Auf Korsika wird nicht alle Tage ein Mensch ermordet. Wenn dies doch einmal der Fall ist, dann war es bestimmt kein Zufall. Und so erzählt 2003 ein Polizist im Ruhestand, genannt der "Engel", einem Autor, den er nur den "Neger" nennt, seine Memoiren, damit dieser die Biografie niederschreibt. Dabei erzählt er ihm auch, wie es zu dem Mord im Jahre 1998 kam.
Drei Jahre zuvor war der "Engel" vom ehemaligen Minister dazu beauftragt worden, ein Attentat zu organisieren. Das Opfer: ein leitender Staatsbeamter. Doch Ziel war es nicht, das Attentat wirklich auszuführen, sondern nur, der französischen Zentralregierung eine Botschaft zu senden und damit Angst und Schrecken zu verbreiten, um die herrschende Regierung zu stürzen. Der begeisterte Nationalist nimmt den Auftrag an und ist ebenso geschockt wie die Öffentlichkeit, als der Geheimdienst die Operation in einen echten Mord verwandelt. Als die an der Operation beteiligten Personen nacheinander ermordet werden, sieht auch der "Engel" sein Leben in Gefahr, und dieses Misstrauen verfolgt ihn bis in die Gegenwart.
Keine Autofahrt, ohne dass er zuerst das Auto auf Bomben untersucht, kein Moment, in dem er nicht bereit wäre, sich mit seiner Pistole zu verteidigen. Ob er und seine schöne junge Frau Milou, die ein Kind erwartet und nicht glücklich ist damit, dass ihr Mann bereit ist, für seine Heimat kaltblütig zu töten, wirklich in Gefahr sind, dafür gibt es keine Gewissheit. Auf jeden Fall scheinen nur wenige Tage für den "Neger" zu bleiben, um das, was das Testament des "Engels" sein könnte, auf Papier zu bringen.
"Main basse sur une île" beruht auf realen Begebenheiten auf Korsika, versucht aber nicht diese historisch zu beleuchten, sondern interpretiert die Wirklichkeit. Der Politthriller ist die spannende Leinwandadaption des Romans "Pur porc" von Jean-Paul Brighelli, der 2003 erschienen ist.
Der Regisseur Antoine Santana über den Film:
"Ich will in diesem Film nicht einfach Material aus den Nachrichten verarbeiten. Die darin beschriebenen Fakten sind zwar auf Korsika passiert, könnten aber auch überall anders passieren. In Frankreich, wie in allen anderen Ländern, finden wir diese Art der Manipulation und des Verrats im Namen des Staates."
Quelle: ARTE, www.arte.tv
| Darsteller: | François Berléand | als "Engel" | |
|---|---|---|---|
| Alexandre Steiger | als "Neger" | ||
| Héléna Soubeyrand | als Milou | ||
| Jean-Michel Portal | |||
| Bernard Blancan | |||
| Didier Ferrari | |||
| Hubert Saint Macary | |||
| Nicolas Pignon | |||
| Catherine Davenier | |||
| Lionel Tavera | |||
| Laurent Demianoff | |||
| Jean-Emmanuel Pagni | |||
| Regie: | Antoine Santana | ||
| Drehbuch: | Antoine Santana | ||
| Produzent: | Pascal Verroust | ||
| Buchvorlage: | Jean-Paul Brighelli | ||
| Kamera: | Patrick Ghiringhelli | ||
| Schnitt: | Nadine Verdier | ||
| Musik: | Olivier Daviaud | ||
| Kostüme: | Florence Sadaune | ||
| Ton: | Daniel Sobrino | ||
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