Joseph Fiennes
Alfred Molina
Jonathan Firth
Regie: Eric Till
Verleih: NFP (UIP)
Ein Nahtoderlebnis reißt im Jahre 1505 den Studenten Martin Luther (Joseph Fiennes) aus seinem bis dato eher von Müßiggang geprägten Alltag und treibt ihn in die aufnahmebereiten Arme der katholischen Klosterkirche. Schon bald stoßen dort dem kritischen Geist Diskrepanzen zwischen Wort und Wirklichkeit auf. Besonders den grassierenden Ablasshandel nimmt er ins Visier, als er seine 95 Thesen als Protest an die Wittenberger Schlosskirche nagelt. Als der Papst den Ketzer nachdrücklich um Widerruf ersucht, bleibt Luther standhaft. Er wird für vogelfrei erklärt, muss fliehen, und erarbeitet in der Enklave zur Wartburg die erste deutschsprachige Übersetzung der Bibel, nicht ahnend, welche Revolution sein Werk entfachen wird.
Der Mann, der den freien Geist des Okzident aus der tausendjährigen Knechtschaft der Katholischen Kirche befreite, als Star einer aufwendig produzierten Historienverfilmung mit internationaler Starbesetzung. Peter Ustinov, Alfred Molina, Bruno Ganz und Uwe Ochsenknecht sind mit von der Partie, Joseph Fiennes gibt den Titelheld.
Er veränderte die Welt für immer: Joseph Fiennes als Reformator in einem grandiosen Historien-Drama.
Anders als viele Kirchenmänner seiner Zeit ist Luther ein Fürsprecher der Schwachen (Foto: ottfilm (UIP))
Ein Mann mit Bierbäuchlein und Doppelkinn. Das ist Martin Luther, wie wir ihn von Gemälden kennen. Er würde sich sicher geschmeichelt fühlen, wenn er heute, beinahe 500 Jahre nach seiner Zeit, im Kino Joseph Fiennes ("Shakespeare in Love") als sein alter Ego auf der Leinwand sehen könnte. Durch ihn wird der Reformator zum drahtigen Charismatiker.
Das passt gut: Immerhin war Luther einer der größten Rebellen der Geschichte. Im Jahr 1517 schlug der Mönch seine berühmten 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg. Er hatte genug von der Verlogenheit der katholischen Kirche.
Papst Leo X. (Uwe Ochsenknecht) schickt einen Ablasshändler durchs Land, der den Menschen vormacht, sie könnten sich das Paradies erkaufen. Dabei braucht der Papst ihr Geld für den Bau des Petersdoms.
Zum Glück für Luther ist da noch sein Förderer Friedrich der Weise, mit Sir Peter Ustinov ebenfalls traumbesetzt.
In beeindruckenden, teilweise an den Original-Schauplätzen gedrehten Bildern erzählt Regisseur Eric Till das Drama der Reformation. Neben den historischen Tatsachen zeigt sein Epos auch den zeitlosen Kampf eines im Grunde ängstlichen Mannes, der über sich selbst hinaus wächst - wie auch Joseph Fiennes in seiner Parade-Rolle.
| Darsteller: | Joseph Fiennes | als Martin Luther | |
|---|---|---|---|
| Alfred Molina | als Johann Tetzel | ||
| Jonathan Firth | als Girolamo Aleander | ||
| Claire Cox | als Katharina von Bora | ||
| Sir Peter Ustinov | als Friedrich der Weise | ||
| Bruno Ganz | als Johann von Staupitz | ||
| Uwe Ochsenknecht | als Papst Leo X. | ||
| Mathieu Carrière | als Kardinal Jakob Cajetan | ||
| Benjamin Sadler | als Georg Spalatin | ||
| Torben Liebrecht | als Kaiser Karl V. | ||
| Jochen Horst | als Karlstadt | ||
| Maria Simon | als Hanna | ||
| Lars Rudolph | als Philip Melanchthon | ||
| Marco Hofschneider | als Ulrich | ||
| Christopher Buchholz | als von der Eck | ||
| Doris Prusova | als Grete | ||
| Anatole Taubman | als Otto | ||
| Herb Andress | als Gunter | ||
| Jeff Caster | als Matthias | ||
| Regie: | Eric Till | ||
| Drehbuch: | Camille Thomasson | ||
| Bart Gavigan | |||
| Produzent: | Alexander Thies | ||
| Prof. Kurt Rittig | |||
| Dennis A. Clauss | |||
| Franz Thies | |||
| Gabriela Pfänder | |||
| Kamera: | Robert Fraisse | ||
| Schnitt: | Clive Barrett | ||
| Musik: | Richard Harvey | ||
| Produktionsdesign: | Rolf Zehetbauer | ||
| Ralf Schreck | |||
| Kostüme: | Ulla Gothe | ||
| Maske: | Hasso von Hugo | ||
| Ton: | Ed Cantu | ||
| Casting: | Brigitte Rochow | ||
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