Originaltitel: My Beautiful Laundrette
Großbritannien 1985
Gordon Warnecke
Daniel Day-Lewis
Saeed Jaffrey
Regie: Stephen Frears
Verleih: Filmwelt
Um die Zukunft des jungen, in London lebenden Pakistani Omar scheint es nicht gerade rosig bestellt, bis sein umtriebiger Onkel Nasser beschließt, ihn unter seine Fittiche zu nehmen. Und das nicht ohne Hintergedanken, hält Nasser Omar doch fälschlich für den passenden Bräutigam für seine Tochter Tania. Omar kann Nasser dazu überreden, ihm die Leitung eines heruntergekommenen Waschsalons zu übertragen. Gemeinsam mit seinem arbeitslosen Freund Johnny will er den Laden auf Vordermann bringen - sehr zum Unmut von Johnnys rechtsextremen Kumpels.

Erster Teil von Stephen Frears London-Trilogie, mit der der englische Regisseur in den achtziger Jahren Einblicke in das zeitgenössische Leben in seinem Heimatland gewährte. Mit Witz und Verstand werden die Gegensätze jener Zeit auf unterhaltsame Weise verarbeitet, wobei Frears die stimmige Figurencharakterisierung weitaus wichtiger nimmt als die eigentliche Handlung. Der aufstrebende Schauspieler Daniel Day-Lewis sorgte mit seiner Darstellung des arbeitslosen Johnny für Aufsehen, nicht zuletzt, weil er fast zeitgleich in einer völlig anderen Rolle in "Zimmer mit Aussicht" überzeugte.
| Darsteller: | Gordon Warnecke | ||
|---|---|---|---|
| Daniel Day-Lewis | |||
| Saeed Jaffrey | |||
| Shirley Anne Field | |||
| Charu Bala Choksi | |||
| Roshan Seth | |||
| Regie: | Stephen Frears | ||
| Drehbuch: | Hanif Kureishi | ||
| Produzent: | Sarah Radclyffe | ||
| Tim Bevan | |||
| Buchvorlage: | Hanif Kureishi | ||
| Kamera: | Oliver Stapleton | ||
| Musik: | Ludus Tonalis | ||
| Stanley Myers | |||
Der irische Charaktermime macht mal wieder auf extravagant: Kein Bär lockt ihn an die Spree, sondern eine Kamera.
Alljährlich tummeln sich zur Berlinale die Hollywoodstars in der Hauptstadt. Angekündigt haben sich bislang unter anderem Will Smith, Glenn Close, Anjelica Huston und Kevin Spacey. Die illustre Namensliste wird nun durch eine weitere Filmgröße geschmückt: Auch Daniel Day-Lewis soll Mitte Februar über den Roten Teppich der 55. Berliner Filmfestspiele schreiten.
Anlass seines Daseins ist nicht die Präsentation eines neuen Leinwandepos', sondern die Auszeichnung mit einem Sonderpreis: der Berlinale Kamera. Mit der seit 1986 verliehenen Trophäe werden Persönlichkeiten und Institutionen geehrt, die sich aufgrund ihrer cineastischen Leistungen besonders verdient gemacht haben.
Day-Lewis, der bei uns zuletzt in Martin Scorseses "Gangs of New York" zu sehen war, wird für seine sorgfältige und vielschichtige Rollenauswahl geehrt. Bereits in seinen Anfangsjahren begeisterte der Ire in künstlerisch anspruchsvollen Parts, so etwa in "Mein wunderbarer Waschsalon" oder in "Zimmer mit Aussicht".
Dass der Charaktermime mit den Jahren nicht nachlässiger wurde, beweisen Filme wie "The Boxer", "Im Namen des Vaters" und nicht zuletzt die Auszeichnung mit einem Oscar für seine Glanzleistung in "Mein linker Fuß".
Die Berlinale Kamera an Daniel Day-Lewis wird am 15. Februar um 18:45 Uhr im Zoo Palast verliehen.
In der Öffentlichkeit ist er so gut wie nie zu sehen, schottet sich ab und konzentriert sich bis zur Erschöpfung auf seine Rollen. So...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.