Heiß ersehntes Seeräuberabenteuer von Meisterregisseur Peter Weir nach den legendären Romanen von Patrick O'Brian. http://images.kino.de/flbilder/max03/mbiz03/mbiz35/z0335595/b150x150.jpg Master and Commander - Bis ans Ende der Welt

Filmdetails

Master and Commander - Bis ans Ende der Welt

Heiß ersehntes Seeräuberabenteuer von Meisterregisseur Peter Weir nach den legendären Romanen von Patrick O'Brian.


Master and Commander - Bis ans Ende der Welt
Start: 27.11.2003

Originaltitel: Master and Commander: The Far Side of the World

Abenteuer

USA 2003
Laufzeit: 138 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Russell Crowe
Paul Bettany
James D'Arcy

Regie: Peter Weir
Verleih: Fox

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(5 Sterne bei 1 Bewertung)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Während der napoleonischen Eroberungsfeldzüge wird der britische Kapitän Jack Aubrey (Russell Crowe) mit seiner Crew der "HMS Surprise" zu hoher See von wesentlich besser bewaffneten französischen Freibeutern angegriffen und beinahe versenkt. Doch man macht den Kahn wieder flott und hetzt den Feind um die halbe Welt, um ihn schließlich bei den Galapagos Inseln zu stellen. Unterwegs spitzen sich beständig schwelende Auseinandersetzungen zwischen Captain und naseweisem Schiffsarzt (Paul Bettany) dramatisch zu.

Der australische Zivilisationspessimist und Bildzauberer Peter Weir ("Der einzige Zeuge", "Die Truman Show") inszenierte dieses auf einer Romanreihe von Patrick O'Brian basierende Hochsee-Abenteuer.


Kritik

Nach zehn Jahren Vorbereitung schlägt jetzt die Stunde des großen Abenteuerfilms. Als Seeheld, der einen überlegenen Feind durch die Weltmeere jagt, gibt Commander Jack Aubrey das Kommando: Feuer frei!

Großansicht Captain Jack Aubrey mit seinen Männern an Bord der Surprise vor der Küste Brasiliens (Foto: Fox)

Captain Jack Aubrey mit seinen Männern an Bord der Surprise vor der Küste Brasiliens (Foto: Fox)

"Führung ist es, wonach sie verlangen, Stärke. Wenn du das in dir selbst findest, wirst du ihren Respekt verdienen." Ein solcher Satz, vom falschen Schauspieler gesprochen, kann ein Debakel sein.

Aus dem Mund Russell Crowes aber erzeugt er Ehrfurcht, so glaubwürdig ist der "Gladiator" auch als Kapitän. Autorität und Charisma sind unverzichtbar für die Figur des Jack Aubrey, die Autor Patrick O'Brian Demsey in den "Master and Commander"-Romanen populär machte.

Diese erste Verfilmung, ein cleverer Mix aus der Charakterzeichnung des ersten und der Handlung des zehnten Bandes, setzt Maßstäbe.

Großansicht Erbitterter Kampf: hat "Lucky Jack" das Glück verlassen? (Foto: Fox)

Erbitterter Kampf: hat "Lucky Jack" das Glück verlassen? (Foto: Fox)

Der Feind segelt mit

Es ist ein visuelles Ereignis, das auch emotional packt, wuchtet epische Seeschlachten und Stürme auf die Breitwand und entwirft dabei ein oft intimes und authentisches Bild vom Leben auf See. Das Meer ist ein Hauptdarsteller in der spannenden Verfolgungsjagd, die Aubreys Schiff, die HMS Surprise, und seine Crew durch zwei Ozeane treibt.

1805 führt Napoleon schon zwei Jahre lang Krieg gegen den Rest von Europa. Seit sieben Wochen kreuzen Aubreys Männer auf See, ohne zu ahnen, dass sie ein mächtiger, überlegener Feind belauert.

Großansicht Wie aus dem Nichts taucht eine französische Fregatte auf (Foto: Fox)

Wie aus dem Nichts taucht eine französische Fregatte auf (Foto: Fox)

Stürmische Zeiten

Geisterhaft taucht eine französische Fregatte schließlich aus dem Nebel vor der Küste Brasiliens auf und eröffnet das Feuer. Entsetzt muss der gerissenste, wildeste und damit unberechenbarste Kapitän der Royal Navy zusehen, wie der Tod nach vielen seiner Männer greift, wie sein Schiff fast versenkt wird.

Trotz der schweren Schäden geht der "Master und Commander", Führungs- und Vaterfigur in einem, in die Offensive, verfolgt das Phantomschiff bis zum Kap Hoorn, wo die Crew mit einem Taifun der vielleicht realistischste Sturm der Filmgeschichte erwartet.

Großansicht Der Schiffsarzt Paul Bettany ist Jacks wichtigster Vertrauter (Foto: Fox)

Der Schiffsarzt Paul Bettany ist Jacks wichtigster Vertrauter (Foto: Fox)

Oh Captain, mein Captain

Der Überlebenskampf ist die spektakuläre Seite des Films, die Beziehungen Aubreys zum Schiffsarzt (Paul Bettany) und seinen Männern, die zum Teil noch halbe Kinder sind, die persönliche. Beide Facetten der Story meistern Crowe und Regisseur Peter Weir, ein Qualitätsgarant für intelligentes Erzählkino ("Der Club der toten Dichter", "Die Truman Show"), gleichermaßen.

Ihr Film hat ein hohes Budget (135 Millionen Dollar), aber auch einen entsprechenden Unterhaltungswert. "Master and Commander" verführt mit Drama, Action, aber auch polynesischen Inselschönheiten. Man riecht die Seeluft und lebt die Vergangenheit.

Abenteuer ist es, wonach wir verlangen. Hier haben wir es gefunden.

Master and Commander - Bis ans Ende der Welt

Darsteller:  Russell Crowe   als Captain Jack Aubrey
  Paul Bettany   als Dr. Stephen Maturin
  James D'Arcy   als Thomas Pullings
  Edward Woodall   als William Mowett
  Chris Larkin   als Captain Howard
  Max Pirkis   als Blakeney
  Jack Randall   als Boyle
  Max Benitz   als Calamy
  Lee Ingleby   als Hollom
  Richard Pateswarrant   als Williamson
  Robert Pugh   als Mr. Allen
  Richard McCabe   als Mr. Higgins
  Ian Mercer   als Mr. Hollar
  Tony Dolan   als Mr. Lamb
  David Threlfall   als Killick
  Billy Boyd   als Barret Bonden
  Bryan Dick   als Joseph Nagle
  Joseph Morgan   als William Warley
  George Innes   als Joe Plaice
  William Mannering   als Faster Doudle
  Trick Gallagher   als Awkward Davies
  Alex Palmer   als Nehemiah Slade
  Mark Lewis Jones   als Mr. Hogg
  John DeSantis   als Padeen
  Ousmane Thiame   als Black Bill
  Thierry Segall   als Französischer Captain
 
Regie:  Peter Weir  
Drehbuch:  John Collee  
  Peter Weir  
Produzent:  Samuel Goldwyn jr.  
  Duncan Henderson  
  Peter Weir  
Koproduzent:  Meyer Gottlieb  
  Todd Arnow  
Ausf. Produzent:  Alan B. Curtiss  
Buchvorlage:  Patrick O'Brian Demsey  
Kamera:  Russell Boyd  
Schnitt:  Lee Smith  
Musik:  Iva Davies  
  Christopher Gordon  
  Richard Tognetti  
Produktionsdesign:  William Sandell  
  Bruce Crone  
  Mark Mansbridge  
  Hector Romero  
Kostüme:  Wendy Stites  
Ton:  Art Rochester  
  Richard King  
  Doug Hemphill  
  Paul Massey  
Casting:  Mary Selway  
  Fiona Weir  

Crowe will wieder Gladiator sein

Ginge es nach Russell Crowe, wäre Maximus aus "Gladiator" schon längst wieder am Schlachtfeld, und auch Captain Jack Aubrey könnte in einer Fortsetzung von "Master and Commander" beruhigt in See stechen.

Großansicht Er würde Maximus nur zu gern wieder zum Leben erwecken: Russell Crowe (Foto: UIP)

Er würde Maximus nur zu gern wieder zum Leben erwecken: Russell Crowe (Foto: UIP)

Der Schauspieler hat bereits mehrmals erwähnt, dass er "Gladiator" gern fortsetzen würde, und betont, was für eine schlechte Idee es doch von Regisseur Ridley Scott war, den Helden Maximus sterben zu lassen.

Die Chancen für eine Fortsetzung von "Master and Commander" stehen schon wesentlich besser: Die Hauptfigur ist nach dem ersten Teil noch am Leben, und es gibt 20 weitere Bücher, die sich mit der Karriere des Kapitäns beschäftigen.

Dennoch ist es fraglich, ob Russell als Captain Aubrey wieder die Segel setzen wird. "Ich habe keinen Vertrag", so Crowe. "Jeder möchte aber eine Fortsetzung drehen. Paul Bettany hat sich sogar für drei Filme verpflichtetet. Es gibt auch sehr gute Ideen, und es sollen Figuren aus den Büchern eingebaut werden, wie Aubreys Frau und sein Vater."

Maximus auf neuer Ebene

Das Herzblut von Russell Crowe steckt jedoch in einer Fortsetzung von "Gladiator". Dies war schließlich der Film, der ihm den Oscar einbrachte und zum Star machte. "Zuerst war ich nicht sehr begeistert von einer Fortsetzung oder einem Prequel", sagt der Schauspieler. "Doch mittlerweile haben wir schon Ideen entwickelt. Wir begeben uns auf eine metaphysische Ebene, und es ist klar, dass Maximus tot ist. Ein Drehbuch dafür zu schreiben, ist aber wirklich nicht einfach."

Regisseur Ridley Scott und Crowe ließen es sich aber dennoch nicht nehmen, einen Versuch zu wagen. "Nick Cave hat einen Entwurf für mich und Ridley geschrieben", so der Star aus Downunder. "Er ist ein fantastischer Autor. Ridley und ich haben es wirklich eine Weile in Betracht gezogen. Ich hatte sogar für das Drehbuch bezahlt, da ich so an diese Idee glaube. Aber ohne, dass jeder wirklich an Bord ist, ist es sinnlos, sich weiter darüber Gedanken zu machen."

Es bleibt also weiterhin fraglich, ob Maximus und Captain Aubrey in naher Zukunft die Fans wieder ins Kino locken werden.

Star

Russell Crowe

Skeptisch wie Bogart, rabiat, hartnäckig, energisch, lakonisch, verschlossen: Ein sensibler Einzelgänger mit rauer Schale und einem Hang zum...

Star

Paul Bettany

Kluger Schiffsarzt und Forscher in "Master and Commander", selbst ernannter Dorfphilosoph in "Dogville", Verse schleudernder Dichter des...

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