Danny Trejo
Steven Seagal
Michelle Rodriguez
Regie: Ethan Maniquis, ...
Verleih: Sony Pictures
Die Familie von Machete fällt dem Kampf gegen Drogenboss Torrez zum Opfer. Machete sinnt zwar auf Rache, doch flüchtet er zunächst nach Texas. Dort werden ihm 150.000 Dollar geboten, wenn er den rassistischen Senator McLaughlin umbringt. Doch das Angebot ist eine Falle. McLaughlin, der den Anschlag für seine Wiederwahl nutzt, überlebt, und Machete befindet sich fortan auf der Flucht vor der Polizei, McLaughlins Schergen und der Mafia. Zum Glück erhält er Unterstützung von der Immigrations-Untergrundkämpferin Luz, der Immigrations-Agentin Sartana und seinem alten Freund Padre.

"Sin City"-Macher Robert Rodriguez serviert mit dem messerscharfen Mexploitation-Thriller ein nostalgisches Genregebräu aus Rache, Gewalt, Sex, Drogen und Galgenhumor.
Die Figur des von Rache angetriebenen ehemaligen mexikanischen Federale-Agenten Machete (perfekt verkörpert von Rodriguez-Regular Danny Trejo) absolvierte gewissermaßen bereits mehrere Leinwandauftritte. So tauchte Trejo bereits in der "Spy Kids"-Reihe unter demselben Namen auf. Doch es war der gleichnamige Trailer im Rodriguez/Quentin Tarantino-Projekt "Grindhouse" (2007), der dem Genrepublikum Lust auf den rasenden Rächer mit Oneliner-Qualitäten machte. Dabei kam Rodriguez die Idee für den Charakter bereits vor 15 Jahren, während der Dreharbeiten zu "Desperado" - stets mit Trejo im Sinn für die Titelrolle.
Per Drehbuch von Rodriguez und seinem Cousin Alvarado Rodriguez verwickelt sich der Federale Machete in einen persönlichen Krieg mit dem Drogenboss Torrez (ein aufgeschwemmter Steven Seagal), was zum brutalen Mord seiner Familie führt. Daraufhin flüchtet Machete nach Texas, wo ihm 150.000 Dollar geboten werden, um den Senator McLaughlin (Robert DeNiro als besonders unlauterer Politker mit Vorliebe für Menschenjagd) umzubringen. Natürlich handelt es sich dabei um ein abgekartetes Spiel, bei dem Machete als Negativfigur für alle Immigranten stehen und dem rassistischen Senator damit zur Wiederwahl verhelfen soll. McLaughlin überlebt folglich und Machete befindet sich nun auf der Flucht vor der Polizei und McLaughlins Schergen (darunter Jeff Fahey als seine rechte Hand, dessen verluderte Tochter von keiner Geringeren als der mehrfach textilfreien Lindsey Lohan gemimt wird). Zum Glück erhält der Gejagte Unterstürzung von der Immigrations-Untergrundskämpferin Luz ("Fast and Furious"-Braut Michelle Rodriguez ist voll in ihrem Action-Element), der Immigrations-Agentin Sartana (Jessica Alba, wie immer hübsch anzusehen) und seinem alten Freund Padre (Cheech Marin). Beim finalen Shootout wird dann mit Feuerpower, Explosionen und Nahkampf-Gemetzel sowohl in die Action- als auch Splatter-Vollen gegriffen.
Stilistisch orientiert sich Rodriguez (der in Zusammenarbeit mit Ethan Maniquis inszenierte) nicht nur an klassischen Genrevorbildern wie "Shaft" oder "Coffy - Die Raubkatze", sondern auch an seine eigenen frühen Filmen, in denen religiöser Symbolismus eine prominente Rolle einnimmt. Eine Abweichung von der Norm besteht darin, dass der Film zugleich als Podium dient ausgiebig und ausführlich gegen die aktuelle Immigrationspolitik zu wettern. Dies nimmt dem allgemeinen Over-The-Top-Ton manchmal etwas den Wind aus den Segeln, doch eimerweise Blood, Guts & Gore garniert mit nackten Brüsten und schrägem Humor werden beim Genrepublikum auf durchschneidenden Erfolg stoßen. ara.
| Darsteller: | Danny Trejo | als Machete | |
|---|---|---|---|
| Steven Seagal | als Torrez | ||
| Michelle Rodriguez | als Luz | ||
| Jeff Fahey | als Booth | ||
| Richard "Cheech" Marin | als Pater | ||
| Don Johnson | als Von | ||
| Jessica Alba | als Sartana | ||
| Robert De Niro | als Senator McLaughlin | ||
| Shea Whigham | als Scharfschütze | ||
| Lindsay Lohan | als April | ||
| Regie: | Ethan Maniquis | ||
| Robert Rodriguez | |||
| Drehbuch: | Robert Rodriguez | ||
| Álvaro Rodriguez | |||
| Produzent: | Quentin Tarantino | ||
| Elisabeth Avellán | |||
| Aaron Kaufman | |||
| Robert Rodriguez | |||
| Rick Schwartz | |||
| Kamera: | Jim Lindsey | ||
| Schnitt: | Robert Rodriguez | ||
| Musik: | Chingon | ||
| Produktionsdesign: | Christopher Stull | ||
| Kostüme: | Nina Proctor | ||
| Casting: | Mary Vernieu | ||
Eine neue Tonbandaufnahme mit einer derben Hasskanonade hat Mel Gibson erneut in die Schlagzeilen gebracht. Doch auch die Entscheidung von "Spy Kids 4D"-Macher Robert Rodriguez, Hollywoods Bad Boy für "Machete Kills" zu verpflichten, liefert Zündstoff.
Könnte ihn "Machete Kills" durchdrehen, ohne Konsequenzen zu befürchten: Mel Gibson (Foto: Kurt Krieger)
Mit dem Splatter-Trash "Machete" und Danny Trejo in der Titelrolle als klingenschwingender Ex-Knacki, der quasi im Alleingang eine mexikanische Drogengang zur Strecke bringt, gelang Robert Rodriguez (demnächst mit "Spy Kids 4D" im Kino) ein unterhaltsamer Überraschungserfolg.
Der zweite Teil "Machete Kills" ist in Arbeit und nimmt langsam Formen an. Neben "Machete"-Star Danny Trejo und Michelle Rodriguez spekuliert Regisseur Rodriguez mit der Verpflichtung eines weiteren harten Knochens. Mel Gibson steht auf der Wunschliste des US-Regisseurs ganz oben. Referenzen kann Gibson mittlerweile auf wie abseits der Leinwand zur Genüge aufweisen.
So kam Mel immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Sei es wegen Trunkenheit am Steuer, Beleidigung jüdischer Filmleute oder dem filmreifen Scheidungskrieg mit seiner Ex-Flamme Oksana inklusive Ohrfeigen und Morddrohungen per Telefon.
Gerade leistete sich Mel eine neue Eskapade: Ebenfalls telefonisch machte er lautstark seinem Unmut wegen einer vergeigten Zusammenarbeit mit dem jüdischen Drehbuchautoren Joe Eszterhas Luft. Da erweckt es fast den Anschein, als wirkte die Serie von Ausrastern auf Robert Rodriguez wie eine Art Bewerbungsschreiben für "Machete Kills". Schließlich sieht seine Filmfigur auch des Öfteren rot.
Sollten beide zueinander finden, wäre das sicher wie ein kleiner Karriereturbo für Mad Mel. Schließlich ist seine Leinwand-Laufbahn in der letzten Zeit ziemlich ins Stocken geraten. So fand sein letztes Werk "How I Spent My Summer Vacation" nicht den Weg in die Kinos und landete direkt im Heimkino.
Rodriguez plagen derweil luxuriösere Probleme. Er würde gerne "Machete Kills" im Alleingang drehen. "Momentan führe ich alleine Regie", bestätigt der Filmemacher. Sollte es jedoch zu einer Überschneidung mit dem Dreh von "Sin City 2" kommen, müsste Rodriguez das Ruder notgedrungen aus der Hand geben.
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