Originaltitel: The Men Who Stare at Goats
USA 2009
George Clooney
Ewan McGregor
Jeff Bridges
Regie: Grant Heslov
Verleih: Studiocanal
Bei Recherchen erfährt der britische Journalist Bob Wilton von einer in den Achtzigerjahren gegründeten Spezialeinheit der US Army, deren Mitglieder gelernt haben sollen, mit bloßen Blicken Tiere töten zu können. Der Beste von ihnen war ein gewisser Lyn Cassady, auf den Wilton zufällig 2003 in Kuwait City stößt. Cassady ist aus dem Ruhestand geholt worden, um in einer streng geheimen Sondermission Jagd auf Terroristen zu machen. Gemeinsam machen sich die beiden Männer auf den Weg in die Wüste - und mitten hinein ins Abenteuer.

Schwarzhumorige Militärsatire mit George Clooney als modernem Jedi-Ritter, der glaubt, Feinde durch bloße Blicke töten zu können.
Eines steht fest: Das Personal dieser Farce ist durchgeknallt, sympathisch und jenseits von Gut und Böse. Lose nach Jon Ronsons Bestseller lässt Grant Heslov in seinem zweiten Film als Regisseur die Puppen, sprich: die Männer tanzen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Jeff Bridges als kerniger Hippie-Kommandant mit Indianerzopf und esoterischen Ambitionen macht seine steifen Uniformträger in der New Earth Army durch wilde Tänze locker und hält viel von Bewusstsein erweiternden Kräutern oder einer Prise LSD, die er schon mal heimlich ins Trinkwasser schüttet.
Reporter Bob Wilson (Ewan McGregor), der eigentlich nur über die "Psychic Spies" in den Achtzigerjahren recherchieren wollte, eine Geheimwaffe der Regierung, Männer, die mit Blicken Tiere töten, Gedanken der Feinde lesen und durch Wände schreiten sollten oder konnten, stößt auf den zwielichtigen Gesellen Lyn Cassady (George Clooney), der Beste seines Fachs. Der Jedi-Ritter on a mission treibt sich in der Wüste von Kuwait herum und nimmt den armen Stubenhocker mit auf einen wahnsinnigen Abenteuertrip, der aus ihm einen richtigen Mann und Jedi-Anwärter macht. Wenn mal ein paar gefährliche Terroristen oder andere unangenehme Gestalten auftauchen, das Duo entführt und mit Gewehren bedroht wird, setzt Cassady seine übernatürlichen Fähigkeiten ein und übt zwischen zwei Nerven zerreißenden Aktionen ganz entspannt im Hier und Jetzt den Sonnengruß auf dem Autodach. Dass er das Auto am einzigen Steinblock im Sandmeer zu Schrott fährt, versteht sich von selbst. Über 20 Jahre vor und zurück geht es durch die Geschichte der Army, einem Haufen Verrückter, der sich Love and Peace verschreibt und mit sanftem Blick Blümchen verteilt.
Die köstliche Persiflage auf Militär und Geheimdienst scheut zwar vor kruden Albernheiten nicht zurück, weckt aber gleichzeitig Assoziationen an Robert Altmans Wunderwerk "M.A.S.H." aus dem Jahre 1970 oder Mike Nichols ultimativer Militärgroteske "Catch-22". Jeder nimmt jeden und sich selbst auf die Schippe, Institutionen und Autoritäten sowieso, ein fulminanter Abgesang auf alle Heiligen Kühe der US-Force. Und das Allerkomischste an der Story: Sie ist nicht erfunden, sondern basiert auf Fakten. Die seltsamen Spezialeinheiten gab es wirklich. Die Figuren sind überzeichnet, aber nie Karrikaturen. Vielmehr bilden Clooney, Bridges, McGregor und Kevin Spacey als Verräter in großer Spielfreude ein tolles Trüppchen, das es krachen lässt und keinen Unsinn auslässt, immer neue humoristische Gipfel erklimmt. Es darf gelacht werden, aus vollem Herzen. mk.
| Darsteller: | George Clooney | als Lyn Cassady | |
|---|---|---|---|
| Ewan McGregor | als Bob Wilton | ||
| Jeff Bridges | als Bill Django | ||
| Kevin Spacey | als Larry Hooper | ||
| Stephen Lang | als Brigade General Dean Hopgood | ||
| Robert Patrick | als Todd Nixon | ||
| Waleed Zuaiter | als Mahmud Daash | ||
| Stephen Root | als Gus Lacey | ||
| Glenn Morshower | als Generalmajor Holtz | ||
| Nick Offerman | als Scotty Mercer | ||
| Tim Griffin | als Tim Kootz | ||
| Rebecca Mader | als Debora Wilton | ||
| Regie: | Grant Heslov | ||
| Drehbuch: | Peter Straughan | ||
| Produzent: | Grant Heslov | ||
| George Clooney | |||
| Paul Lister | |||
| Ausf. Produzent: | Barbara A. Hall | ||
| Buchvorlage: | Jon Ronson | ||
| Kamera: | Robert Elswit | ||
| Schnitt: | Tatiana S. Riegel | ||
| Musik: | Rolfe Kent | ||
| Produktionsdesign: | Sharon Seymour | ||
| Kostüme: | Louise Frogley | ||
| Casting: | Patricia Alonso | ||
Die Handlanger Adolf Hitlers waren in den Wirren des Zweiten Weltkriegs skrupellos und effizient. Systematisch plünderten Nazis die Schatzkammern der eroberten Länder und horteten die Pretiosen an geheimen Orten. George Clooney begibt sich in seinem neuen Thriller auf die Suche nach der Beutekunst.
Sie nahmen mit, was nicht niet- und nagelfest war: Gezielt raubten Nazis während des Zweiten Weltkriegs einzigartige Kunstgegenstände, Geschmeide, Gold und Geld. Ein Teil der wertvollen Beute fiel den Siegermächten bei Kriegsende automatisch in die Hände. Um auch die verschollenen, gut versteckten Gegenstände aufzustöbern, wurde von der US-Regierung ein Trupp von Spezialisten aufgestellt. Die Kunstkenner machten sich erfolgreich ans Werk. Dank akribischer Nachforschungen gelang es ihnen, verloren geglaubte Schätze aufzuspüren und braune Profiteure dingfest zu machen.
George Clooney hat das nervenaufreibende Thema für sich entdeckt und plant daraus einen Thriller zu machen. Basieren soll das Leinwandabenteuer "The Monuments Men" auf Robert M. Edsel's Buch "The Monuments Men: Allied Heroes, Nazi Thieves, and the Greatest Treasure Hunt in History".
Clooney wird neben der Regie von "The Monuments Men" auch die Hauptrolle übernehmen und neben Grant Heslov als Co-Drehbuchautor fungieren. Der Star aus "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" sieht darin keinen Independant Film. Vielmehr will er damit richtig auf den Putz hauen und ein großes Budget für die Dreharbeiten beschaffen:"Es ist ein spaßiger Film, weil er große Unterhaltung sein kann. Wir sprechen über ein großes Budget. Du kannst ihn nicht klein positionieren."
Zusammen mit Partner Heslov war Clooney auf der Suche nach einem geeigneten Stoff. Mit "The Monuments Men" sind die beiden nun fündig geworden: "Als wir uns entschlossen, einen kommerziellen Film zu drehen, dachten wir 'Lass' uns etwas machen, das verspricht Spaß zu machen und obendrein eine Aussage hat'", erläutert Clooney die Wahl des Filmstoffs. Für Clooney und Heslov ist es nicht die erste Zusammenarbeit.
Das Duo hat bereits mit "The Ides of March - Tage des Verrats", "Good Night, and Good Luck" und " Männer, die auf Ziegen starren" große Erfolge eingefahren. Die Erfolgsgeschichte dürfte mit "The Monuments Men" um ein Kapitel erweitert werden.
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