Das Liebespaar Manon Lescaut und Robert Desgrieux versucht in Marseille, auf ein Schiff zu gelangen, auf dem Juden illegal nach Palästina emigrieren. Während der Jahre der Besatzungszeit hatte Robert Manon trotz ihrer zahlreichen Affären und kriminellen Aktionen die Treue gehalten. Er tötet Manons Bruder, der sie ins Milieu und auf die schiefe Bahn gebracht hat. Als Manon und Robert tatsächlich in Palästina ankommen, kommt Manon während eines Marsches durch die Wüste an den Strapazen ums Leben.
Der in Frankreich berühmte Roman "Manon Lescaut" von Abbé Prévost (1731) wurde von Clouzot in die Jahre der Okkupation und der Nachkriegszeit verlegt und seinem pessimistischen Weltbild angepasst und kontrastiert reizvoll dem im Original angelegten Kampf zwischen Tugend und Leidenschaft und der Apotheose der Liebe im Tod. Der psychologische Realismus Clouzots verzichtet auf sympathieheischende Charaktere, bleibt distanziert und kühl. Manon wird von Cécile Aubry als reines Instinktwesen fern jeder Moral gespielt.
| Darsteller: | Cécile Aubry | als Manon Lescaut | |
|---|---|---|---|
| Michel Auclair | als Robert Dégrieux | ||
| Simon Reggiani | als Leon Lescaut | ||
| Raymond Souplex | als M. Paul | ||
| Gabrielle Dorziat | als Mme Agnès | ||
| Regie: | Henri-Georges Clouzot | ||
| Drehbuch: | Henri-Georges Clouzot | ||
| Jean Ferry | |||
| Produzent: | Paul-Edmont Decharme | ||
| Buchvorlage: | Abbé Prévost | ||
| Kamera: | Armand Thirard | ||
| Schnitt: | Monique Kirsanoff | ||
| Musik: | Paul Misraki | ||
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