Sequel des Comedy-Hits "Meine Braut, ihr Vater und ich", das nun die Eltern des Bräutigams in den Vordergrund rückt. http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz05/z0505500/b150x150.jpg Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich

Filmdetails

Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich

Sequel des Comedy-Hits "Meine Braut, ihr Vater und ich", das nun die Eltern des Bräutigams in den Vordergrund rückt.


Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich
Start: 17.02.2005

Originaltitel: Meet the Fockers

Komödie

USA 2004
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Robert De Niro
Ben Stiller
Dustin Hoffman

Regie: Jay Roach
Verleih: Paramount

Bogey - Box Office Germany Award

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(5 Sterne bei 1 Bewertung)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Gerade erst hat er sich mühsam zum Ja-Wort für den neuen, ungeliebten Schwiegersohn, einen Krankenpfleger mit dem schönen Familiennamen Focker (Ben Stiller), durchgerungen, da wartet schon die nächste Heimsuchung auf Jack Byrnes (Robert De Niro), seines Zeichens emigrierter CIA-Weißkappenmann, der vom Mausen nicht lassen kann. Es gilt, ein Wochenende bei Fockers Eltern zu überstehen: Er ist ein emotional hingabebereiter Hausmann (Dustin Hoffman), sie eine kaum minder kontaktfreudige Sexualtherapeutin (Barbra Streisand). Jacks Verdacht, Schwiegersohn Greg könnte ein uneheliches Kind fabriziert haben, hilft der Harmonie nur wenig.

Alle aus dem Vorgänger bekannten Gesichter und noch ein paar mehr sind wieder zur Stelle beim zweiten Teil des Weltanschauungsfamilienkrieges aus der pointierten, den Tiefschlag nicht scheuenden Feder von Jay Roach.


Kritik

Vor vier Jahren lernte Ben Stiller seinen grimmigen Schwiegervater kennen. Nun muss er ihm seine durchgeknallten Eltern vorstellen. Gestatten: Barbra Streisand und Dustin Hoffman.

Großansicht (K)eine schrecklich nette Familie: Teri Polo, Blythe Danner, Robert De Niro, Dustin Hoffman, Ben Stiller, Barbra Streisand (Foto: UIP)

(K)eine schrecklich nette Familie: Teri Polo, Blythe Danner, Robert De Niro, Dustin Hoffman, Ben Stiller, Barbra Streisand (Foto: UIP)

Gaylord Focker. Welche Eltern geben ihrem Sohn einen derart bizarren Namen? Das fragte sich vor vier Jahren der knickerige Kontrollfreak Jack Byrnes (Robert De Niro), seines Zeichens Ex-CIA-Agent und künftiger Schwiegervater von Gaylord, genannt Greg (Ben Stiller).

Die Rede ist natürlich von dem Komödienhit "Meine Braut, ihr Vater und ich". Über 3 Mio. Kinozuschauer begleiteten damals den tollpatschigen Krankenpfleger Greg auf einen Wochenendtrip in die vornehme Villa des Byrnes-Clans, bei dem es zu brennenden Gartenlauben, fatalen Attacken beim Wasservolleyball und peinlichen Einsätzen von Lügendetektoren kam.

Großansicht Mit Papa Byrnes im Rücken hat Greg keine ruhige Minute (Foto: UIP)

Mit Papa Byrnes im Rücken hat Greg keine ruhige Minute (Foto: UIP)

Kugelsicherer Besuch

Obwohl Greg am Ende seiner Fettnäpfchenparade doch noch in Jack Byrnes' elitären "Kreis des Vertrauens" aufgenommen wurde, blieb eine Frage offen: Aus was für einem Elternhaus stammt dieser seltsame Kauz Focker?

Höchste Zeit, das Geheimnis zu lüften. Denn inzwischen stehen Greg und seine geliebte Pam (Teri Polo) kurz vor ihrer Hochzeit. Also packt Papa Byrnes das Brautpaar samt seiner Gattin Dina (Blythe Danner) und Enkelkind Jack in ein kugelsicheres Wohnmobil und reist zur Focker-Residenz nach Florida.

Großansicht Ob kräftig kneten hilft? Roz will Griesgram Jack mit einer Erotikmassage auflockern (Foto: UIP)

Ob kräftig kneten hilft? Roz will Griesgram Jack mit einer Erotikmassage auflockern (Foto: UIP)

Sex-Therapie im Hawaiihemd

Doch was den bornierten Biedermann dort erwartet, hätte er in seinen kühnsten Albträumen nicht erahnt. Vater Bernie Focker (Dustin Hoffman) ist keineswegs erfolgreicher Anwalt, wie Greg behauptet hat, sondern ein schrulliger Hausmann im Hawaiihemd. Und Mama Roz (Barbra Streisand) ist nicht wie angekündigt Ärztin, sondern eine exzentrische Sex-Therapeutin in Wallegewändern.

Während Jack zunächst noch gute Miene zu Bernies Exkursen über seinen fehlenden Hoden macht, platzt ihm spätestens beim Abendessen der Kragen, als Roz die einst abgeschnippelte Vorhaut ihres Sprösslings Greg ins Käsefondue plumpsen lässt. Prompt tobt der Kleinkrieg zwischen Sturkopf Jack und den schrecklich schrägen Fockers.

Großansicht Beim Football will sich Bernie mit Jack messen (Foto: UIP)

Beim Football will sich Bernie mit Jack messen (Foto: UIP)

Wild knutschende Oscar-Preisträger

Zum Schreien: Barbra Streisand und Dustin Hoffman pfeifen als hippieskes Ehepaar auf die Etikette, kalauern um die Wette, knutschen wie die Teenies und kullern kichernd übereinander - und das alles unter dem herrlich gestrengen Auge von Pokerface Robert De Niro.

Für Ben Stiller, der erneut in der Rolle des tapsigen Greg brilliert, war der Anblick der Oscar-Preisträger beim Drehen geradezu surreal. "Stellen Sie sich vor, Sie kommen zur Arbeit und da stehen Streisand, De Niro und Hoffman! Das musste ich erst einmal verdauen. Aber schon nach einer Woche waren wir wie eine echte Familie", so Stiller.

Großansicht Heitere Sahne-Schlacht im Ehebett von Roz und Bernie (Foto: UIP)

Heitere Sahne-Schlacht im Ehebett von Roz und Bernie (Foto: UIP)

Hoffman ganz er selbst

Kein Wunder, durften sich die Stars doch am Set wie zu Hause benehmen - Regisseur Jay Roach über Dustin Hoffman: "Er musste für seine Rolle einfach nur er selbst sein. Privat geht Dustin auch am liebsten barfuss, stibitzt beim Essen von den Tellern anderer und ist ein absoluter Familienmensch."

Für den Ruf von Roach ("Austin Powers") trat Barbra Streisand nach 8-jähriger Leinwandabstinenz erstmals wieder vor die Kamera - und das, "obwohl ich es hasse, morgens um fünf aufzustehen. Aber in diesem Fall hat es sich echt gelohnt", sagte die Hollywood-Diva lachend.

Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich

Darsteller:  Robert De Niro   als Jack Byrnes
  Ben Stiller   als Greg Focker
  Dustin Hoffman   als Bernie Focker
  Barbra Streisand   als Roz Focker
  Blythe Danner   als Dina Byrnes
  Teri Polo   als Pam Byrnes
  Tim Blake Nelson   als Officer Le Flore
  Alanna Ubach   als Isabel
  Ray Santiago   als Jorge Villalabos
  Kali Rocha   als Flugbegleiterin
  Shelley Berman   als Richterin Ira
  Owen Wilson   als Kevin Rawley
  Spencer Pickren   als Little Jack
  Bradley Pickren   als Little Jack
  Dorie Barton   als Airline-Angestellte
  Jack Plotnick   als Autoverleih-Angestellter
 
Regie:  Jay Roach  
Drehbuch:  James Herzfeld  
  John Hamburg  
Produzent:  Jane Rosenthal  
  Robert De Niro  
  Jay Roach  
Koproduzent:  Jon Poll  
Ausf. Produzent:  Amy Sayres  
  Nancy Tenenbaum  
Kamera:  John Schwartzman  
Schnitt:  Jon Poll  
  Lee Haxall  
Musik:  Randy Newman  
Produktionsdesign:  Rusty Smith  
  Andrew Neskoromny  
Kostüme:  Carol Ramsey  
Ton:  Kenneth McLaughlin  
Casting:  Francine Maisler  

"Fickfreunde": Ashton Kutcher kämpft für deftigen Filmtitel

So prüde es in den USA auch zugehen mag, die englische Sprache kennt einige drastische Ausdrücke.

Großansicht Provozieren mit dem bösen F-Wort: Ashton Kutcher mag "Fuck Buddies" (Foto: Kurt Krieger)

Provozieren mit dem bösen F-Wort: Ashton Kutcher mag "Fuck Buddies" (Foto: Kurt Krieger)

"Fuck Buddies" ist so eine Formulierung: Wenn es Männlein und Weiblein nur um Sex geht, sich beide zwar mögen und gut verstehen, aber keinerlei Romantik und Herzklopfen im Spiel ist, dann sind die beiden eben "Fickfreunde".

Genau um diese Art von Zweierbeziehung geht es im neuen Film von Ashton Kutcher. Seine "Fickfreundin" spielt dabei Natalie Portman. Allerdings ist "Fuck Buddies" nur der Arbeitstitel der Komödie. Ashton Kutcher befürchtet, dass am Ende ein anderer Filmtitel vom Plakat prangen wird:

"Ich habe gerade die letzte Szene eines Films namens 'Fuck Buddies' abgedreht, der aber wahrscheinlich gar nicht so heißen wird, keine Ahnung warum! Ich glaube, dass die Leute heiß auf einen Film wären, der 'Fuck Buddies' heißt. Wenn ich selbser ein Plakat sehen würde, auf dem 'Fuck Buddies' steht, würde ich sagen 'Hey, da bin ich dabei, den will ich sehen!' Ich hoffe daher, sie nehmen den Titel, er wäre perfekt!"

Gute Titel bringen "Meh' Geld" - und meh' Schwachsinn!

Ashton Kutcher, der auch selbst als Produzent arbeitet, kennt dabei natürlich die Mechanismen in Hollywood: Keiner will den möglichen Erfolg eines Films mit einem Titel riskieren, der die konservative Zielgruppe irritieren könnte. Zudem die Komödie von "Ghostbusters"-Regisseur Ivan Reitman ohnehin familienfreundlicher ist, als der Arbeitstitel glauben macht. Denn natürlich bleibt es zwischen Natalie Portman und Ashton Kutcher nicht bei der reinen Zweckbeziehung zum gemeinsamen Lustgewinn, sondern es entwickeln sich echte Gefühle. So vergisst Profi Ashton Kutcher auch nicht, das Wichtigste zu betonen:

"Der Film ist wirklich sehr, sehr lustig! Jedesmal, wenn ich an ihn denke, muss ich laut lachen." Ob das Werk auch in Deutschland ins Kino kommt, ist zwar noch nicht klar, aber bei zwei derart hochkarätigen Stars so gut wie sicher.

Wie auch immer dann der englische Titel lauten wird - die deutsche Übersetzung macht es vermutlich noch schlimmer. Schlechte Beispiele gibt es genug: Aus "Lethal Weapon" wurde "Zwei stahlharte Profis", aus "Mo' Money" "Meh' Geld", "Finding Neverland" wurde zu "Wenn Träume fliegen lernen" verkompliziert, das geniale "Meet the Fockers" zu "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" verflacht und bei "Cellular" wurde im deutschen "Final Call - Wenn er auflegt, muss sie sterben" gleich die komplette Handlung verraten ...

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