Originaltitel: The Matrix Reloaded
USA 2003
Keanu Reeves
Laurence Fishburne
Carrie-Anne Moss
Regie: Andy Wachowski, ...
Verleih: Warner
Die Freiheitskämpfer Neo (Keanu Reeves), Trinity (Carrie-Anne Moss) and Morpheus (Laurence Fishburne) setzen ihre Revolte gegen die Maschinenarmee fort und vertiefen ihre Kenntnis von den Mechanismen der Matrix. Das ist auch bitter nötig, denn eine gewaltige Schar von Probes macht sich auf den Weg, Zion und die Rebellentruppe zu vernichten. Neo und seinen Mitstreitern bleiben nur 72 Stunden um eine Gegenstrategie auszuhecken.
Trilogien sind zurzeit schwer in Mode. Nachdem das erste Matrix-Abenteuer der fabelhaften Wachowski-Brüder unter dem Motto "Die Geburt" stand, steht im Sequel nun das Thema "Leben" auf dem Stundenplan. Unschwer zu erraten, was der dritte Teil bringen wird...
Die Schlacht um die Befreiung des Menschen geht weiter. Mit den Maschinen haben auch die Filmemacher aufgerüstet, damit in dieser Supershow keiner seinen Augen trauen kann.
Wir haben genug davon, Maschinen als Akkus zu dienen, willen- und bewusstlos ausgebeutet zu werden, bis unser letzter Hauch an Energie irgendeinem Chipmonstrum weiteres Leben schenkt. Wir haben Rot gewählt und damit die bittere Pille der Wahrheit. Keiner kann uns noch etwas vormachen - das dachten wir zumindest nach den berauschenden visuellen Erfahrungen von "The Matrix".
Doch wir haben uns getäuscht, denn "Matrix Reloaded" perfektioniert die Illusion weiter, dass sich im Kino besser leben lässt. Nur dort kann man Lederamazone Trinity (Carrie-Anne Moss) lieben, mit Rebellenguru Morpheus (Laurence Fishburne) den Samurai geben oder mit Neo (Keanu Reeves), dem Auserwählten, tollwütige Programme schwindelig prügeln. Und nichts dabei riskieren, nicht einmal das Eintrittsgeld, denn der Nachfolger übertrifft sogar, was der schon spektakuläre Vorgänger versprach.
In dieser Zelluloid-Simulation Hollywoods ist die Quelle der Unterhaltung gespeichert: eine dramatische Story, coole Figuren, hypnotische Effekte und eine Welt zum Staunen. Zu bewundern gibt es die wahren Ausmaße der Matrix, Agentenprogramme, die sich jetzt beliebig reproduzieren können, bleiche digitale Killerzwillinge, die wie Phantome auftauchen und verschwinden können, außerdem Morpheus' Ex-Flamme und Mitkämpferin Niobe (Jada Pinkett Smith), schließlich auch die mysteriöse Verführerin Persephone (Monica Bellucci) und mit ihr verbunden vielleicht auch die Kraft, die die Menschen mit dieser gigantischen Simulation geblendet hat.
Neo hat ein neues Outfit und ein neues Selbstbewusstsein, beherrscht Zeit, Schwerkraft und mehrere Gegner gleichzeitig. Seine Evolution ist auch überlebensnotwendig, denn die Maschinen haben die letzte Zuflucht der Menschen, die unterirdische Stadt Zion, geortet, und schicken ihre tödlichen Sonden aus, um sie zu zerstören. Nur drei Tage bleiben den Rebellen, um die Letzten ihrer Art zu retten. Um den Mann zu finden, der sie ins Herz der Maschinenwelt führen kann.
Mit dieser Figur verknüpft ist die unglaublichste Sequenz des Films, mit der Larry und Andy Wachowski, die kreativen Master der Matrix, die Geschichte des Actionkinos neu schreiben wollen. Eine Verfolgungsjagd auf einem Freeway mit rasenden und kollidierenden Autos, mit realen und digitalen Menschen, die sich in, auf und über den Transportmitteln so noch nie gezeigte Martial-Arts-Duelle liefern.
Jeder von uns darf zusehen, denn im Unterschied zur Matrix ist außerhalb davon jeder auserwählt. Bezahlen allerdings muss man dafür. Erfreulicherweise weder mit dem Verlust des Willens noch mit dem des Lebens. Die Revolution kann kommen, jetzt und im Kinoherbst: im November startet der dritte und letzte Teil der Trilogie, "Matrix Revolutions". Wir sind bereit und warten. Schon jetzt.
| Darsteller: | Keanu Reeves | als Neo | |
|---|---|---|---|
| Laurence Fishburne | als Morpheus | ||
| Carrie-Anne Moss | als Trinity | ||
| Hugo Weaving | als Agent Smith | ||
| Jada Pinkett Smith | als Niobe | ||
| Gloria Foster | als Das Orakel | ||
| Monica Bellucci | als Persephone | ||
| Collin Chou | als Seraph | ||
| Nona Gaye | als Zee | ||
| Randall Duk Kim | als Der Schlüsselmacher | ||
| Harry Lennix | als Commander Lock | ||
| Harold Perrineau jr. | als Link | ||
| Neil Rayment | als Zwilling 1 | ||
| Adrian Rayment | als Zwilling 2 | ||
| Lambert Wilson | als Merovingian | ||
| Anthony Wong | als Ghost | ||
| Anthony Zerbe | als Stadtrat Hamann | ||
| Helmut Bakaitis | als Der Architekt | ||
| Regie: | Andy Wachowski | ||
| Lana Wachowski | |||
| Drehbuch: | Andy Wachowski | ||
| Lana Wachowski | |||
| Produzent: | Joel Silver | ||
| Ausf. Produzent: | Andy Wachowski | ||
| Lana Wachowski | |||
| Grant Hill | |||
| Andrew Mason | |||
| Bruce Berman | |||
| Kamera: | Bill Pope | ||
| Schnitt: | Zach Staenberg | ||
| Musik: | Don Davis | ||
| Produktionsdesign: | Owen Paterson | ||
| Hugh Bateup | |||
| Catherine Mansill | |||
| Charlie Revai | |||
| Jules Cook | |||
| Mark Mansbridge | |||
| Kostüme: | Kym Barrett | ||
| Ton: | David Lee | ||
| Dane Davis | |||
| Casting: | Mali Finn | ||
| Shauna Wolifson | |||
Die Trilogie über die Herrschaft der Maschinen findet zu ihrem Ende. Das letzte Kapitel der Cyberpunk-Saga hat begonnen...
So sieht sie aus, die letzte Hoffnung der Menschheit. Wird Neo die Dunkelheit besiegen? (Foto: Warner)
Das Jahr 2003 ist eindeutig das Jahr der Matrix. Der Hype der Trilogie, der 1999 mit "Matrix" und dem Angriff der künstlichen Intelligenz begann, hatte Zeit, sich flächendeckend auszubreiten. Erst im Mai 2003 wurde er mit "Matrix Reloaded" weitergeführt, und die Fans verstiegen sich eilig ins Philosophische.
Den Spekulationen über die Bedeutung von Figuren, Orten oder Dialogsätzen waren keine Grenzen gesetzt. Das wurde noch gesteigert, indem zwar diverse Trailer von "Matrix Revolutions" in Umlauf kamen, der Film selbst aber zum bestgehütetsten Geheimnis der westlichen Welt deklariert wurde.
Diesmal jedoch muss man nicht lange auf die nächste Folge warten. Schon nach sechs Monaten ist sie in den Kinos, und jetzt erweist sich, ob Andy Wachowski und Larry Wachowski ihre vielzitierten Philosophiebücher gewinnbringend gelesen haben.
Immerhin gibt "Matrix Revolutions" nicht nur langersehnte Antworten, sondern bringt auch alle versponnenen Theorien zurück auf den Boden des Action-Movies: Während auf der verwüsteten Erde ein Krieg ausbricht, beginnt die Invasion der Maschinen in Zion, und Keanu Reeves ist unterwegs, um das Schlimmste zu verhindern.
Im Mittelpunkt von "Revolutions" stehen erneut Neo und Agent Smith: Die Beziehung zwischen den beiden scheint mehr Bedeutung für den Ablauf der Geschichte zu haben, als bisher angenommen.
Doch weitere Geheimnisse zum Filminhalt werden erst nach dem Kinostart gelüftet werden können, denn es ist leichter zehn Goldbarren aus Fort Knox zu stehlen als den Wachowski-Brüdern Informationen zu entlocken.
Trinity lässt dank Neos lebensrettender Sofortmaßnahmen wieder die Kugeln hageln (Foto: Warner)
Die schwierigste Szene aller Zeiten
Action-Fans werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen: Mit minutenlangen Kampf- und Verfolgungssequenzen sollen die Kinogänger beeindruckt werden - dabei ist den Wachowski-Brüdern klar, dass Action allein noch kein Meisterwerk ergibt. Und 120 Minuten Bullet-Time reichen dafür erst recht nicht.
Für zwei Szenen, die zusammen nur einen Bruchteil des fertigen Werks ausmachen, verpulverten die Matrix-Macher mal eben 110 Millionen Dollar - nebenbei nach Aussage von Produzent Joel Silver die "aufwändigsten und schwierigsten Filmszenen aller Zeiten".
Mit einem Haufen so genannter "Ostereier" (versteckte Hinweise oder Gags) haben die philosophischen Zwei schon seit Beginn der Trilogie so manche VHS-Kassette zum Glühen gebracht: Vorspulen - Pause - Zurückspulen - Pause - was stand doch gleich auf dem Nummernschild? Welche Zahl hing noch mal an der Tür, hinter der sich der Auserwählte aufhält? Die Wachowskis überlassen in ihren Werken nichts dem Zufall. Morpheus, Neo, Trinity - sind Rollennamen wirklich nur Schall und Rauch?
"Matrix Revolutions" soll alle Rätsel lösen - denn "What is the Matrix?" fragen sich nicht nur eingefleischte Sci-Fi-Fans, sondern mittlerweile auch die "normalen" Popcorn-Schaufler. Und die achten nun wirklich nicht darauf, ob Neo in Raum "101" sitzt und Trinity in "303" wartet.
Aber etwas Gehirn-Jogging ist angesagt, denn Andy & Larry Wachowski spielen nicht gerne mit offenen Karten: "Es gibt mehr versteckte Hinweise und Zahlen mit Bedeutung, als man jemals finden kann." Also, auf zur Ostereier-Suche!
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