Originaltitel: Meet the Parents
USA 2000
Robert De Niro
Ben Stiller
Blythe Danner
Regie: Jay Roach
Verleih: Paramount
Krankenpfleger Greg fährt mit seiner Freundin Pam nach Long Island, wo er ihren Eltern vorgestellt werden soll. Greg plant, bei dieser Gelegenheit um Pams Hand anzuhalten. Doch ihr Vater Jack entpuppt sich als autoritärer Ex-CIA-Agent, für den Greg alles darstellt, was er an einem künftigen Schwiegersohn hassenswert findet. Und der tappt obendrein in sämtliche Fettnäpfchen, in die man tappen kann.

Robert De Niros ausgeprägte komische Phase hält weiter an und befindet sich nach der exzellenten Mafiakomödie "Reine Nervensache" und dem etwas missglückten Kinderabenteuer "Rocky und Bullwinkle" mit der Familienkomödie "Meine Braut, ihr Vater und ich" in einem absoluten Hoch. De Niro ergänzt sich als extrem unangenehmer Schwiegervater in spe prächtig mit "Verrückt nach Mary"-Loverboy Ben Stiller, der hier einmal mehr durch eine wahnwitzige Fettnäpfchen-Mangel gedreht wird. Der überdrehte aber doch stets intelligente und pfiffige Ulk konnte in den USA ein Startwochenendeinspiel von 28,6 Mio. Dollar erzielen und brach damit alle bisherigen Oktoberergebnisse.
So mancher wird sicherlich die Panik nachvollziehen können, wenn es gilt, zum ersten Mal die Eltern der Freundin bzw. des Freundes kennenzulernen. "Austin Powers"-Regisseur Jay Roach nimmt sich dieser ergiebigen Prämisse energievoll an und entzündet ein Gagfeuerwerk, bei dem eine Lachsalve auf die nächste folgt. Über die Eröffnungssequenz ist Randy Newmans vielsagender Song "A Fool In Love" zu hören und gibt bereits eine akustische Einstimmung auf die folgenden Ereignisse. Greg Focker (die Aussprache seines Nachnamens klingt wie das amerikanische Schimpfwort fucker und steht im Mittelpunkt eines sehr effektiven Running Gags) will seiner Freundin Pam Byrnes (Teri Polo aus der TV-Serie "Felicity") einen Heiratsantrag machen und erfährt in letzter Sekunde, dass es in ihrer Familie zum guten Ton gehört, zuerst Papa Byrnes - ein stahlharter CIA-Veteran - um die Hand des Sprösslings zu bitten. Also begeben sich die beiden Liebenden zu ihren Eltern in die Vorstadt, wo zwei Welten aufeinander prallen. Der als Krankenpfleger arbeitende Greg stammt aus ärmlichen Verhältnissen und ist jüdischem Glaubens, während es sich bei den Byrnes um wohlhabende Christen handelt. Greg bemüht sich angestrengt, einen guten Eindruck zu machen, doch natürlich unterläuft ihm ein peinlicher Faux pas nach dem anderen. Der erste Abend ist gelaufen, als er mit einem Sektkorken versehentlich die Urne von Mr. Byrnes' Mutter vom Sockel schießt. Am nächsten Morgen lernt Greg den Rest der Familie kennen, die sich versammelt, um für die Hochzeit von Pams Schwester zu proben. Eine lange Reihe von Demütigungen (sein Beruf stößt auf Gelächter und er muss einen Lügendetektortest über sich ergehen lassen) und Desastern (Greg legt unabsichtlich Feuer, bringt die Senkgrube zum Überlaufen und verpasst der Schwester ein blaues Auge) eskalieren schließlich, als Greg zudem noch für das Abhandenkommen von Vater Byrnes' geliebten Kater verantwortlich gemacht wird. Am Flughafen kommt es zwischen den beiden rivalisierenden Männern zum humorigen Höhepunkt.
Roach inszeniert die verschiedenen Gags mit ausgezeichnetem komischen Timing, ohne auf die Holzhammermethoden der "Austin Powers"-Filme zurückzugreifen. Vor allem ist es ein Riesenspaß, De Niro als herablassenden Schnösel mit seinen verschiedenen Gesichtsaudrucken stetig zunehmender Konsternation zu beobachten. Für den Slapstick ist Stiller zuständig, der perfekt den sympathischen Jedermann mit zwei linken Händen (und Füßen) verkörpert. Einige Lacher kann auch der lakonische Owen Wilson (in "Shang-High Noon" an der Seite von Jackie Chan zu bewundern) als Pams anbiedernder Exfreund einheimsen, der sich von seinem Vorbild Jesus zum Zimmern angespornt fühlt. Mit 51 Mio. Dollar ist das Budget der Dreamworks/Universal-Koproduktion für eine Komödie üppig ausgefallen. Die Investition sollte sich allerdings auszahlen: "Meine Braut, ihr Vater und ich" ist prädestiniert, am Winter-Boxoffice einen besonders guten Eindruck zu hinterlassen. ara.
| Darsteller: | Robert De Niro | als Jack Byrnes | |
|---|---|---|---|
| Ben Stiller | als Greg Focker | ||
| Blythe Danner | als Dina Byrnes | ||
| Teri Polo | als Pam Byrnes | ||
| James Rebhorn | als Larry Banks | ||
| Jon Abrahams | als Denny Byrnes | ||
| Phyllis George | als Linda Banks | ||
| Kali Rocha | als Flugbegleiter | ||
| Thomas McCarthy | als Bob Banks | ||
| Nicole DeHuff | als Debbie Byrnes | ||
| Owen Wilson | als Kevin Rawley | ||
| Regie: | Jay Roach | ||
| Drehbuch: | James Herzfeld | ||
| John Hamburg | |||
| Produzent: | Nancy Tenenbaum | ||
| Jane Rosenthal | |||
| Robert De Niro | |||
| Jay Roach | |||
| Koproduzent: | Amy Sayres | ||
| Shauna Weinberg | |||
| Kamera: | Peter James | ||
| Schnitt: | Jon Poll | ||
| Musik: | Randy Newman | ||
| Produktionsdesign: | Rusty James | ||
| John Kasarda | |||
| Kostüme: | Daniel Orlandi | ||
| Ton: | Tod A. Maitland | ||
Bei einer Wohltätigkeitsreise nach Mozambique hat sich Ben Stiller eine Knieverletzung zugezogen, wodurch schließlich eine Borreliose-Infektion erkannt wurde.
Diesen humanitären Trip nach Mozambique dürfte Witzbold Ben Stiller so schnell nicht vergessen. Am 10. Februar war der Star aus "Meine Braut, ihr Vater und ich" in wohltätiger Mission in das afrikanische Land gereist. Bei einer Dorfbesichtigung fiel er unglücklich in einen schlammigen Graben und verletzte sich am Knie. Den Rest der Reise legte Ben humpelnd zurück. Was einigermaßen harmlos aussah, entwickelte sich zu einem wahren Albtraum für den Komiker.
Das Bein entzündete sich und bescherte ihm einen wahren Ärztemarathon: "Vor etwa dreieinhalb Wochen war ich in Afrika, als ich in Mozambique in einen Graben trat", beschreibt Ben seinen Unfall und verrät weitere Details: "Der Graben war bis oben mit schlammigem Wasser gefüllt und nicht wirklich als solcher erkennbar. Ich trat hinein und verletzte mich dabei am Knie. Mein Bein wurde danach ganz steif und tat höllisch weh."
Zurück in den USA konnte Ben immer noch nicht aufatmen: "Ich kam zurück nach New York und ging zu einem Arzt. Der veranlasste eine Kernspintomografie und entdeckte dabei einige entzündete Bereiche. Mein Zustand wurde schlechter, ich kehrte nach Hause nach Los Angeles zurück und konsultierte den scheinbar besten Kniedoktor.
Einige Labortests später scheint nun die Ursache von Stillers Pein endlich festzustehen: Ben ist offenbar nach nach einem Zeckenbiss an Borreliose erkrankt. Die Infektionskrankheit kann, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt wird, ziemlich gefährlich werden und bleibende Schäden hinterlassen. Stiller scheint aber noch einmal Glück gehabt zu haben. Nach der gezielten Einnahme von Medikamenten, geht es dem Comedy-Star mittlerweile wieder besser.
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Comedy-Ass Ben Stiller spezialisierte sich als Schauspieler zunächst auf die Darstellung von Männern, die in peinliche Situationen geraten und...
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