Vergnüglicher Familienspaß mit dem bizarren Charme einer Tim-Burton-Produktion. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz39/z0239188/b150x150.jpg Mäusejagd

Filmdetails

Mäusejagd

Vergnüglicher Familienspaß mit dem bizarren Charme einer Tim-Burton-Produktion.


Mäusejagd
Start: 26.03.1998

Originaltitel: Mouse Hunt

Komödie

USA 1997
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Nathan Lane
Lee Evans
Vicki Lewis

Regie: Gore Verbinski
Verleih: Paramount

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Ernie und Lars Smuntz erben von ihrem Vater eine Schnurfabrik. Weil sie ihm versprochen haben, sie nicht zu verkaufen, können sie sie nicht abstoßen. Durch widrige Umstände geraten Ernie und Lars in die verfallene Villa des Vaters, die sich als extrem wertvoll entpuppt. Bevor es zur Versteigerung kommen kann, müssen sich die Brüder noch des einzigen Bewohners entledigen: eine kleine, gewiefte Maus.


Kritik

Mäusejagd

Nach dem Actionthriller "The Peacemaker" und dem historischen Sklavereidrama "Amistad" ist die dritte Veröffentlichung aus dem Hause Dreamworks ein vergnüglicher Familienspaß mit dem bizarren Charme einer Tim-Burton-Produktion. Die beiden Topkomiker Nathan Lane ("The Birdcage") und Lee Evans ("Funny Bones") liefern sich als von Laurel und Hardy inspiriertes Bruderteam eine "Allein zu Haus"- Slapstickschlacht mit einer zum Äußersten bereiten Maus und balancieren ausgesprochen gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen dem Liebreiz einer Kinderkomödie und der Schrulligkeit eines Coen-Brüder-Spaßes.

Hier wird keineswegs platter Slapstick-Sadismus der Marke John Hughes geboten, sondern eher deutlich auf klassische Zeichentrick- und Komikerteam-Vorbilder zurückgegriffen. Das einfallsreiche Drehbuch von Adam Rifkin nimmt sich einige Zeit, die Opponenten - die Brüder Ernie (Lane) und Lars (Evans) Smuntz und einen extrem gewieften Nager - aufeinandertreffen zu lassen. Ernie und Lars haben von ihrem verstorbenen Vater (William Hickey in seiner letzten Rolle - seinem Andenken ist der Film gewidmet) eine Schnurfabrik (vielsagendes Motto: "Eine Welt ohne Zwirn ist Chaos") geerbt, die aussieht wie die Arbeitergaleere im Prolog von Monty Python's "Der Sinn des Lebens". Die Zeit scheint dort um die Jahrhundertwende stehen geblieben zu sein, doch ein Verkauf kommt zunächst nicht in Frage, denn am Sterbebett mußten Lars und Ernie ihrem Vater versprechen, sein Vermächtnis in Ehren zu halten. Die entfremdeten Brüder geraten durch widrige Umstände schließlich in eine Villa ihres Vaters, die sich mit dem gotischen Ambiente der "Addams Family"-Bleibe messen kann und als extrem wertvoll entpuppt. Aber sie haben nicht mit einer Maus gerechnet, die alles daran setzt, ihre Bleibe zu verteidigen und die Eindringlinge zu verjagen.

Die possierlich anzusehende Maus - der wahre Star des Films! - wird in erster Linie von mehreren echten Tierchen gespielt, nur für einige hervorragende Trickeffekte wurden die Tüftler von "Ein Schweinchen namens Babe" verpflichtet. Die animatronischen Kreaturen, der Nager und eine furchteinflößende Killerkatze, die "Re-Animator" entsprungen sein könnte, wurden von Stan Winston ("Jurassic Park") kreiert. Unter den menschlichen Figuren hat Christopher Walken als obsessiver Ex-Terminator, der sich in die Psychologie seines vierbeinigen Opfers hineinversetzt und dennoch den Kürzeren zieht, eindeutig den schrägsten Auftritt. In Szene gesetzt wurde der extrem stilisierte Spaß vom Newcomer Gore Verbinski, der sich bisher einen Namen mit seinen innovativen Werbespots (beispielsweise die Budweiser-Frösche) gemacht hat. Humor für alle Altersklassen - die quietschvergnügte Persönlichkeit der Maus und ihre akrobatischen Turnereien über Regale, Stromleitungen und durch Schächte wird Kindern umgehend ans Herz wachsen und einige Anzüglichkeiten und clevere Insiderwitze (der einstige "König der Löwen"-Sprecher Lane begrüßt Gäste einer Soirée mit "Hakuna Matata") für Erwachsene - garantiert ein solides Vergnügen mit individueller Note, das an der Kinokasse ebensowenig totzukriegen sein dürfte wie sein findiger Titelheld. ara.

Mäusejagd

Darsteller:  Nathan Lane   als Ernie Smuntz
  Lee Evans   als Lars Smuntz
  Vicki Lewis   als April Smuntz
  Maury Chaykin   als Alexander Falko
  Eric Christmas   als Anwalt
  Michael Jeter   als Quincy Thorpe
  Debra Christofferson   als Ingrid
  Camilla Soeberg   als Hilde
  Ian Abercrombie   als Auktionär
  Annabelle Gurwitch   als Roxanne Atkins
  Eric Poppick   als Bankier
  Ernie Sabella   als Maury
  William Hickey   als Rudolph Smuntz
  Christopher Walken   als Caesar
  Cliff Emmich   als Bürgermeister McKrinkle
  Leslie Upson   als Leslie Reinhart
 
Regie:  Gore Verbinski  
Drehbuch:  Adam Rifkin  
Produzent:  Alan Riche  
  Tony Ludwig  
  Bruce Cohen  
Koproduzent:  Bart Brown  
Ausf. Produzent:  Mark Johnson  
Kamera:  Phedon Papamichael  
Schnitt:  Craig Wood  
Musik:  Alan Silvestri  
Produktionsdesign:  Linda DeScenna  
Kostüme:  Jill M. Ohanneson  
Ton:  Keith A. Wester  

Star

Nathan Lane

* 03.02.1956

Star

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