Originaltitel: Louise-Michel
Frankreich 2008
Yolande Moreau
Bouli Lanners
Sylvie van Hiel
Regie: Gustave de Kervern, ...
Verleih: Kool (Filmagentinnen)
Die Arbeiterinnen in einer Fabrik in der Picardie sind perplex. Da haben sie auf Urlaub verzichtet und kostenlose Überstunden geleistet, um ihre Arbeitsplätze zu sichern, und dann stehen sie eines Morgens in der über Nacht leer geräumten Halle. Der Chef hat sich aus dem Staub gemacht. Eine Gruppe von zehn Frauen überlegt, wie sie etwas Neues auf die Beine stellen könnten. Louises Vorschlag, einen Hitman zu engagieren und ihn auf den verschwundenen Boss an zu setzen, gefällt allen. Louise treibt Michel auf, der eigentlich keiner Fliege etwas zuleide tun kann.

Anarchische und politisch unkorrekte Komödie über die skurrile Rache entlassener Fabrikarbeiterinnen, die einen Hitman auf ihren Ex-Boss ansetzen.
Der passende Film zum Turbo-Kapitalismus: Nicht das erste Mal wird in Europa eine Fabrik geschlossen, um woanders billiger zu produzieren oder auch nur, um die Bosse zu bereichern. Die Arbeiterinnen in der Picardie sind perplex. Da haben sie auf mehr Lohn und den gesetzlichen Urlaub verzichtet, kostenlose Überstunden geleistet, um ihre Arbeitsplätze zu sichern und dann stehen sie eines Morgens in der über Nacht leer geräumten Halle. Der Chef hat sich aus dem Staub gemacht, obwohl er ihnen noch einen Tag vorher hellblaue Kittel mit eingesticktem Namen schenkte als Zeichen der Konsolidierung, wie sie glaubten. Eine Gruppe von zehn Frauen überlegt, die Abfindung von 2000 Euro pro Kopf für jahrelange Schufterei zusammenzuwerfen und etwas Neues auf die Beine zu stellen. Nach einigen obsoleten Geschäftsvorschlägen meldet sich die sonst sehr schweigsame und nicht als besonders helle geltende Louise zu Wort. Warum nicht einen Hitman bezahlen und den verschwundenen Boss umbringen? Die Idee gefällt und Louise treibt den Berufskiller Michel auf, der eigentlich keiner Fliege etwas zuleide und noch nicht mal einen Hund erschießen kann. Das Projekt entpuppt sich durch die verzweigte Konzernstruktur als schwierig. Gemeinsam machen sich die Zwei auf die Suche und bald pflastern Leichen ihren Weg (auch wenn "nur" Michels krebskranker Cousin am Abzug zieht und schon mal der falsche Mann ins Gras beisst).
Von Amien über Brüssel bis ins Steuerparadies der Insel Jersey geht der schwarzhumorige Trip in Tradition eines Aki Kaurismäki ohne Rücksicht auf Moral, Ethik oder gesellschaftlichen Konsens. Die Verrücktheit unterstreichen schiefe Kamera- und extreme Weitwinkel. Das Werk ist auch eine augenzwinkernde Verneigung vor der historischen Louise Michel, der Sozial-Revolutionärin und populärsten Wortführerin eines anarchischen Sozialismus aus der Zeit der Pariser Commune von 1871. In Benoît Delépines und Gustave Kerverns mit giftigen One-Linern gespickten "Sozialwestern" stehen sich zwei Parteien gegenüber - ganz normale arbeitende Leute, die gegen das Gesetz verstoßen und plötzlich zu den Bösen zählen, und die wirklich Bösen, die unbehelligt vom Staat keine Gesetze kennen und sich in Wohlstandsnischen zurückziehen. Schwärzer geht's nicht. mk.
| Darsteller: | Yolande Moreau | als Louise | |
|---|---|---|---|
| Bouli Lanners | als Michel | ||
| Sylvie van Hiel | als Sylvie | ||
| Mathieu Kassovitz | als Landwirt | ||
| Benoît Poelvoorde | als Ingenieur | ||
| Jacqueline Knuysen | als Jackie | ||
| Pierette Broodthaers | als Pierette | ||
| Regie: | Gustave de Kervern | ||
| Benoît Delépine | |||
| Drehbuch: | Gustave de Kervern | ||
| Benoît Delépine | |||
| Produzent: | Mathieu Kassovitz | ||
| Benoit Jaubert | |||
| Ausf. Produzent: | Elisa Larriere | ||
| Kamera: | Hugues Poulain | ||
| Schnitt: | Stéphane Elmadjian | ||
| Musik: | Gaëtan Roussel | ||
| Produktionsdesign: | Paul Chapelle | ||
| Ton: | Guillaume Le Bras | ||
Bei den Oscars ging's mit nur 3 von 13 möglichen Preisen noch schief. Doch in den Augen der Kino.de-Redakteure war "Benjamin Button" das Filmereignis des Jahres.
Erhielt von uns im Schnitt die besten Platzierungen im Jahres-Ranking: "Der seltsame Fall des Benjamin Button" (Foto: Warner)
Da stimmte für uns einfach alles: eine hochintelligente Story mit einem groß aufspielenden Duo Brad Pitt und Cate Blanchett, gefasst in betörende Bilder voll wunderschöner Wasser- und Zeitsymbolik, dazu grandiose Musik von Alexandre Desplat und handwerkliche Perfektion bei Austattung, Kostüm und natürlich Maske: "Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist für uns der Film des Jahres - da mögen die Herren in der Oscar-Jury sagen, was sie wollen!
Doch auch Mickey Rourkes Tour de Force als am Leben verzweifelnder "Wrestler" begeisterte und bewegte uns: Was für ein Comeback für den einstigen Schauspielhelden, der sich zwischenzeitlich schon mit einem Leben in der Gosse anfreunden musste! Gleich zwei Kollegen wählten indes "Watchmen - Die Wächter", die intelligenteste und bildstärkste Comic-Umsetzung aller Zeiten zu ihrem Jahresfavoriten. Hier die komplette Liste unserer Lieblingsfilme 2009:
Wir wünschen wundervolle Feiertage!
Das Team von kino.deSein zweiter Spielfilm als Regisseur explodierte 1995 als bis dahin nicht gesehener Trip in die "banlieue" von Paris, die Bannmeile...
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Schöne LoveStory mit Channing Tatum und Rachel McAdams!
Kate Beckinsale ist zurück als Sexiest Vampire-Lady Undead! Top-Action in 3D!
Großer Kinospaß mit Adam Sandler in einer Doppelrolle als Zwillinge, die chaotisch Thanksgiving feiern.