Magaly Solier
Carlos De la Torre
Yiliana Chong
Regie: Claudia Llosa
Verleih: Kairos
In einem kleinen Andendörfchen ohne Telefonverbindung, Arzt und Polizeistation wird einmal im Jahr der Heiland vom Kreuz genommen und erst drei Tage später wieder aufgehängt. In dieser Zeit, in der der liebe Gott nicht mitbekommt, was seine Schäfchen so an Sünden fabrizieren, fließt der Alkohol in Strömen, werden Kinder gezeugt und Rechnungen beglichen, und so manches Leben erhält eine neue Perspektive. Für Madeinusa (Magaly Solier), die Tochter des Gemeindepräsidenten (Juan Ubaldo Huamán), heißt das Ziel in diesem Jahr: Nichts wie weg, bevor der Alte sie schwängert.
Brillante Kameraarbeit und beachtliche Leistungen eines größtenteils aus Laien rekrutierten Darstellerensembles finden sich in einem hübsch ruppigen Ethnodrama der peruanischen Regisseurin Claudia Llosa zusammen.

Claudia Llosa rückt in ihrem Filmdebüt die krassen Gegensätze in den Fokus, denen ihre junge Protagonistin ausgesetzt ist. Nicht nur zwischen Moderne und Tradition, auch zwischen indigenen Stammesritualen und dem von den Spaniern eingeführten Katholizismus hin und her gerissen, entwickelt sich die zurückhaltend fotografierte Doku-Fiction zu einer wuchten Cross-Culture-Erfahrung.
| Darsteller: | Magaly Solier | als Madeinusa | |
|---|---|---|---|
| Carlos De la Torre | als Salvador | ||
| Yiliana Chong | als Chale | ||
| Juan Ubaldo Huamán | als Cayo | ||
| Regie: | Claudia Llosa | ||
| Drehbuch: | Claudia Llosa | ||
| Produzent: | Antonio Chavarrías | ||
| Claudia Llosa | |||
| José María Morales | |||
| Kamera: | Raul Perez Ureta | ||
| Schnitt: | Ernesto Blasi | ||
| Kostüme: | Leslie Hinojosa Cortijo | ||
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