Heiter-hintergründige Familiengeschichte all'italiana über die Liebe zu Pasta, Frauen und Männern, über große Geheimnisse und kleine Rebellion. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto20/10200186/b150x150.jpg Männer al dente

Filmdetails

Männer al dente

Heiter-hintergründige Familiengeschichte all'italiana über die Liebe zu Pasta, Frauen und Männern, über große Geheimnisse und kleine Rebellion.


Männer al dente
Start: 15.07.2010

Originaltitel: Mine vaganti

Komödie / Drama

Italien 2010
Laufzeit: 112 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Riccardo Scamarcio
Nicole Grimaudo
Alessandro Preziosi

Regie: Ferzan Ozpetek
Verleih: Prokino (Fox)

Videoplayer wird geladen ...

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(1 Bewertung)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Tommaso, der jüngste Sproß der Cantones, die seit Generationen eine Pasta-Fabrik betreiben, will partout nicht ins Familienunternehmen einsteigen. Beim abendlichen Familienschmaus will er dem Vater erklären, dass er Schriftsteller werden will und schwul ist. Das sollte zum Rausschmiss reichen. Doch sein älterer Bruder kommt ihm mit der Enthüllung eines eigenen pikanten Geheimnisses zuvor und wird statt seiner aus dem Haus gejagt. Durch den Herzinfarkt des Papas muss Tommaso doch den Firmenchef mimen, der Freund in Rom und die ersehnte Freiheit rücken in weite Ferne.


Kritik

Männer al dente

Heiter-hintergründige Familiengeschichte all'italiana über die Liebe zu Pasta, Frauen und Männern, über große Geheimnisse und kleine Rebellion.

Die italienische Familie, eine Institution an der nicht gerüttelt wird, auch wenn neuere Filme manchmal die feinen Haarrisse im traditionellen Verbund zeigen. Immer geht es um viel Gefühl in den neueren Familiengeschichten aus Bella Italia, um den Zusammenhalt in Giuseppe Tornatores "Baarìa", um Chaos in Gabriele Salvatores "Happy Family", Versöhnung in Paolo Virzis "La prima cosa bella" oder um Familie als Gefängnis und soziales Netz wie in Pupi Avatis "Il figlio più piccolo".

Als Gefängnis empfindet auch Tommaso, der jüngste Sproß der Cantones, die seit Generationen eine Pasta-Fabrik betreiben, seine Sippschaft. Er will nicht in das Familienunternehmen einsteigen und deshalb am Abend beim festlichen Familienschmaus erklären, dass er nicht Wirtschafts- sondern Sprachwissenschaften in Rom studiert hat, Schriftsteller werden will und außerdem schwul ist. Das sollte zum Rausschmiss durch den düpierten Pater Familias reichen, um dann ohne lästige Mischpoke ein eigenes Leben zu führen. Doch sein älterer Bruder kommt ihm mit der Enthüllung eines eigenen pikanten Geheimnisses zuvor und wird statt seiner aus dem Haus gejagt. Durch den Herzinfarkt des Papas muss der jüngere Filius plötzlich den Firmenchef mimen, der Freund in Rom und die ersehnte Freiheit rücken erst einmal in weite Ferne.

Die Geschichte könnte sich zur persönlichen Tragödie auswachsen, aber Ferzan Ozpetek macht aus den unmöglichen Konstellationen eine köstliche Farce, schaut hinter die Fassade von Großbürgerlichkeit, wo die Tante aus Frust löffelweise Cinzano als Hustensaft schlürft, der Vater sich von der Geliebten trösten lässt, die Großmutter den falschen Mann heiratete, nur um dessen Bruder nahe zu sein, und am Ende durch ihren Tod alles wieder ins Lot bringt. Trotz kruder Komik, vor allem, wenn knackige Kerle aus Rom die schläfrige Provinz aufmischen, behandelt der aus der Türkei stammende Wahlrömer sensibel und kraftvoll die Fragilität von Eltern-Kind-Beziehungen, die Schwierigkeit, aus den normierten Mustern auszubrechen und den Begriff Normalität neu zu definieren, den anderen als eigenständige Person zu akzeptieren. Er lässt dabei autobiografische Züge einfließen. Im sanften Licht Süditaliens werden scharfe Kanten entschärft, der alltägliche Wahn gefeiert und nach emotionalen Ausbrüchen Probleme charmant gelöst. Nicht wie im richtigen Leben, sondern als comédie humaine - wunderbar unterhaltsam und mit der nötigen Dosis Verrücktheit. mk.

Männer al dente

Darsteller:  Riccardo Scamarcio   als Tommaso
  Nicole Grimaudo   als Alba
  Alessandro Preziosi   als Antonio
  Ennio Fantastichini   als Vincenzo
  Lunetta Savino   als Stefania
  Ilaria Occhini   als Großmutter
  Carolina Crescentini   als Großmutter als junge Frau
  Elena Sofia Ricci   als Tante Luciana
  Bianca Nappi   als Elena
  Massimiliano Gallo   als Salvatore
  Carmine Recano   als Marco
  Daniele Pecci   als Andrea
  Gianluca De Marchi   als Davide
  Mauro Bonaffini   als Massimiliano
  Paola Minaccioni   als Teresa
  Emanuela Gabrieli   als Giovanna
  Gea Martire   als Patrizia
  Giorgio Marchesi   als Nicola
  Matteo Taranto   als Domenico
  Giancarlo Monticelli   als Raffaele Brunetti
  Crescenza Guarnieri   als Antonietta
 
Regie:  Ferzan Ozpetek  
Drehbuch:  Ferzan Ozpetek  
  Ivan Cotroneo  
Ausf. Produzent:  Domenico Procacci  
Kamera:  Maurizio Calvesi  
Schnitt:  Patrizio Marone  
Musik:  Pasquale Catalano  
Produktionsdesign:  Andrea Crisanti  
Kostüme:  Alessandro Lai  
Ton:  Marco Grillo  

Top-Filme der Woche

 

kino.de kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Große Preview zu Martin Scorseses "Hugo Cabret"!

Zum Magazin

Das interaktive Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.