Komödie / Drama http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz49/z0949512/b150x150.jpg Love Jones

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Love Jones


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Kritik

Die Zuschauer des Sundance Festivals äußerten dieses Jahr erneut ihre Vorliebe für romantische Komödien: Vor zwei Jahren gewann Edward Burns mit seiner gesprächigen Beziehungskomödie "The Brothers McMullen" den Publikumspreis, heuer wurde der afroamerikanische Regisseur und Drehbuchautor Theodore Witcher für seinen charmanten Debütfilm ausgezeichnet. Sein mit humorvollen Einlagen aufgepeppter Liebesfilm ist im Black Bohemian-Milieu Chicagos angesiedelt und bietet, ähnlich wie "Die Brüder McMullen", eine Reihe von unterhaltsamen philosophierenden Gedankenspielen. Am reizvollsten ist jedoch die ausgesprägte Chemie zwischen den Protagonisten.

Der junge, selbstsichere Schriftsteller Darius Lovehall (Larenz Tate) ist auf Anhieb so von der coolen Fotografin Nina Mosley (Nia Long) angetan, daß er ihr spontan seinen sexuell saturierten Spoken-Word-Auftritt widmet. Bei ihr landen kann er damit jedoch nicht. Erst als er sie weiterhin hartnäckig umwirbt, willigt sie in ein Date ein. Sie verbringen eine großartige Nacht (im Kerzenlicht-Weichzeichner-Look) miteinander und wundern sich beide im Stillen, ob es vielleicht die große Liebe sein könnte. Gegenseitig eingestehen tun sie sich das freilich nicht. Um ihr Gesicht zu wahren, behauptet jeder, daß sie sich zwar gut miteinander amüsieren, doch von Liebe sei keine Rede. So kommt es zur Trennung, und den Rest der Zeit steuern sie auf das unvermeidliche Happy End zu. Im Gegensatz zu den meisten Filmen mit ausschließlich schwarzen Darstellern, die das Leben in der trostlosen Hood skizzieren oder als Hintergrund benutzen - sei es nun dramatisch oder parodistisch -, wirkt es einigermaßen erfrischend, Afroamerikaner der Mittelklasse zu beobachten, die nicht Waffen schwingend ihren Frust über Rassismus und soziale Benachteiligung rauslassen, sondern alltäglichen Aktivitäten nachgehen, wie mit ihrer Clique zu diskutieren oder zwanglos zu flirten. Ein wenig einfallslos ist hingegen, daß gleich zwei einschneidene Trennungsszenen am Bahnhof stattfinden. Positiv ins Auge fallen die stilsichere Kameraarbeit und das attraktive Produktionsdesign. In den USA verzeichnete die hübsche Lovestory keinen nennenswerten Crossover-Appeal bei den weißen Kinogängern, was eine Liebelei mit dem deutschen Kinopublikum fraglich erscheinen läßt. ara.

Love Jones

Darsteller:  Larenz Tate   als Darius Lovehall
  Nia Long   als Nina Mosley
  Isaiah Washington IV   als Savon Garrison
  Lisa Nicole Carson   als Josie Nichols
  Khalil Kain   als Marvin Cox
  Leonard Roberts   als Eddie Coles
  Bernadette L. Clarke  
  Bill Bellamy  
 
Regie:  Theodore Witcher  
Drehbuch:  Theodore Witcher  
Produzent:  Nick Wechsler  
  Jeremiah Samuels  
Ausf. Produzent:  Julia Chasman  
  Jay Stern  
  Amy Henkels  
  Helena Echegoyen  
Kamera:  Ernest Holzman  
Schnitt:  Maysie Hoy  
Musik:  Darryl Jones  
Produktionsdesign:  Roger Fortune  
  Cydney M. Harris  

Star

Nia Long

* 30.10.1970

Star

Isaiah Washington IV

* 03.08.1963

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