Okkultschocker im Stil von "Der Exorzist", in dem ein Ungläubiger Zielscheibe einer weitreichenden satanischen Verschwörung wird. http://images.kino.de/flbilder/max00/bf00/bf43/b0043100/b150x150.jpg Lost Souls

Filmdetails

Lost Souls

Okkultschocker im Stil von "Der Exorzist", in dem ein Ungläubiger Zielscheibe einer weitreichenden satanischen Verschwörung wird.


Lost Souls
Start: 18.01.2001

Horror

USA 1999
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Winona Ryder
Ben Chaplin
Sarah Wynter

Regie: Janusz Kaminski
Verleih: Studiocanal

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Action
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Romantik
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Inhalt

Beim misslungenen Exorzismus eines verurteilten Mörders erkennt die streng gläubige katholische Lehrerin Maya, dass der nächste Kandidat auf des Teufels Liste der erfolgreiche Agnostiker Peter Kelson ist. Der will von Mayas Verdachtsmomenten zunächst nichts wissen. Als er erkennt, dass sie mit ihrer Vermutung richtig liegt, ist es fast zu spät.


Kritik

Lost Souls

Fast zeitgleich mit der Wiederveröffentlichung des Horrorklassikers "Der Exorzist" kommt der ähnlich thematisierte Okkultthriller "Lost Souls" in die US-Kinos, das mehrfach geschobene Regiedebüt des zweifach Oscar-prämierten Kameramannes Janusz Kaminski ("Schindlers Liste", "Der Soldat James Ryan"), der den ewigen Kampf von Gut gegen Böse in ausgefallene visuelle Sphären hebt, dem Thema inhaltlich aber ähnlich wenig Neues abzugewinnen weiß wie zuletzt "Die neun Pforten" und "Die Prophezeiung".

Das Drehbuch von Newcomer Pierce Gardener verneigt sich respektvoll vor den Genremeilensteinen "Der Exorzist", "Rosemaries Baby" und "Das Omen" und versucht, die klassische Story um die bevorstehende Erdinkarnation des Höllenfürsten in einen zeitgemäßen Kontext zu setzen, indem die gesellschaftliche Faszination mit Serienkillern und allgemeine Gottlosigkeit einer übersatten Gesellschaft zu zentralen Themen gemacht werden. Doch diese interessanten Motive werden schnell ersetzt von altbekannten, erprobten Elementen wie dämonische Besessenheit, Exorzismus und spirituelle Identitätsfindung - in diesem Fall von Hauptdarsteller Ben Chaplin ("Lügen haben lange Beine"). Er spielt den gefeierten "True Crime"-Autoren Peter Kelson, der von der Assistenz-Teufelsaustreiberin Maya Larkin (Winona Ryder in einer Rolle, die ursprünglich für Produzentin Meg Ryan vorgesehen war) als der kommende Antichrist ausgemacht wird. Doch bevor seine Verwandlung an seinem 33. Geburtstag stattfindet, ist seine Seele noch nicht verloren. Und Maya hofft, ihn retten zu können.

Viel Zeit wird darauf verwandt, wie die ehemals ebenfalls besessene Maya versucht, den in jeder Hinsicht ungläubigen Kelson von der höllischen Verschwürung gegen ihn zu überzeugen. Problematisch für jeglichen aufkeimenden Suspense ist, dass direkt nach den Eröffnungstiteln mit der Einblendung einer biblischen Prophezeiung eine entscheidende Handlungswendung vorweg genommen und damit verschenkt wird. Doch wenn auch in punkto Storykonstruktion und Originalität keine Oscars eingestrichen werden sollten, so beweist Steven Spielbergs Kameramann Kaminski doch einmal mehr sein ausgezeichnetes Auge für außergewöhnliche und effektive Kompositionen und verleiht seinem kunstvoll unterbelichteten Film, mit innovativen Kamerawinkeln und -fahrten das passende albtraumhafte Ambiente. Ein stets wiederkehrendes Motiv ist die sich reflektierende Ambivalenz von Gut und Böse, wobei beispielsweise das Wasserelement nicht die Reinheit der Taufe heraufbeschwört, sondern als bedrohliche Satanstraufe eingesetzt wird. Sämtliche Locations vom heruntergekommenen Sanatorium über bedrohlich wirkende Kirchengebäude zum regentriefenden New York werden mit dunkel-düsterem Flair in Szene gesetzt. Wer hier an "Sieben" denkt, liegt richtig: Mit einem abrupten Ende im Stil des David Fincher Films wird ein finaler Deproschlag ausgeteilt, der so manchen Kinobesucher nachhaltig verstören wird. ara.

Lost Souls

Darsteller:  Winona Ryder   als Maya Larkin
  Ben Chaplin   als Peter Kelson
  Sarah Wynter   als Claire Van Owen
  Philip Baker Hall   als Father James
  John Hurt   als Father Lareaux
  Elias Koteas   als John Townsend
  Brian Reddy   als Father Frank
  John Beasley   als Mike Smythe
  John Diehl   als Henry Birdson
  Victor Slezak   als Father Thomas
  Brad Greenquist   als George Viznik
  W. Earl Brown   als William Kelson
 
Regie:  Janusz Kaminski  
Drehbuch:  Pierce Gardner  
Produzent:  Nina R. Sadowsky  
  Meg Ryan  
Koproduzent:  Christopher Cronyn  
Ausf. Produzent:  Betsy Stahl  
  Pierce Gardner  
  Donna Langley  
  Michael De Luca  
Kamera:  Mauro Fiore  
Schnitt:  Anne Goursaud  
  Andrew Mondshein  
Musik:  Jan A.P. Kaczmarek  
Produktionsdesign:  Garreth Stover  
  Chris Cornwell  
Kostüme:  Jill M. Ohanneson  
Ton:  Kim H. Ornitz  

Spielbergs Kameramann auf dem Schlachtfeld

Demnächst zu bewundern: Kaminskis Kameraführung in "Minority Report"

Demnächst zu bewundern: Kaminskis Kameraführung in "Minority Report"

Dass Janusz Kaminski hinter der Kamera oscarreife Bilder machen kann, hat er bereits mindestens zweimal unter Beweis gestellt.

Für seine Arbeit zu "Schindlers Liste" und "Der Soldat James Ryan" hat er die begehrten Acadamy Awards bereits verliehen bekommen. Auch der neue Steven Spielberg-Film "Minority Report" besticht nicht zuletzt wegen der exzellenten Kameraführung Kaminskis.

Nun versucht er sich zum zweiten Mal als Regisseur. Nach "Lost Souls" kehrt der Pole für "Fields of Fire" wieder an einen Kriegsschauplatz zurück. Der Kriegsfilm basiert auf dem Roman "Fire" von James H. Webb. Webbs Tatsachenroman handelt von jungen Marines, die im vietnamesischen Dschungel einen aussichtlosen Kampf gegen einen unsichtbaren Feind führen.

Die erste Klappe soll Anfang 2003 fallen.

Star

Winona Ryder

Als Tochter intellektueller Hippie-Eltern - der Vater Buchhändler, die Mutter freie Autorin - wuchs Winona Ryder, geboren in Winona, Minnesota...

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John Hurt

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