken Villa des Innensenators eine komplette Fuhre Müll abgeladen. Als Alexander seine Verlobte und ihren Vater nach Blankenese einlädt, um im einige Dutzend Mitglieder umfassenden "erweiterten Familienkreis" die bevorstehende Hochzeit zu verkünden, weckt er in Hannes den Klassenkämpfer: Der Jungkoch ist Spross einer schwerreichen Hamburger Hotelierdynastie; seine Mutter (Mareike Carrière) würde eine Heirat "nach unten" nie zulassen. Auf der Feier treffen außerdem prompt auch Hannes und der Senator aufeinander: Der Politiker ist Nachbar und ein enger Freund der Familie. Hannes gibt als Branche zunächst "Entsorgung" aus, aber dann sorgt Annika für klare Verhältnisse.

Neben den wunderbaren Dialoggefechten liegt Limmers Geschick vor allem in der Konstruktion der Geschichte, in deren Verlauf sich die Protagonisten mehr oder weniger freiwillig immer wieder über den Weg laufen, weil erst die beiden Kinder miteinander durchbrennen und Alexanders Vater (Ulrich Noethen) später zum Schlichter im Tarifstreit ernannt wird. Diverse Details sorgen auch zwischen den Gesprächen für Kurzweil: Großzügig gewährt Hannes Alexanders Mutter eine Mitfahrt auf dem Müllbock, eher grimmig nimmt er als bekennender HSV-Hasser eine Einladung von Alexanders Vater in die Hamburger Fußballarena an; und dann sind da noch die witzigen Zwischenspiele seiner ewig gut gelaunten Kollegen (Henning Peker und Badasar Calbiyik), die sich gern zum Tonnenkasper machen.

Der höchst unterhaltsame Film hat nur einen Haken: Der junge Patrick Güldenberg ist ein Langweiler ohne Ausstrahlung. Es ist daher nicht eine Sekunde lang nachzuvollziehen, was die hübsche und intelligente Annika an diesem schnöseligen "Pfeffersack" findet, der den gemeinsamen Ausreißversuch prompt beendet, als seine Mutter die Kreditkarte sperrt. tpg.

Meine Tochter und der Millionär

Darsteller:  Jan Fedder   als Hannes Schmitz
  Anja Knauer   als Annika Schmitz
  Mareike Carrière   als Verena von Wrede
  Ulrich Noethen   als Moritz von Wrede
  Patrick Güldenberg   als Alexander von Wrede
  Henning Peker   als Sigi Blaschke
  Badasar Calbiyik   als Stav Panangouris
  Ulrike Grote   als Isolde
  Maurice Teichert   als Ole
  Christina Große   als Trude Sawatzki
  Kristian Bader   als Innensenator Görden
  Johannes Rotter   als Concierge Wilke
  Dominik Lindhorst   als Gärtner
  Mirko Thiele   als Polizist
  Vanessa Catalán Sánchez   als Consuela Martinez
  Gabriel Muñoz Muñoz   als Priester
 
Regie:  Stephan Meyer  
Drehbuch:  Wolfgang Limmer  
Produzent:  Dr. Lisa Blumenberg  
Kamera:  Hans Grimmelmann  
Schnitt:  Annemarie Bremer  
Musik:  Günther Illi  
Produktionsdesign:  Wolfgang Arens  
Kostüme:  Rautgundis Beutel  
Ton:  Andreas Pitann  

Star

Jan Fedder

Deutscher Schauspieler. Echter "Hamburger Jung" und Volksschauspieler in der Tradition von Hans Albers, dessen kerniges Draufgängertum als Raubein...

Star

Anja Knauer

* 18.03.1979

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