Louis Malles außergewöhnlicher Dialogfilm, in dem ein schauspielender Autor und ein Theaterregisseur miteinander zu Abend essen. http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz49/z0949512/b150x150.jpg Mein Essen mit Andre

Filmdetails

Mein Essen mit Andre

Louis Malles außergewöhnlicher Dialogfilm, in dem ein schauspielender Autor und ein Theaterregisseur miteinander zu Abend essen.
Start: 12.02.1982


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Inhalt

Nachdem sie sich mehrere Jahre nicht getroffen haben, sind der Schauspieler und Autor Wally und der Theaterregisseur André zu einem Abendessen in einem noblen Restaurant verabredet. Im Laufe des Abends berichtet André zunächst von seinen Erlebnissen in Polen, der Sahara, Schottland und auf dem Anwesen von Richard Avedon auf Long Island, bevor sich zwischen beiden ein Gespräch über die Kunst und das Leben entspinnt.


Kritik

Außergewöhnlicher Dialogfilm, den Louis Malle ("Auf Wiedersehen, Kinder") während seiner Zeit in den Vereinigten Staaten drehte und dem der Ruf eines Musterbeispiels für Ostküsten-Filmkunst anhängt. Der Schauspieler und Autor Wallace Shawn ("Manhattan") und der zuvor als Theaterregisseur erfolgreiche Andre Gregory spielen nach eigenem Drehbuch mehr oder weniger sich selbst. Der Fluss ihres Gespräches erweist sich dabei als ansteckender als die geäußerten Ideen, die mitunter etwas zu bierernst ausgefallen sind.

Mein Essen mit Andre

Darsteller:  Wallace Shawn   als Wally Shawn
  Andre Gregory   als Andre Gregory
  Jean Lenauer   als Kellner
  Roy Butler   als Barmixer
 
Regie:  Louis Malle  
Drehbuch:  Wallace Shawn  
  Andre Gregory  
Produzent:  George W. George  
  Beverly Karp  
Kamera:  Jeri Sopanen  
Musik:  Allen Shawn  

Zurück nach Europa

Mit seinem Epos über den Trojanischen Krieg realisiert der Starregisseur sein bislang größtes Projekt. Petersen über Brad Pitt, Batman, Frodo und ein Megabudget.

Großansicht Deutschlands Hollywoodexport kommt nach Hause

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» Statt des ursprünglich geplanten "Batman vs. Superman" drehen Sie nun "Troy". Sind Sie froh darüber?

WOLFGANG PETERSEN: Ehrlich gesagt, ja. Das ist für mich der aufregendste Stoff, den ich seit "Das Boot" in den Händen gehalten habe.

» Haben Sie das Projekt selbst entwickelt?

Warner bot mir "Troy" an, das wir wahrscheinlich in "The Trojan War" umbenennen. Ich fand die Qualität des Drehbuchs von David Benioff so überwältigend, dass ich sofort zugesagt habe.

» Gibt es überhaupt ein perfektes Drehbuch?

Natürlich ist das Buch noch nicht vollkommen. Der Autor arbeitet jetzt bis Ende November meine Änderungsvorschläge ein, nichts wirklich Gravierendes. Aber manches war noch nicht visuell genug erzählt. Der Liebesgeschichte von Helena und Paris fehlte es etwa an Emotionalität. Diese Geschichte soll letztendlich auch zu einer Wolfgang Petersen-Geschichte werden.

...da wird selbst der "Gladiator" blass

...da wird selbst der "Gladiator" blass

» Aber das Projekt steht?

Es steht. Das genaue Budget wird gerade ausgerechnet - es liegt zwischen 130 und 145 Millionen Dollar. Am 14. April fangen wir an zu drehen. Der Film wird in London produziert. Wir drehen zwei Monate in Marokko, anderthalb Monate auf Malta und fünf Wochen in den Shepperton Studios in London.

» Sie kehren also ins europäische Umfeld zurück?

Das ist einer der Gründe, weshalb ich diesen Film machen will. Weil er mir den Brückenschlag zurück nach Europa erlaubt. Auch das Team besteht nur aus Europäern. Ich arbeite nicht mit meinem gewohnten Team, sondern mit einer komplett britischen Crew, vom Line Producer über den Kameramann bis zum Kostümdesigner.

David Lean setzte 1962 mit <br />&quot;Lawrence von Arabien&quot; Ma&szlig;st&auml;be

David Lean setzte 1962 mit
"Lawrence von Arabien" Maßstäbe

» Woher kommt die starke britische Beteiligung?

Es gibt erhebliche Steuervorteile, wenn man einen Film mehrheitlich mit Briten realisiert. Da bekommt man enorme Summen vom Staat zurück. Ein so gewaltiges Projekt wäre anders gar nicht zu finanzieren. Wir sprechen ja von einem Film mit den Dimensionen eines "Lawrence von Arabien".

» Wie lang soll denn Ihr Film werden?

Ich schätze so an die 165 Minuten.

Seit &quot;Sieben Jahre in Tibet&quot; ist Brad Pitt alias Achilles mit epischen Stoffen bestens vertraut

Seit "Sieben Jahre in Tibet" ist Brad Pitt alias Achilles mit epischen Stoffen bestens vertraut

» Und das Studio hat nichts dagegen?

Im Gegenteil. Wir sind alle stolz darauf, dass das ein epischer Film wird. Die Zusammenarbeit mit Warner ist das reine Vergnügen. Trotz des riesigen Budgets habe ich freie Hand. Offenbar haben sie dort aufgrund des Erfolgs von "Harry Potter und der Stein der Weisen" und "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" eine gewisse Gelassenheit bei großen Projekten entwickelt. Ich habe das Gefühl, Warner ist das Studio, mit dem man derzeit solche Filme machen soll.

» Ein großer Warner-Film kam jedoch nicht zustande: Darren Aronofskys "The Fountain" wurde eingestellt, weil sein Star Brad Pitt ausstieg, um bei Ihnen mitzumachen.

Ich habe ihn aber nicht zu mir herübergelockt. Er hat mir erzählt, dass er von der letzten Drehbuchfassung von "The Fountain" nicht überzeugt war und nicht mehr an das Projekt glaubte. Deshalb entschied er sich schweren Herzens, auszusteigen. Erst danach habe ich ihm die Rolle des Achilles angeboten.

<br />Der Showdown der Superhelden muss vorerst warten


Der Showdown der Superhelden muss vorerst warten

» Was wird denn mit "Batman vs. Superman" passieren, den Sie ursprünglich für Warner drehen sollten?

Ich habe einen Vertrag, dass ich entweder Regie führe oder produziere, wenn das Projekt gemacht wird. Aber Warner entschied sich, erst einen "Superman"-Film herauszubringen. Vermutlich kommt dann noch ein "Batman"-Film. Und in ein paar Jahren könnten die beiden Helden gegeneinander antreten. Das wäre dann das große Fun-Ereignis.

» Realisieren Sie vorher noch Ihr lang geplantes Antarktisepos "Endurance"?

Das kann sehr gut sein. Gerade hat Autor Jeff Maguire, der auch die erste Fassung geschrieben hat, die letzten Überarbeitungen abgeschlossen. Dabei hat er einige Elemente heruntergetrimmt, so dass das Ganze kostenmäßig überschaubarer ist.

Der kampferprobte Orlando Bloom <br />(hier als &quot;Herr der Ringe&quot;-Elb Legolas) <br />spielt den Helena-Entf&uuml;hrer Paris

Der kampferprobte Orlando Bloom
(hier als "Herr der Ringe"-Elb Legolas)
spielt den Helena-Entführer Paris

» An Budgetfragen wird das Ganze also nicht mehr scheitern?

Ich glaube nicht. Es geht jetzt vor allem um die Frage: Wer spielt die Hauptrolle?

» Dafür war zuletzt Russell Crowe im Gespräch.

Ja, aber es wachsen immer neue Stars heran. Da gibt es Eric Bana, der "The Hulk" drehte und der bei mir den Hektor spielt - oder Orlando Bloom, der in "The Trojan War" als Paris zu sehen sein wird. Mit Clive Owen kommt ein neuer Star aus England auf uns zu.

» Wann soll denn das Ganze passieren?

Theoretisch könnte ich es nach "The Trojan War" machen. Aber ich weiß noch nicht, ob ich danach die Nerven habe, gleich wieder solch einen gewaltigen Film zu drehen. Vielleicht brauche ich zunächst so etwas wie "Mein Essen mit André": zwei Leute in einem Lokal und nichts weiter. Doch wenn ich mich zwei Wochen erholt habe - wer weiß?

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