Heitere Sommerromanze mit origineller Ausgangsidee, die mit einem sympathischen Hauptdarsteller, skurrilen Nebenfiguren und pittoresk-nostalgischen Postkartenmotiven aufwartet. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto17/10170657/b150x150.jpg Marcello, Marcello

Filmdetails

Marcello, Marcello

Heitere Sommerromanze mit origineller Ausgangsidee, die mit einem sympathischen Hauptdarsteller, skurrilen Nebenfiguren und pittoresk-nostalgischen Postkartenmotiven aufwartet.


Marcello, Marcello
Start: 10.06.2010

Originaltitel: Marcello Marcello

Komödie

Deutschland/Schweiz 2008
Laufzeit: 97 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Francesco Mistichelli
Elena Cucci
Luigi Petrazzuolo

Regie: Denis Rabaglia
Verleih: Senator

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Inhalt

Eine kleine italienische Insel im Jahr 1956. Einem alten Brauch zufolge müssen junge Männer den Papas ihres anvisierten Herzblatts ein Geschenk präsentieren - gefällt das, darf die Angebetete erstmals ausgeführt werden. Fischersohn Marcello hat ein Auge auf die Bürgermeistertochter Elena geworfen und auch die passende Geschenkidee - nur die finanziellen Mittel, das Präsent zu erwerben, fehlen ihm. Also stürzt er sich in einen schwungvollen Tauschhandel, der ihn ans Ziel seiner Wünsche bringen soll. Eine Aufgabe, die viel Fingerspitzengefühl und gute Menschenkenntnis voraussetzt.


Kritik

Marcello, Marcello

Heitere Sommerromanze mit origineller Ausgangsidee, die mit einem sympathischen Hauptdarsteller, skurrilen Nebenfiguren und pittoresk-nostalgischen Postkartenmotiven trumpft.

Italiens Inselwelt bezaubert mit schönen Frauen. Ingrid Bergman brachte den "Stromboli" zum Glühen, "Der Postmann" verfiel auf einem Eiland vor Neapels Küste Maria Grazia Cucinottas neckischen Ballspielen und Claudia Cardinale, genannt "Nationale", machte Capitano Franco Nero auf Sizilien in "Der Tag der Eule" schöne Augen. Nun, im neuen Millennium, lockt die liebliche Kino-Newcomerin Elena Cucci als Elena Del Ponte auf einer fiktiven kleinen Insel den Fischersohn Marcello.

Zurück in die "prüden" 50er Jahre führt "Marcello Marcello" von Denis Rabaglia ("Azzurro"), der Mark David Hatwoods Roman "Marcello und der Lauf der Liebe" sehr frei für die Leinwand bearbeitet hat. Ein weich gezeichnetes Feelgood Movie ist das Ergebnis, romantische Sonnenuntergänge, pittoreske Postkartenmotive (Kamera: Filip Zumbrunn) und einschmeichelnde Musikuntermalung inklusive. Der Held, ein aufrechter Kerl mit großen Augen und Wuschelkopf, mit viel positiver Energie gespielt von Neuling Francesco Mistichelli, verguckt sich in die Asthma-kranke Tochter des Bürgermeisters und will ein Date. Aber das ist leichter gesagt als getan, denn ein alter Inselbrauch schreibt vor, dass potentielle Freier beim Vater der avisierten Schönen vorsprechen und ein Geschenk abgeben müssen - für den Papa, der dann darüber entscheidet, welcher der jungen Männer die Tochter zuerst ausführen darf. Marcello mangelt es nicht an der zündenden Präsentidee, ihm fehlen schlicht die finanziellen Mittel - also beginnt er einen schwungvollen Tauschhandel, der ihn ans Ziel seiner Träume führen soll.

Marcello rennt los wie einst Tykwers "Lola", vorbei an bunten Häusern und durch kopfsteingepflasterte Winkelgassen, gibt Brautkleider für Zitronenlikör, lässt einen ewig krähenden Hahn den Besitzer wechseln, bringt den sitzengelassenen Papa mit der Frau seines Herzens zusammen und den Priester, einen militanten Rock'n'Roll-Gegner, fast um den Verstand. Die ersten 45 Minuten vergehen wie im Fluge, Jean-Pierre Jeunets "fabelhafte Welt der Amèlie" lässt grüßen, gerne schaut man dem schlauen Schlichten zwischenmenschlicher Problemchen zu und genießt dabei das mediterrane Flair. Dann erschöpft sich die reizvolle Ausgangsidee und übrig bleibt eine klassische Liebesgeschichte, die gewohnte Genremuster bedient. Dennoch folgt man Marcellos Schnitzeljagd gerne. Hinter jeder Ecke lauert eine neue Überraschung, sorgfältig sind die (fast durchwegs) skurrilen Figuren gezeichnet und mit Fiesling Armando Cesari (Alfio Alessi) gibt es auch einen Nebenbuhler, den man richtig schön hassen darf. Luftig-heiterer Herzschmerz - und die richtige Einstimmung für den nächsten Sommerurlaub in Bella Italia. geh.

Marcello, Marcello

Darsteller:  Francesco Mistichelli   als Marcello Romei
  Elena Cucci   als Elena Del Ponte
  Luigi Petrazzuolo   als Pasquale
  Alfio Alessi   als Armando Cesari
  Luca Sepe   als Diego
  Renato Scarpa   als Don Tommaso
  Antonio Pennarella   als Mariano Romei
  Mariano Rigillo   als Del Ponte
  Peppe Lanzetta   als Rozzani
  Roberto Bestazzoni   als Professor Pizzuti
  Rosa Masciopinto   als Bernardina Palmieri
  Teresa Del Vecchio   als Rosetta Palmieri
  Susy del Giudice   als Evangelina Di Meo
  Maria Pia Calzone   als Signora Lombardi
 
Regie:  Denis Rabaglia  
Drehbuch:  Mark David Hatwood  
  Denis Rabaglia  
Produzent:  Anne Walser  
Koproduzent:  Denis Rabaglia  
  Martin Hagemann  
Buchvorlage:  Mark David Hatwood  
Kamera:  Filip Zumbrunn  
Schnitt:  Claudio Di Mauro  
Musik:  Henning Lohner  
Produktionsdesign:  Marion Schramm  
Kostüme:  Pascale Suter  
Ton:  Tom Weber  
  Malte Zurbonsen  
Casting:  Claudio Grimaldi  

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