Poetisch-groteske Familienkomödie um drei Geschwister und ihre Erfahrungen mit Sex. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz33/z0233507/b150x150.jpg Mein Bruder, der Vampir

Filmdetails

Mein Bruder, der Vampir

Poetisch-groteske Familienkomödie um drei Geschwister und ihre Erfahrungen mit Sex.


Mein Bruder, der Vampir
Start: 26.09.2002

Komödie

Deutschland 2001
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Roman Knizka
Hinnerk Schönemann
Marie-Luise Schramm

Regie: Sven Taddicken
Verleih: Pegasos

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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lau

Inhalt

Die Pubertät stellt die Freundschaft der Geschwister Josch, Mike und Nic auf allerhand Proben. Mike (Hinnerk Schönemann) ist seit neustem mit der hübschen Nadine (Julia Jentsch) zusammen, was seinen älteren Bruder, den geistig behinderten Vampir-Freak Josch (Roman Knizka), nicht davon abhält, Nadine ebenfalls heftig zu bebalzen. Als Mike darauf beschließt, den Bruder mit einem erotischen Abenteuer auf dem Strich auf andere Gedanken zu bringen, kommt es zu kuriosen Verwicklungen. Derweil macht Nesthäkchen Nic (Marie-Luise Schramm) dem örtlichen Sandkasten-Capone schöne Augen. Er und niemand anderes soll sie entjungfern...

Eine nicht ganz alltägliche Familie steht im Mittelpunkt dieser charmant-poetischen Groteskkomödie. Wie zuletzt "Fickende Fische" der Beweis, dass deutsche Filmemacher pubertäre Sexabenteuer auch mit Stil abhandeln können (wenn sie nur wollen).


Kritik

Mein Bruder, der Vampir

So peppig wie grotesk, poetisch wie flockig geht es in Sven Taddickens flotter Pubertätskomödie um erste Liebe und erotische Verwirrungen einer Chaos-Familie, deren Geschwister endlich das erste Mal hinter sich bringen wollen. Auf dem Max-Ophüls-Preis-Festival 2002 mit dem Publikumspreis und dem für die Beste Nachwuchsschauspielerin, die 17jährige Berliner Marie Luise Schramm, ausgezeichnet, gehört die fern gängiger Gross-Out-Klamotten fantasievoll inszenierte Story zu den jungen deutschen Filmen, die auf neue Talente aufmerksam machen und frischen Erzählwind transportieren.

Die 14jährige Nic (Schramm) will "es" hinter sich bringen, damit sie mit ihrem Leben weiter machen kann. Während sie mit der Digitalkamera bewaffnet, sich Manu (Alexander Scheer), den schlaksigen Leader ihrer Schulgang, ausgesucht hat, ist ihr 30jähriger geistig behinderter Bruder Josh (Roman Knizka) ausgerechnet auf Nadine, die Freundin seines Bruders Mike, aus. An Joshs 30. Geburtstag eskalieren die turbulenten Ereignisse, als Mike Josh in der letzten Minute von Nadine reißt und ihn ins Rotlichtmilieu führt, wo die aparte Hure Chantal (hübscher, erstmalig barbusiger Gastauftritt von Marie-Lou Sellem, "Nichts bereuen"), nachdem man Zuhältern entkommen ist, ans erotische Werk geht und die drei Geschwister innerhalb weniger Stunden alle ihre Träume erfüllt bekommen, aber anders als vorhergesehen.

Die Einfälle purzeln in Taddickens Erstling und sorgen für permanent gutes Feeling, sei es in Mikes ständigen Verteidigungsstrategien, Josh von Nadines duftender Haut fernzuhalten, oder in dem Kabinettstück, das Alexander Scheer ("Sonnenallee", "Victor Vogel") mit einer urkomischen Gesangseinlage auf dem Kinderspielplatz liefert, während Nic kopfüber von der Rutsche hängt. Den lockeren Ton und Wortwitz vervollständigen die neun Regeln über das Erste Mal und die Liebe, die den Film gliedern, dessen Schwung und Originalität man viele Besucher wünscht. ger.

Mein Bruder, der Vampir

Darsteller:  Roman Knizka   als Josch Klauser
  Hinnerk Schönemann   als Mike Klauser
  Marie-Luise Schramm   als Nic Klauser
  Julia Jentsch   als Nadine
  Alexander Scheer   als Manu
  Barbara Stoll   als Marlies Klauser
  Gottfried Breitfuß   als Rudi
  Marie-Lou Sellem   als Chantal
 
Regie:  Sven Taddicken  
Drehbuch:  Matthias Pacht  
Produzent:  Christian Hünemörder  
  Michael Jungfleisch  
  Prof. Nico Hofmann  
Koproduzent:  Susan Schulte  
  Dr. Gabriela Sperl  
Kamera:  Daniela Knapp  
Schnitt:  Jens Klüber  
Musik:  Putte  
Produktionsdesign:  Károly Pákozdy  
Kostüme:  Nicole Stoll  
  Nele Knatz  
Ton:  Angelo D'Angelico  
Casting:  Antje Krutz  

Deutscher Filmpreis, die 52te

Auch das Publikum kann Preise vergeben: Die diesjährigen Kandidaten für den Deutschen Filmpreis.

Nominiert als Bester Spielfilm: "Nirgendwo in Afrika"

Nominiert als Bester Spielfilm: "Nirgendwo in Afrika"

Minister Julian Nida-Rümelin, der aus seiner Vorliebe für die deutsche Kinokultur kein Hehl macht, gab am Freitag den 19. April im Berliner Hotel Adlon die Nominierungen bekannt. Durch den Abend führte die Leipziger Darstellerin Manon Straché.

Der kürzlich verstorbene Billy Wilder wurde von Journalist und Schriftsteller Hellmuth Karasek und von Regisseur Volker Schlöndorff mit einem persönlichen Nachruf bedacht.

Ganz heiß - der Publikumspreis: Am 26. April startet das Gewinnspiel um die beiden Auszeichnungen "Deutscher Kinofilm des Jahres" und "Schauspielerin bzw. Schauspieler des Jahres". Einsendeschluss ist der 1. Juni 2002, mitmachen kann man unter www.deutscherfilmpreis.de.

Die Nominierungen

Bester Spielfilm: "Bella Martha", "Halbe Treppe", "Heaven", "Nirgendwo in Afrika", "Das weiße Rauschen" und "Wie Feuer und Flamme".

Bester Dokumentarfilm: "Black Box BRD", "A woman and a half - Hildegard Knef"

Bester Kinder- und Jugendfilm: "Hilfe, ich bin ein Fisch", "Das Sams"

Beste Hauptdarstellerin: Karoline Eichhorn für "Der Felsen", Martina Gedeck für "Bella Martha", Juliane Köhler für "Nirgendwo in Afrika"

Bester Hauptdarsteller: Daniel Brühl für "Nichts bereuen", "Das weiße Rauschen" und "Vaya con dios". Ulrich Noethen für "Das Sams". Antonio Wannek für "Der Felsen" und "Wie Feuer und Flamme".

Beste Nebendarstellerin: Anabelle Lachatte für "Das weiße Rauschen", Eva Mattes für "Das Sams". Marie-Lou Sellem für "Mein Bruder, der Vampir", " Nichts bereuen" und "Hilfe, ich bin ein Junge!".

Bester Nebendarsteller: Martin Feifel für "Was tun, wenn's brennt?", Remo Girone für "Heaven" und Matthias Habich für "Nirgendwo in Afrika"

Beste Regie: Andreas Dresen für "Halbe Treppe", Dominik Graf für "Der Felsen" und Caroline Link für "Nirgendwo in Afrika".

2,815 Millionen Euro stehen gesamt als Prämien für die 16 Preise aus - 10.000 davon gehen sicher an Michael "Bully" Herbig für "Der Schuh des Manitu": Er wird für seinen Erfolg mit einem Sonderpreis der Jury geehrt, dem Filmpreis in Gold.

Die 52. Verleihung des Deutschen Filmpreises findet am 14. Juni 2002 im Berliner Tempodrom am Anhalter Bahnhof statt. Die Zusammenfassung der Gala zur Verleihung des Deutschen Filmpreises wird am 16. Juni 2002 von Sat.1 um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

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    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

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