Die Odyssee der Familie Robinson in den Tiefen des Alls. Spezialeffektereiche Kinoversion der sechziger Jahre TV-Serie. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz37/z0237088/b150x150.jpg Lost in Space

Filmdetails

Lost in Space

Die Odyssee der Familie Robinson in den Tiefen des Alls. Spezialeffektereiche Kinoversion der sechziger Jahre TV-Serie.


Lost in Space
Start: 24.09.1998

Science Fiction

USA 1998
Laufzeit: 130 Min.
FSK: ab 12 Jahre

William Hurt
Mimi Rogers
Heather Graham

Regie: Stephen Hopkins
Verleih: Studiocanal

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Die Schweizer Familie Robinson ist in der Unendlichkeit des Weltraums verloren gegangen, als ihr Raumschiff Jupiter II aus der vorberechneten Bahn geworfen wurde. Auf ihrer Odyssee zurück in die Zivilisation müssen die Robinsons ihre familiären Zwistigkeiten aufarbeiten, um es mit dem genial-gefährlichem Dr. Zachary Smith aufnehmen zu können.


Kritik

Lost in Space

Und wieder verwandelt Hollywood im Nostalgiefieber und mit Dollarzeichen in den Augen einen altgedienten Fernsehfavoriten in einen kostspieligen Big-Screen-Event. Die 1965 (ein Jahr vor "Raumschiff Enterprise"!) angelaufene Science-fiction-Serie "Lost in Space" verpflanzte die Schweizer Familie Robinson in die Unendlichkeit des Kosmos, um sie dort Woche für Woche mit hohem Kitschfaktor neue galaktische Abenteuer erleben zu lassen. Die spezialeffektreiche Leinwandadaption - mit einem Budget von 90 Mio. Dollar die bislang kostpieligste Produktion aus dem Hause New Line - zielt nun einigermaßen erfolgversprechend auf das Babyboomer-Publikum und Kids im Virtual-Reality-Rausch.

Die Ausgangskonstellation ist die gleiche wie in der Serie: die Familie Robinson, bestehend aus Vater John (William Hurt: funktional), Mutter Maureen (Mimi Rodgers: mütterlich-souverän), den Töchtern Judy ("Boogie Nights"-Rollergirl Heather Graham erneut mit unschuldigem Sexappeal) und Penny (Lacey Chabert als Technocyperpunk mit Teenie-Problemen - Luc Bessons Matilda aus "Leon - Der Profi" läßt grüßen) und Sohn Will (Jack Johnson als zehnjähriges Genie) - samt dem stattlich-strammen Piloten Major Don West ("Friends"-Star Matt LeBlanc als testosterongesteuerter Draufgänger um Lichtjahre besser als in seinem affigen Primaten-Debüt "Ed"), dem feigen Bösewicht Dr. Smith (Gary Oldman in einer Rolle, die er mittlerweile wohl im Schlaf spielen kann) und dem Familienroboter (mit dem selben Sprecher wie in der Serie besetzt) düsen mit der Jupiter II durch fremde Galaxien, nur um im Weltraum verloren zu gehen.

Die erste Stunde unterhält mit diversen Thrills. Die Robinsons treffen auf ein Geisterschiff der Zukunft, ein computergeneriertes Äffchen mit tellergroßen Glupschaugen (LeBlanc erneut als Affendompteur!) und gefräßige Stahlspinnen, um schließlich auf einem unwirtlichen Planeten bruchzulanden. Lag das Augenmerk bis zu diesem Zeitpunkt auf turbulenten Actionmomenten mit Unmengen von leuchtend-bunten Spezialeffekten (insgesamt über 750 an der Zahl) - Kinder werden besonders von einem Virtual-Reality-Einsatz des kleinen Will begesitert sein, bei dem er seine Familie gegen angreifendes Ungeziefer verteidigt - wird nun der Schwerpunkt auf das Kitten der angeknacksten Familienwerte gelegt. In den 90er Jahren darf es schließlich nicht so ohne weiteres eine Familienidylle geben. Es geht vor allem um einen Vater/Sohn-Konflikt, da Vater John nie genügend Zeit für seinen Sprößling hat. Das wirkt nicht nur aufgesetzt, sondern drosselt auch das Tempo, wenn schwerfällig gehaltvolle Botschaften gesendet werden, wo doch das Publikum nur auf Action wartet. Zum Glück legt man beim Finale im Hyperdrive wieder kräftig zu und schafft zudem einen klaren Ansatzpunkt für ein mögliches Sequel.

Stephen Hopkins, ein versierter Handwerker ohne merkliche eigene Vision, wie zuletzt in "Der Geist und die Dunkelheit" bewiesen, kann sich auf ein renommiertes und Genre-erfahrenes Team verlassen. Die futuristischen Kostüme im Military/Bondage-Look wurden von Vin Burnham entworfen, der schon Michael Keatons revolutionäres "Batmans Rückkehr"-Outfit kreierte, und das Produktionsdesign ist Norman Garwood zuzurechnen, der die Bauten für "Brazil" designte. Der Ton des geschäftigen Thrill-Rides ist deutlich weniger Camp als die Originalserie, und die Anflüge von parodistischer Selbstironie halten sich dankenswerterweise sehr in Grenzen. Die aufwendigen Effekte in Kombination mit der sympathischen Besetzung dürften der Kinowelt den erwarteten Herbsthit bescheren. Ob "Lost in Space" allerdings in der Oberliga mit "Godzilla" und "Die Maske des Zorro" spielen wird, bleibt abzuwarten. ara.

Lost in Space

Darsteller:  William Hurt   als John Robinson
  Mimi Rogers   als Maureen Robinson
  Heather Graham   als Judy Robinson
  Lacey Chabert   als Penny Robinson
  Jack Johnson   als Will Robinson
  Gary Oldman   als Dr. Zachary Smith
  Matt LeBlanc   als Major Don West
  Mark Goddard   als General
  Lennie James   als Jeb Walker
  Marta Kristen   als Reporterin
  June Lockhart  
  Edward Fox  
  Adam Sims  
  Angela Cartwright  
 
Regie:  Stephen Hopkins  
Drehbuch:  Akiva Goldsman  
Produzent:  Mark W. Koch  
  Stephen Hopkins  
  Akiva Goldsman  
  Carla Fry  
Koproduzent:  Tim Hampton  
  Kris Wiseman  
Ausf. Produzent:  Mace Neufeld  
  Robert Rehme  
  Richard Saperstein  
  Michael De Luca  
Kamera:  Peter Levy  
Schnitt:  Ray Lovejoy  
Musik:  Bruce Broughton  
Produktionsdesign:  Norman Garwood  
  Keith Pain  
Kostüme:  Vin Burnham  
  Robert Bell  
  Gilly Hebden  
Ton:  Simon Kaye  

Star

William Hurt

Er ist der sensible, introvertierte Jedermann des US-Kinos, der trotz seiner imposanten körperlichen Erscheinung sanft, wenn nicht schwach...

Star

Mimi Rogers

In den 80er und 90er Jahren zählte die wandlungsfähige Mimi Rogers zu den gefragtesten und beliebtesten Darstellerinnen in Film und Fernsehen....

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.