Historisches Abenteuerepos über die Anfänge der modernen Evolutionsforschung Ende des 19. Jahrhunderts. http://images.kino.de/flbilder/max05/auto05/auto04/05040152/b150x150.jpg Man to Man

Filmdetails

Man to Man

Historisches Abenteuerepos über die Anfänge der modernen Evolutionsforschung Ende des 19. Jahrhunderts.


Man to Man

Drama

Frankreich/Südafrika/Großbritannien 2004

Joseph Fiennes
Kristin Scott Thomas
Iain Glen

Regie: Régis Wargnier

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Inhalt

Um 1870 verschifft der schottische Anthropologe Jamie Dodd ein Paar eines zentralafrikanischen Pygmäenvolks, in welchem er den "Missing Link", das biologische Verbindungsglied zwischen Affe und Mensch, gefunden zu haben glaubt, in seine Heimat. Während Wissenschaftlerkollegen das Paar als Untersuchungsgegenstand behandeln, setzt Jamie im Dienst der Menschlichkeit seine wissenschaftliche Karriere aufs Spiel.


Kritik

Man to Man

Zum Auftakt des Berlinale-Wettbewerbs 2005 präsentierte "Indochine"-Regisseur Régis Wargnier dieses historische Abenteuerepos über die Anfänge der modernen Evolutionsforschung. Das in Großbritannien und Südafrika gedrehte Wissenschaftsdrama ist vor allem ein eindringlicher Appell an die Menschlichkeit, den Wargnier gemeinsam mit Bestsellerautor William Boyd auch selbst verfasste.

Man to Man

Darsteller:  Joseph Fiennes   als Jamie Dodd
  Kristin Scott Thomas   als Elena van den Ende
  Iain Glen   als Alexander Auchinleck
  Hugh Bonneville   als Fraser McBride
  Lomama Boseki   als Toko Ambaka
  Cécile Bayiha   als Likola
  Flora Montgomery   als Abigail
  Ron Donachie   als Sir Walter Stephenson
  Peter Egan   als Gyllenhaal
  William McBain   als Angus
  Hubert Saint Macary   als Comte de Verchemont
  Mathew Zajac   als Hector Duncan
 
Regie:  Régis Wargnier  
Drehbuch:  William Boyd  
  Régis Wargnier  
Produzent:  Aïssa Djabri  
  Farid Lahouassa  
Koproduzent:  Steve Clark-Hall  
  Izidore Codron  
Ausf. Produzent:  Steve Clark Hall  
Kamera:  Laurent Dailland  
Schnitt:  Yann Malcor  
Musik:  Patrick Doyle  
Produktionsdesign:  Maria Djurkovic  
  Zack Grobler  
Kostüme:  Pierre-Yves Gayraud  
Ton:  Guillaume Sciama  
  Patrice Grisolet  
  François Groult  
  Herve Buirette  
Casting:  Celestia Fox  
  Nicolas Ronchi  
  Christa Schamberger  

Berlin reicht Afrika die Hand

Die diesjährige Berlinale richtet ihren Fokus auf Afrika, den viel beschworenen "vergessenen Kontinent".

Großansicht Die süßeste Jury seit es die Berlinale gibt: Franka Potente und Bai Ling (Foto: Kurt Krieger)

Die süßeste Jury seit es die Berlinale gibt: Franka Potente und Bai Ling (Foto: Kurt Krieger)

Eingeläutet wurde dies bereits am Donnerstag Abend: Die 55. Filmfestspiele in Berlin wurden diesmal nicht wie zuletzt häufig mit einer stargespickten US-Produktion eröffnet, sondern mit der Weltpremiere des Historienfilms "Man to Man" mit Joseph Fiennes ("Luther") und Kristin Scott Thomas.

Zum feierlichen Auftakt kamen etwa 2500 Gäste, in erster Linie Prominenz aus der hiesigen Film- und Politprominenz - von Heike Makatsch, Nina Hoss und Juliane Köhler, Wim Wenders, Wolfgang Becker und Starkameramann Michael Ballhaus bis zu den Bundesministern Renate Künast und Wolfgang Clement.

Die Hollywoodstars sind in diesem Jahr schwächer vertreten als sonst. Das hängt nicht zuletzt mit der zeitlichen Nähe der Oscarverleihung zusammen: Die meisten nominierten Filme laufen schon im Kino und sind damit vom Wettbewerb ausgeschlossen. Zudem rühren Leo DiCaprio und Clint Eastwood lieber in den USA die Werbetrommel für die Oscars.

Großansicht Die Stars des Eröffnungsfilms: Joseph Fiennes und Kristin Scott Thomas (Foto: Kurt Krieger)

Die Stars des Eröffnungsfilms: Joseph Fiennes und Kristin Scott Thomas (Foto: Kurt Krieger)

Keine Blitzlichter für Hollywood

Angereist waren Joseph Fiennes und Kristin Scott Thomas, die Stars aus "Man to Man". Sie wurden auch gebührend empfangen. Ein Oscar-Kandidat gab sich dennoch die Ehre: Der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel, nominiert für "Der Untergang", erschien gemeinsam mit seinem "Experiment"-Darsteller Moritz Bleibtreu.

Dass der deutsche Film derzeit nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland ein hohes Ansehen genießt, zeigte sich eindrucksvoll am Roten Teppich: Nicht Joseph Fiennes, sondern Moritz Bleibtreu sorgte für die größte Euphorie unter den Schaulustigen - kein schlechter Auftakt für eine Berlinale, die erneut mit starken deutschen Beiträgen aufwartet.

Großansicht Gut gelaunter Ex-Debütant und Jury-Chef: Roland Emmerich (Foto: Kurt Krieger)

Gut gelaunter Ex-Debütant und Jury-Chef: Roland Emmerich (Foto: Kurt Krieger)

Kauderwelsch mit Anke und Dieter

Im überschaubaren Pool der internationalen Gäste war Jerry Lewis ganz klar der Massenliebling und trieb seine Scherze mit Kamerateams und Fotografen. Der Starkomiker war am Vorabend in Berlin mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet worden und hatte seinen Berlin-Aufenthalt verlängert.

Die Gala wurde gewohnt charmant von Festivalchef Dieter Kosslick und Anke Engelke moderiert, die sich die Bälle zuwarfen und ab und zu durcheinander kamen, wer nun deutsch und wer englisch plaudern sollte. Man ist eben international.

Obwohl die Eröffnung überschattet wurde von der Nachricht, dass nur wenige Stunden zuvor der große französische Produzent Humbert Balsan verstorben war, verzichteten die Gala-Moderatoren nicht komplett auf Scherze. Balsan hätte sicherlich gewollt, dass man weitermache, erklärte Dieter Kosslick.

Großansicht Joseph Fiennes agiert in "Man to Man" anfangs als Kulturräuber (Foto: Skyline Films / Vertigo)

Joseph Fiennes agiert in "Man to Man" anfangs als Kulturräuber (Foto: Skyline Films / Vertigo)

Doch Nebenverdienste für Politiker

Amüsant war wie immer der Auftritt des regierenden Bürgermeisters von Berlin. Klaus Wowereit nützte die Gelegenheit um spaßhaft Gage für seinen Kurzauftritt in Dani Levys "Alles auf Zucker!" zu fordern - jetzt da der Film so erfolgreich laufe. Er sei natürlich auch bereit, die Gage zu spenden.

Für Glamour sorgte die internationale Wettbewerbsjury. Insbesondere die attraktive chinesische Schauspielerin Bai Ling hielt die Fotografen in Atem - mit einem gewagt geschnittenen Kleid und extravagant langen falschen Wimpern. Der sympathische Jurypräsident Roland Emmerich erzählte, wie er vor 21 Jahren seinen Hochschulabschlussfilm "Das Arche Noah-Prinzip" in Berlin vorgestellt hatte, und sich seit damals sein Publikum in zwei Lager spalte.

Großansicht Zivilcourage pur: Don Cheadle wurde für den Berlinale-Beitrag "Hotel Ruanda" zurecht für einen Oscar nominiert (Foto: Tobis)

Zivilcourage pur: Don Cheadle wurde für den Berlinale-Beitrag "Hotel Ruanda" zurecht für einen Oscar nominiert (Foto: Tobis)

Menschen sind keine Tiere

Nach den Begrüßungsreden stieß der Eröffnungsfilm "Man to Man" auf gemischte Reaktionen. Das Thema ist äußerst interessant und kontrovers: die Evolutionstheorie und die absurde "Rassenforschung" der europäischen Wissenschaftler im späten neunzehnten Jahrhundert.

Ein schottisches Forscherteam verschleppt zwei Menschen aus Zentralafrika, Angehörige eines seltenen Pygmäen-Stamms, die fortan zur Erforschung wie wilde Tiere in Käfigen gehalten werden. Denn das ehrgeizige Team sieht in ihnen den so genannten "Missing Link", der beweisen soll, dass der Mensch vom Affen abstammt. Endlich erkennt Jamie (Joseph Fiennes), dass auch die beiden "Wilden" sich in Sachen Intelligenz und Emotionen nicht von Europäern unterscheiden - eine Erkenntnis, die damals revolutionär war und die seine Forscherkollegen um keinen Preis an die Öffentlichkeit kommen lassen wollen.

Großansicht Der Wettbewerbsfilm "Sometimes in April" erzählt von zwei Brüdern, zwischen denen der Völkermord an den Tutsi in Ruanda steht (Foto: Kurt Krieger)

Der Wettbewerbsfilm "Sometimes in April" erzählt von zwei Brüdern, zwischen denen der Völkermord an den Tutsi in Ruanda steht (Foto: Kurt Krieger)

Zwei Dutzend Juwelen

Ein gesellschaftspolitisches Plädoyer mit den Themen der Annäherung an eine fremde Kultur, der Intoleranz und der eurozentrischen Haltung ist auch heute hochaktuell. Die filmische Umsetzung überzeugte jedoch nicht restlos, die Handlung nahm zum Teil unglaubwürdige und überflüssige Wendungen und die Geschichte drohte zeitweilige ins Kitschige abzugleiten.

Doch der Wettbewerb hat ja noch 24 weitere, viel versprechende Titel parat - darunter drei weitere Afrika-Themen: Mit "Hotel Ruanda" und "Sometimes in April" handeln gleich zwei Filme vom Bürgerkrieg in Ruanda. "U-Carmen e Khayelitsha" verlegt Bizets Carmen-Oper in die Townships von Kapstadt.

Afrika ist im Kommen in Berlin.

Star

Joseph Fiennes

Mit seiner Rolle des verliebten Barden William Shakespeare, der sich während der Arbeit an dem Stück "Romeo und Julia" in die...

Star

Kristin Scott Thomas

Sie ist die Frau für dezente, gehobene Melodramen. Dort kann sie ihre wertvollen Gefühle verstecken und erst nach und nach zum...

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    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

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