Bill Murray
Scarlett Johansson
Giovanni Ribisi
Regie: Sofia Coppola
Verleih: Constantin
Bob Harris (Bill Murray) ist ein abgehalfterter US-Fernsehstar in der Late Life Crisis. Als er nach Tokio reist, um dort einen hochdotierten Whiskey-Werbespot zu drehen, lernt er beim Frustertränken in der Hotelbar die ebenso reiche und unglückliche, bloß vierzig Jahre jüngere Landsfrau Charlotte (Scarlett Johansson) kennen. Die unterforderte Ehefrau eines etwas allzu umtriebigen Starfotografen fühlt sich ziemlich allein unter all den vielen, fremd sprechenden Leuten. Da man ohnehin nichts besseres vorhat, treibt man sich ein Weilchen gemeinsam herum, entdeckt Gemeinsamkeiten und noch viel mehr.
"Ghost World"-Blümchen Scarlett Johansson und der dank Wes Anderson zum respektierten Charakterstar gereifte Ex-"Ghostbuster" Bill Murray sind das Liebespaar des zu Recht gefeierten Regie-Zweitlings von Sofia Coppola.
In weiter Ferne so nah! Bill Murray in der hinreißendsten Liebeskomödie seit es Kulturschocks gibt.
Reisen bildet. Meistens erfährt man dabei auch etwas über sich selbst. Und je weiter man wegfährt, desto klarer wird das eigene Bild.
Der alternde Fernsehstar Bob Harris (Bill Murray) muss dafür bis nach Tokio fliegen. Dort soll er einen Werbespot drehen und schlittert dabei über Jet Lag und Kulturschock in eine Persönlichkeitskrise, die sich gewaschen hat.
Irgendwo zwischen Kauderwelsch schreienden Regisseuren, hyperaktiven Agentur-Damen und dem ganz normalen Wahnsinn der hektischen Millionenstadt erkennt er, wie hoffnungslos ihm das eigene Leben entglitten ist.
Zufällig trifft Bob in der Hotelbar auf die junge Charlotte (Scarlett Johansson), die ebenfalls in der Krise steckt. Meist von ihrem arbeitenden Mann (Giovanni Ribisi) alleine gelassen, zweifelt sie an ihrer Ehe. Behutsam entwickelt sich mehr als Freundschaft zwischen den beiden... Einsamkeit, Sehnsucht und die - unmögliche - Liebe!
Dass "Lost in Translation" auch ein lustiger Film ist, verdanken wir neben dem erstklassig aufspielenden Bill Murray vor allem Regisseurin Sofia Coppola ("The Virgin Suicides"). Mit sicherem Blick für Details und Situationskomik inszeniert sie den Kontrast zwischen westlichem und japanischem Zivilisations-Kodex als Kulisse für ihre bezaubernde Liebesgeschichte.
| Darsteller: | Bill Murray | als Bob Harris | |
|---|---|---|---|
| Scarlett Johansson | als Charlotte | ||
| Giovanni Ribisi | als John | ||
| Anna Faris | als Kelly | ||
| Fumihiro Hayashi | als Charlie | ||
| Catherine Lambert | als Jazz-Sängerin | ||
| Regie: | Sofia Coppola | ||
| Drehbuch: | Sofia Coppola | ||
| Produzent: | Ross Katz | ||
| Sofia Coppola | |||
| Koproduzent: | Stephen Schible | ||
| Ausf. Produzent: | Francis Ford Coppola | ||
| Fred Roos | |||
| Kamera: | Lance Acord | ||
| Schnitt: | Sarah Flack | ||
| Musik: | Kevin Shields | ||
| Air | |||
| Brian Reitzell | |||
| Roger Joseph Manning Jr. | |||
| William Storkson | |||
| Produktionsdesign: | Anne Ross | ||
| K. K. Barrett | |||
| Mayumi Tomita | |||
| Kostüme: | Nancy Steiner | ||
| Ton: | Drew Kunin | ||
| Casting: | Ryoichi Kondo | ||
Eigentlich wollte McG nur den legendären Ausraster von Christian Bale am Set von "Terminator: Die Erlösung" abmildern. Doch der Vergleich mit einer Kopfnuss, die Bill Murray angeblich McG verpasst habe, führt nun gar zu einer Morddrohung des exzentrischen Komikers.
McG hätte es besser wissen müssen, als sich ausgerechnet mit Bill Murray anzulegen. Schließlich ist der Kultkomiker für seine ungezügelten Wutausbrüche berüchtigt: Der Star aus "Lost in Translation" und "Ghostbusters" soll seine Ehefrau mit Gewaltangriffen zur Scheidung getrieben haben und am Set von "Broken Flowers" gar einen Asssistenten mit dem Messer bedroht haben. Nun will Bill Murray bei McG sogar zu einer deutlich größeren Klinge greifen. Dem Regisseur von "Terminator - Die Erlösung" sollte nach Murrays Worten "mit einer Lanze der Kopf durchbohrt werden".
Der Grund für diesen brutalen Angriffsplan ist eine Behauptung, die Joseph McGinty Mitchell, genannt "McG", im Juni aufstellte. Sein Hauptdarsteller Christian Bale war damals massiv in die Kritik geraten, weil er beim Dreh zu "Terminator 4" den Kameramann Shane Hurlbut minutenlang auf Schlimmste beschimpft hatte, als dieser versehentlich eine Szene störte. Die Hasstirade, bei denen in vier Minuten vierzig Mal das Wort "Fuck" zu hören war, machte über Youtube weltweit die Runde. McG spielte das Ganze anschließend herunter, indem er sagte, an Filmsets gehe es öfter ziemlich derb zu. So habe er beim Dreh von "3 Engel für Charlie" von Bill Murray sogar eine Kopfnuss bekommen.
"Das ist kompletter Schwachsinn", poltert Murray nun auf die Frage, ob diese Geschichte wahr sei. "McG redet Scheiße, ich habe keine Ahnung, warum er diese Story erfunden hat. Vermutlich hat er einfach eine rege Fantasie. Dafür verdient er den Tod. Allerdings sollte er keine Kopfnuss bekommen, sondern man sollte ihm eine Lanze durch den Schädel rammen!"
Egal ob McG tatsächlich geflunkert hat, um die Aufmerksamkeit ein wenig von Christian Bale abzulenken - diese Reaktion von Bill Murray schießt weit über Ziel hinaus. Fazit: McG braucht keine Lanze, sondern Murray eine Therapie!
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