Cristy Brown wird 1932 als dreizehntes Kind einer Dubliner Arbeiterfamilie geboren. Der spastisch gelähmte Junge kann nur den linken Fuss bewegen und lernt mit schier übermenschlicher Zähigkeit schreiben und malen, aufopfernd unterstützt von seiner Mutter. Der Vater stirbt, bevor der Verkauf von Christys Bildern und Büchern der Familie ersten Wohlstand bringt. Bitter geworden durch die Qual seines Lebens, werden die alkoholischen Ausbrüche des sexuell frustrierten Künstlers immer heftiger. Als er die Zuneigung der Krankenschwester Mary Carr gewinnen kann, ändert sich sein Leben.
Bemerkenswertes Spielfilmdebüt des irischen Theaterregisseurs Jim Sheridan, dessen Verfilmung der Autobiographie des Christy Brown (1932-1981) weltweit ungeteilten Beifall fand. Zwei Oscars - bei fünf Nominierungen - für die außergewöhnlichen Leistungen von Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis ("Mein wunderbarer Waschsalon", "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins") und Brenda Fricker für die beste weibliche Nebenrolle waren der verdiente Lohn für diesen empfehlenswerten Sortimentstitel, der schon im Kino mit achtbarem Erfolg lief.
| Darsteller: | Daniel Day-Lewis | ||
|---|---|---|---|
| Ray McAnally | |||
| Brenda Fricker | |||
| Fiona Shaw | |||
| Cyril Cusack | |||
| Ruth McCabe | |||
| Alison Whelan | |||
| Kirsten Sheridan | |||
| Declan Croghan | |||
| Eanna MacLiam | |||
| Hugh O'Conor | |||
| Regie: | Jim Sheridan | ||
| Drehbuch: | Shane Connaughton | ||
| Jim Sheridan | |||
| Produzent: | Noel Pearson | ||
| Kamera: | Jack Conroy | ||
| Musik: | Elmer Bernstein | ||
Der irische Charaktermime macht mal wieder auf extravagant: Kein Bär lockt ihn an die Spree, sondern eine Kamera.
Alljährlich tummeln sich zur Berlinale die Hollywoodstars in der Hauptstadt. Angekündigt haben sich bislang unter anderem Will Smith, Glenn Close, Anjelica Huston und Kevin Spacey. Die illustre Namensliste wird nun durch eine weitere Filmgröße geschmückt: Auch Daniel Day-Lewis soll Mitte Februar über den Roten Teppich der 55. Berliner Filmfestspiele schreiten.
Anlass seines Daseins ist nicht die Präsentation eines neuen Leinwandepos', sondern die Auszeichnung mit einem Sonderpreis: der Berlinale Kamera. Mit der seit 1986 verliehenen Trophäe werden Persönlichkeiten und Institutionen geehrt, die sich aufgrund ihrer cineastischen Leistungen besonders verdient gemacht haben.
Day-Lewis, der bei uns zuletzt in Martin Scorseses "Gangs of New York" zu sehen war, wird für seine sorgfältige und vielschichtige Rollenauswahl geehrt. Bereits in seinen Anfangsjahren begeisterte der Ire in künstlerisch anspruchsvollen Parts, so etwa in "Mein wunderbarer Waschsalon" oder in "Zimmer mit Aussicht".
Dass der Charaktermime mit den Jahren nicht nachlässiger wurde, beweisen Filme wie "The Boxer", "Im Namen des Vaters" und nicht zuletzt die Auszeichnung mit einem Oscar für seine Glanzleistung in "Mein linker Fuß".
Die Berlinale Kamera an Daniel Day-Lewis wird am 15. Februar um 18:45 Uhr im Zoo Palast verliehen.
In der Öffentlichkeit ist er so gut wie nie zu sehen, schottet sich ab und konzentriert sich bis zur Erschöpfung auf seine Rollen. So...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.