Originaltitel: Mary and Max
USA 2009
Regie: Adam Elliot
Verleih: MFA (24 Bilder)
Die kleine Mary lebt in Australien. Sie ist ein einsames Kind, ihre Mutter ist Alkoholikerin, der Vater interessiert sich mehr fürs Ausstopfen von Tieren als für die Tochter. Max ist ein einsamer, dicker Mann in seinen Vierzigern. Er lebt in New York, mag keine Menschen und leidet unter Panikattacken. Sie beginnt, ihm Briefe zu schreiben. Er antwortet, und die beiden werden über den Austausch von Briefen und Schokolade zu (Brief-)Freunden fürs Leben.

Vielfach preisgekrönter, skurriler Knetanimationsfilm, der mit Witz und Auge fürs Detail die tragikomische Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft erzählt.
Die kleine Mary lebt in Australien. Sie ist ein einsames Kind, ihre Mutter ist Alkoholikerin, ihr Vater interessiert sich mehr fürs Ausstopfen von Tieren als für die Tochter. Max ist ein einsamer, dicker Mann in den 40ern. Er lebt in New York, mag keine Menschen und leidet unter Panikattacken. Sie beginnt, ihm Briefe zu schreiben, in dem sie ihn z.B. fragt, ob Babies in Amerika aus Cola-Dosen kommen oder ob Schafe schrumpfen, wenn es regnet (so der Untertitel). Nachdem er Stunden mit sich gerungen hat, antwortet Max und die beiden werden über den Austausch von Briefen und Schokolade zu (Brief-)Freunden fürs Leben. Der australische Filmemacher Adam Elliot benutzt wie die Macher von "Wallace & Gromit" die Knetanimationstechnik. So lässt sich der skurrile Look mit Sinn fürs Groteske und auch Hässliche durchaus mit den Werken der Aardman Studios vergleichen, jedoch schlägt Elliot in seiner Geschichte ungleich düsterere, morbide Töne an. Seine beiden Hauptfiguren, für die Elliot in eindrücklichen Episoden auch die Vor-Geschichte liefert, sind zutiefst tragische Gestalten die durch die Freundschaft zueinander Freude am Leben finden. Entsprechend sind die Kleinstadt- (in Australien) und Großstadt-Kulissen (New York) zumeist in Braun und Grautönen gehalten, der Detailreichtum ist unglaublich originell und liebevoll - von den Haustieren der beiden über die verschiedenes Briefkasten- oder Tapetendesign. Das Auge für sympathische, charakteristische Details behält Elliot, dessen Kurzfilm "Harvie Krumpet" mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, auch in seiner Erzählweise. Sehr witzig visualisiert er etwa die Brieftexte der beiden, wenn Max beschreibt, welch (un)gewöhnliche Todesarten seine Goldfische erleiden müssen. Die beiden schreiben aber auch mit großer Offenheit und Naivität über ihre Gefühle. So ist der als Mischung aus "Wallace & Gromit" und "Harold & Maude" durchaus passend beworbene Film nicht nur originell und witzig, sondern auch herzzerreißend, zu Tränen rührend. Elliots warmherzige Geschichte hat seine Preise, u.a. den Gläsernen Bären der Berlinale und den Großen Preis des wichtigsten Animationsfilmfestival von Annecy unbedingt verdient ebenso wie ein breiteres Publikum. hai.
| Sprecher: | Toni Collette | als Mary Daisy Dinkle | |
|---|---|---|---|
| Philip Seymour Hoffman | als Max Jerry Horovitz | ||
| Eric Bana | als Damien | ||
| Barry Humphries | als Erzähler | ||
| Bethany Whitmore | als Mary, jung | ||
| Renée Geyer | als Vera | ||
| Regie: | Adam Elliot | ||
| Drehbuch: | Adam Elliot | ||
| Produzent: | Melanie Coombs | ||
| Ausf. Produzent: | Mark Gooder | ||
| Paul Hardart | |||
| Tom Hardart | |||
| Bryce Menzies | |||
| Jonathan Page | |||
| Kamera: | Gerald Thompson | ||
| Schnitt: | Bill Murphy | ||
| Casting: | Brooke Howden | ||
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