Originaltitel: Allt Flyter
Deutschland/Schweden 2009
Jonas Inde
Amanda Davin
Andreas Rothlin-Svensson
Regie: Måns Herngren
Verleih: Pandora
Der Journalist Fredrik hat Job und Ehefrau verloren. Während die in London Karriere macht, nimmt er gegen einen Obolus die pubertierende und widerspenstige Tochter in seine Obhut. Nachdem die Zukunft seines Hockeyteams düster aussieht, kommt er bei einer Junggesellenparty auf die Schnapsidee, es mit Synchronschwimmen zu versuchen. Mit seiner Tochter als Coach beginnen er und seine Kumpels vom Hockey tatsächlich mit dem Training in einer baufälligen Schwimmhalle und melden sich bei der ersten männlichen Synchronschwimm-WM seit 100 Jahren in Berlin an.

Schwedischer geht's nicht: Charmante Komödie über Männer auf Selbstfindungskurs ausgerechnet beim Damensport Synchronschwimmen.
Was machen Männer in der Midlife-Crisis? Sie schmücken sich mit jungen Frauen, trinken sich mit Kumpels den Bauch schön oder rackern ihn schwitzend im Fitness-Center ab. Nichts dergleichen in dieser schwedischen Komödie für Fortgeschrittene.
Der Journalist Fredrik hat Job und Ehefrau verloren. Während die in London Karriere macht, nimmt er gegen einen Obulus die pubertierende und widerspenstige Tochter in Obhut. Nachdem die Zukunft seines Hockeyteams düster aussieht, kommt er bei einer Junggesellenparty auf die Schnapsidee, es mit Synchronschwimmen zu versuchen. Eine harte Prozedur für die Sportsfreunde im ungewohnt nassen Element. Aber mit Hilfe des taffen Töchterleins als Coach geht die männliche Truppe nicht nur auf Emanzipations-, sondern auch auf Erfolgskurs. "Go for Gold" heißt ihr Schlachtruf und sie melden sich bei der ersten männlichen Synchronschwimm-WM seit 100 Jahren in Berlin an.
Statt auf Klamauk zu setzen, was einfach gewesen wäre, lässt Mans Herngren seine Helden sich durch Dick und Dünn, private und berufliche Zwänge kämpfen, Ähnlichkeiten mit Peter Cattaneos Working-Class-Heroes in "Ganz oder gar nicht" sind nicht zufällig, sondern Inspiration. Die nicht mehr ganz knackigen Kerle trainieren in einer baufälligen Schwimmhalle und teilen sich das Becken mit Hardcore-Tauchern, treten beim Stockholmer Gay-Pride Wochenende auf und müssen sich mit ihrer verdrängten Homophobie auseinandersetzen und dem tradierten männlichen Rollenverständnis, das ständig durch die Realität untergraben wird. Nicht nur dass ausgerechnet ein Mädchen für Ordnung im Chaos sorgt, piekt das Selbstbewusstsein, auch dass sie keinen Hallenplatz kriegen, weil sie keine Kinder haben, weder weiblich noch behindert sind, gibt ihnen das Gefühl von Zweitrangigkeit. Das ist nur einer der vielen Hiebe auf das Gutmensch-Schweden.
Die Stärke der tragikomischen Underdog-Comedy liegt in der spielerischen Gegenüberstellung von Gegensätzen und der Balance zwischen Drama und Realsatire, in der "Normalität" der Darsteller. Wie die wasserscheuen Gestalten Anmut lernen und ihre feminine Seite entdecken, "Weiberkram" akzeptieren und sich in roten Badeanzügen verrenken, strapaziert die Lachmuskeln. Die liebenswerten Loser werden zwar ins kalte Wasser geworfen, gehen aber nie baden. Und das macht dieses Feel-Good-Movie so sympathisch. mk.
| Darsteller: | Jonas Inde | als Fredrik | |
|---|---|---|---|
| Amanda Davin | als Sara | ||
| Andreas Rothlin-Svensson | als Charles | ||
| Jimmy Lindström | als Larry | ||
| Peter Gardiner | als Victor | ||
| Benny Haag | als Peter | ||
| Shebly Niavarani | als Kjelle | ||
| Kalle Westerdahl | als Markus | ||
| Henrik Svalander | als Bobo | ||
| Ossi Niskala | als Jarmo | ||
| Paula McManus | als Lotta | ||
| Maria Langhammer | als Lillemor | ||
| Danilo Bejarano | als Badvakten | ||
| Dietrich Hollinderbäumer | als Volker | ||
| Jan Henrik Stahlberg | als Karl | ||
| Regie: | Måns Herngren | ||
| Drehbuch: | Jane Magnusson | ||
| Måns Herngren | |||
| Produzent: | Rebecka Hamberger | ||
| Koproduzent: | Maria Köpf | ||
| Lone Korslund | |||
| Gunnar Carlsson | |||
| Martina Lundström | |||
| Åke Lundström | |||
| Ausf. Produzent: | Patrick Ryborn | ||
| Kamera: | Henrik Stenberg | ||
| Produktionsdesign: | Michael Varhilyi | ||
| Kostüme: | Jaana Fomin | ||
| Maske: | Sara Klänge | ||
| Ton: | Patrik Stromdahl | ||
| Casting: | Imor Hermann | ||
Jan Henrik Stahlberg durchlief eine Schauspielausbildung bei Ruth von Zerboni in München und am Institut des Arts de Diffusion...
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