Anarchische Komödie über entlassene Fabrikarbeiterinnen, die einen Hitman auf ihren Ex-Boss ansetzen. http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz32/z0932516/b150x150.jpg Louise Hires a Contract Killer

Filmdetails

Louise Hires a Contract Killer

Anarchische Komödie über entlassene Fabrikarbeiterinnen, die einen Hitman auf ihren Ex-Boss ansetzen.


Louise Hires a Contract Killer
Start: 24.09.2009

Originaltitel: Louise-Michel

Komödie / Drama

Frankreich 2008
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Yolande Moreau
Bouli Lanners
Sylvie van Hiel

Regie: Gustave de Kervern, ...
Verleih: Kool (Filmagentinnen)

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Inhalt

Die Arbeiterinnen in einer Fabrik in der Picardie sind perplex. Da haben sie auf Urlaub verzichtet und kostenlose Überstunden geleistet, um ihre Arbeitsplätze zu sichern, und dann stehen sie eines Morgens in der über Nacht leer geräumten Halle. Der Chef hat sich aus dem Staub gemacht. Eine Gruppe von zehn Frauen überlegt, wie sie etwas Neues auf die Beine stellen könnten. Louises Vorschlag, einen Hitman zu engagieren und ihn auf den verschwundenen Boss an zu setzen, gefällt allen. Louise treibt Michel auf, der eigentlich keiner Fliege etwas zuleide tun kann.


Kritik

Louise Hires a Contract Killer

Anarchische und politisch unkorrekte Komödie über die skurrile Rache entlassener Fabrikarbeiterinnen, die einen Hitman auf ihren Ex-Boss ansetzen.

Der passende Film zum Turbo-Kapitalismus: Nicht das erste Mal wird in Europa eine Fabrik geschlossen, um woanders billiger zu produzieren oder auch nur, um die Bosse zu bereichern. Die Arbeiterinnen in der Picardie sind perplex. Da haben sie auf mehr Lohn und den gesetzlichen Urlaub verzichtet, kostenlose Überstunden geleistet, um ihre Arbeitsplätze zu sichern und dann stehen sie eines Morgens in der über Nacht leer geräumten Halle. Der Chef hat sich aus dem Staub gemacht, obwohl er ihnen noch einen Tag vorher hellblaue Kittel mit eingesticktem Namen schenkte als Zeichen der Konsolidierung, wie sie glaubten. Eine Gruppe von zehn Frauen überlegt, die Abfindung von 2000 Euro pro Kopf für jahrelange Schufterei zusammenzuwerfen und etwas Neues auf die Beine zu stellen. Nach einigen obsoleten Geschäftsvorschlägen meldet sich die sonst sehr schweigsame und nicht als besonders helle geltende Louise zu Wort. Warum nicht einen Hitman bezahlen und den verschwundenen Boss umbringen? Die Idee gefällt und Louise treibt den Berufskiller Michel auf, der eigentlich keiner Fliege etwas zuleide und noch nicht mal einen Hund erschießen kann. Das Projekt entpuppt sich durch die verzweigte Konzernstruktur als schwierig. Gemeinsam machen sich die Zwei auf die Suche und bald pflastern Leichen ihren Weg (auch wenn "nur" Michels krebskranker Cousin am Abzug zieht und schon mal der falsche Mann ins Gras beisst).

Von Amien über Brüssel bis ins Steuerparadies der Insel Jersey geht der schwarzhumorige Trip in Tradition eines Aki Kaurismäki ohne Rücksicht auf Moral, Ethik oder gesellschaftlichen Konsens. Die Verrücktheit unterstreichen schiefe Kamera- und extreme Weitwinkel. Das Werk ist auch eine augenzwinkernde Verneigung vor der historischen Louise Michel, der Sozial-Revolutionärin und populärsten Wortführerin eines anarchischen Sozialismus aus der Zeit der Pariser Commune von 1871. In Benoît Delépines und Gustave Kerverns mit giftigen One-Linern gespickten "Sozialwestern" stehen sich zwei Parteien gegenüber - ganz normale arbeitende Leute, die gegen das Gesetz verstoßen und plötzlich zu den Bösen zählen, und die wirklich Bösen, die unbehelligt vom Staat keine Gesetze kennen und sich in Wohlstandsnischen zurückziehen. Schwärzer geht's nicht. mk.

Louise Hires a Contract Killer

Darsteller:  Yolande Moreau   als Louise
  Bouli Lanners   als Michel
  Sylvie van Hiel   als Sylvie
  Mathieu Kassovitz   als Landwirt
  Benoît Poelvoorde   als Ingenieur
  Jacqueline Knuysen   als Jackie
  Pierette Broodthaers   als Pierette
 
Regie:  Gustave de Kervern  
  Benoît Delépine  
Drehbuch:  Gustave de Kervern  
  Benoît Delépine  
Produzent:  Mathieu Kassovitz  
  Benoit Jaubert  
Ausf. Produzent:  Elisa Larriere  
Kamera:  Hugues Poulain  
Schnitt:  Stéphane Elmadjian  
Musik:  Gaëtan Roussel  
Produktionsdesign:  Paul Chapelle  
Ton:  Guillaume Le Bras  

Die Lieblingsfilme der Redaktion 2009

Bei den Oscars ging's mit nur 3 von 13 möglichen Preisen noch schief. Doch in den Augen der Kino.de-Redakteure war "Benjamin Button" das Filmereignis des Jahres.

Großansicht Erhielt von uns im Schnitt die besten Platzierungen im Jahres-Ranking: "Der seltsame Fall des Benjamin Button" (Foto: Warner)

Erhielt von uns im Schnitt die besten Platzierungen im Jahres-Ranking: "Der seltsame Fall des Benjamin Button" (Foto: Warner)

Da stimmte für uns einfach alles: eine hochintelligente Story mit einem groß aufspielenden Duo Brad Pitt und Cate Blanchett, gefasst in betörende Bilder voll wunderschöner Wasser- und Zeitsymbolik, dazu grandiose Musik von Alexandre Desplat und handwerkliche Perfektion bei Austattung, Kostüm und natürlich Maske: "Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist für uns der Film des Jahres - da mögen die Herren in der Oscar-Jury sagen, was sie wollen!

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REDAKTIONSFAVORITEN: DIE BESTEN KINOFILME 2009
 

Hans Fuchs<br />Chefredakteur Publikumsobjekte

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Chefredakteur Publikumsobjekte

Boris Sunjic<br />Verantwortlicher Redakteur kino.de

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Matthias Ott<br />Redakteur Treffpunkt Kino / kino.de

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Alexander Jodl<br />Redaktionelle Koordination Online

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3 Inglourious Basterds The Wrestler Der Vorleser Gran Torino
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5 Star Trek District 9 Adam The Fall
6 Oben Australia Zeiten des Aufruhrs The Wrestler
7 2012 Slumdog Millionär Wo die Wilden Kerle wohnen Der seltsame Fall des Benjamin Button
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9 State of Play - Stand der Dinge (500) Days of Summer Tödliches Kommando - The Hurt Locker Hangover
10 Slumdog Millionär Der fremde Sohn State of Play - Stand der Dinge Inglourious Basterds

Wir wünschen wundervolle Feiertage!

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* 22.09.1964

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