Florian David Fitz
Maxim Mehmet
Til Schweiger
Regie: Simon Verhoeven
Verleih: Warner
Männerherzen in Berlin, die alle im Rhythmus der Liebe klopfen. Der schüchterne Günther sucht eine Frau fürs gemeinsame Leben, der erfolgreiche Niklas hat sie bereits ringtauglich erobert, der verträumte Philip ist geschockt von der bevorstehenden Vaterschaft und der selbstsichere Musikproduzent und Frauenheld Jerome von der Aussicht, Schlagerkönig Bruce auf Schmusekurs halten und betreuen zu müssen. Männer in Berlin, die ihren Platz im Leben, die Frauen an ihrer Seite und dabei auch sich selbst finden müssen.
Til Schweiger, Christian Ulmen und weitere Prachtexem-plare der Gattung Mann im Kampf um Glück, Liebe und ihren Platz im Leben: romantisch, komisch, stark!
Sie kämpfen, sie lieben, sie drehen durch: fünf Prototypen des "starken Geschlechts" versammelt Autor-Regisseur Simon Verhoeven im Berliner Studio Fitnessworld, auf der Jagd nach Muckis, wahrer Liebe und Erfüllung im Leben. Was es heute heißt, "ein Mann" zu sein, davon erzählt "Männerherzen" mit sympathischer Leichtigkeit, mit viel Witz und einem Hauch von Melancholie. Fünf Typen, die für unterschiedliche Temperamente, Persönlichkeiten und Lebensmodelle stehen. Da ist Philip (Maxim Mehmet), Modell chronischer Träumer auf der Flucht vor Verantwortung in Beruf und Beziehung, bis ihm Freundin Nina (Jana Pallaske) aus allen Wolken holt und sich als schwanger outet. Totalkontrast dazu ist Philips Kumpel Niklas (Florian David Fitz), Modell Erfolgsmensch mit Lebensplan, der unmittelbar vor der Ehe und dem Einzug ins Reihenhaus steht. Komplett aus der Bahn geworfen dagegen ist Roland, der nicht nur von seiner Frau, sondern auch von jeder Hoffnung auf neues Glück verlassen wurde. Daran glaubt Günther (Christian Ulmen), der schüchterne Katastrophen-Dater, mit ganzem Herzen. Auch wenn die liebenswerte Susanne (Nadja Uhl), für die es besonders heftig klopft, noch immer von ihrem verzweifelten Ex umworben wird. Über diesen verunsicherten Exemplaren der Gattung XY thront scheinbar Musikproduzent Jerome (Til Schweiger), der jede ins Bett kriegt, und der lernt, dass das nichts bedeutet. Im durchgeknallten Schlagerstar Bruce, der nonstop betreut werden will, findet er einen echten Freund. Justus von Dohnányi zieht als Sänger eine lustvolle Show ab, als Extra-Bonus für eine turbulente Komödie, die neben dem Zwerchfell ein Organ in den Mittelpunkt stellt, das bei der Beschreibung männlichen Verhaltens oft sträflich vernachlässigt wird: das Herz. Die Bestandsaufnahme zum Thema Männer 2009 - an diesem Film kommt keine(r) vorbei, ehrlich!
| Darsteller: | Florian David Fitz | als Niklas Michalke | |
|---|---|---|---|
| Maxim Mehmet | als Philip Henrion | ||
| Til Schweiger | als Jerome Ades | ||
| Nadja Uhl | als Susanne Feldberg | ||
| Christian Ulmen | als Günther | ||
| Jana Pallaske | als Nina | ||
| Wotan Wilke Möhring | als Roland Feldberg | ||
| Liane Forestieri | als Laura Sandner | ||
| Justus von Dohnanyi | als Bruce Berger | ||
| Bastian Pastewka | als Familienvater | ||
| Palina Rojinski | als Sabrina | ||
| Regie: | Simon Verhoeven | ||
| Drehbuch: | Simon Verhoeven | ||
| Produzent: | Quirin Berg | ||
| Max Wiedemann | |||
| Kamera: | Jo Heim | ||
| Schnitt: | Stefan Essl | ||
| Produktionsdesign: | Thomas Stammer | ||
| Kostüme: | Silke Faber | ||
| Casting: | Anja Dihrberg | ||
Schon jetzt steht fest: "Männerherzen 2" wird einer der Sommerhits 2011. Wir trafen Regisseur Simon Verhoeven mit seinen Stars Florian David Fitz und Justus von Dohnányi.
Im Gespräch zu "Männerherzen 2" (v.li.): Justus von Dohnányi, Regisseur Simon Verhoeven und Florian David Fitz (Foto: Warner)
Gute Nachricht, Herr Verhoeven: Bisher gibt es offenbar keinen einzigen Kritiker, der "Männerherzen 2" wirklich schlecht fand.
Verhoeven: Nein, wir haben sogar richtige Hymnen - was mich fast ein wenig verwundert. Ich glaube, es liegt daran, dass die Kritiker den ersten Teil auf sich wirken ließen und jetzt auch das Handwerk anerkennen. Das von allen Beteiligten, den Schauspieleren - eben allen. Ich denke, dass man dem Film anmerkt, dass viele sehr, sehr gute Leute sehr hart daran gearbeitet haben.
"Bester deutscher Film 2009" meets "Deutscher Filmpreis 2010 & 2011". Vor mir sitzt quasi das Dreamteam des Deutschen Films.
Fitz: (lacht) Zuviel der Ehre!
Verhoeven: Dem ist nichts hinzuzufügen
Aber wie soll 2012 das jetzt eigentlich toppen?
Fitz: Das muss es ja nicht immer getoppt werden. Wenn man immer alles toppen wollte, würde man ja eine Herzattacke bekommen. Ich glaube, wir sind alle relativ zufrieden, schöne Filme zu machen. Und wenn die Leute diese anschauen, ist es schon mehr als man erwarten kann.
Verhoeven: Man darf auch nicht vergessen, dass du auch Filme machst, die du zwar toll findest und die dich super interessieren - aber eben nicht das Potential zu einem Zuschauerhit haben. Das ist mit Männerherzen schon eine besondere Sache und ich glaube nicht, dass es einfach ist, das noch einmal zu wiederholen.
von Dohnányi: Vollkommen richtig: Aber es ist ja erst mal toll, einen Beruf gefunden haben, der einfach Spaß macht. Und wenn dann dazu kommt, dass man alle paar Jahre auch etwas macht, das dazu noch Anerkennung bringt und gut funktioniert, ist es klasse. Wir quälen uns nicht zur Arbeit.
Speziell Sie gaben sich aber ein Jahrzehnt mimisch eher sperrig mit unbequemen Rollen - doch die Dämme brechen mit Komödien. Muss man da als Schauspieler nicht tief seufzen?
von Dohnányi: Naja, es gibt tatsächlich auch beim Film Menschen, die nicht all zu viel Phantasie haben. Da wird man in erster Linie typbesetzt. Wenn man das aufbrechen möchte, braucht das seine Zeit - oder einen Anlass. Und dann hatte ich 2009 die Chance bei so einer schönen Komödie mitzumachen...
2010 war dann das Jahr des Florian David Fitz: Bambi, Bayerischen Filmpreis, Deutscher Filmpreis. Und jetzt ab nach L.A.?
Fitz: Nein, nein - um Gottes willen. Ich bin froh hier zu sein. Ich habe in Amerika studiert und mag das Land wahnsinnig gern. Aber ich find's schade, dass wir alle immer nach L.A. schielen - damit macht man sich selber ein bisschen klein. Man kann auch hier schöne Filme machen. Das ist ja meine Sprache, das ist mein Land.
Verhoeven: Und man sieht ja auch, was wir für herausragende Schauspieler haben. Nehmen wir einfach mal Justus oder Floh: Die können natürlich auf Hollywood-Niveau spielen, das ist keine Frage. Der Wunsch wäre eben, in Deutschland Projekt von ähnlicher Drehbuch-Qualität zu haben.
Fitz: Aber dazu müsstest du die Leute mehr ins Kino kriegen, so wie in anderen Ländern. Dann hätten wir viel mehr Optionen und auch mehr Geld - und könnten noch bessere Filme machen.
Verhoeven: Aber von Tiefe, Talent und Handwerk sind in Deutschland die besten Schauspieler der Welt zu Hause - und das meine ich ernst.
Awards für "Männerherzen", "Männerherzen 2" ein Riesenerfolg - wird's einem bei der Beschleunigung als Regisseur nicht schwindelig?
Verhoeven: Ich habe ja lange Luft geholt dafür. Ich habe sechs Jahre überhaupt keinen Film gemacht. Mir sind sämtliche Projekte geplatzt - in der Finanzierung oder schon in der Drehbuchphase. Und dann hat man natürlich viel aufgestaute Energie. Jetzt weiß ich es sehr zu schätzen und kann es genießen, was passiert: einen Publikumshit zu machen und gleichzeitig positive Resonanz bei den Kritikern zu haben. Aber ich weiß, dass es auch ganz anders laufen kann.
Der Erwartungsdruck bei kommenden Projekten wächst jetzt natürlich.
Verhoeven: Nicht von meiner Seite
Aber von Seiten der Studios
Verhoeven: Die Studios wollen natürlich, dass ich immer wieder Männerherzen mache. Das ist eine rein wirtschaftliche Überlegung - die würden sich wünschen, dass ich jetzt Männerherzen 3 bis 12 mache. Aber ich kann nur machen, was mich wahnsinnig interessiert - und mit "Männerherzen", das war's jetzt für mich.
Also kein "Männerherzen 3 - noch herzlicher"?
Verhoeven: Für mich nicht. Die Geschichte ist auch rund auserzählt - und man soll die Party verlassen, wenn's am schönsten ist. Das sagt übrigens auch Bruce Berger im ersten Film.
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