Originaltitel: Rabbit-Proof Fence
Australien 2002
Kenneth Branagh
Everlyn Sampi
Laura Monaghan
Regie: Phillip Noyce
Verleih: Arsenal (Central)
Im Jahr 1931 wird die 14-jährige Aborigine Molly (Everlyn Sampi) mitsamt ihrer beiden jüngeren Schwestern gewaltsam von ihrer Familie getrennt und in das 1200 Meilen entfernte Moore River Native Settlement verbracht. Dort formen britische Gouvernanten mit einigem Nachdruck wohlerzogene zukünftige Dienstboten aus den kleinen Eingeborenen. Molly und ihre Schwestern entschließen sich zur Flucht, worauf ihnen der übereifrige Behördenchef (Kenneth Branagh) einen Suchtrupp hinterher hetzt.
Einen nicht nur cineastisch bislang wenig thematisierten schwarzen Fleck in der Geschichte Australiens nahm Regisseur Phillip Noyce ("Todesstille") zum Anlass, nach fünfzehn Jahren Hollywood-Exil mal wieder für einen Film in seine Heimat zurückzukehren.
Verschleppt, verfolgt, geknechtet - Bildgewaltiges Drama über Eingeborenen-Schicksale in Australien.
1931 in einer australischen Aborigine-Siedlung. Die 14-jährige Molly wird mit ihren Schwestern aufgegriffen, brutal von der Mutter getrennt und in ein Reservat verschleppt. Dort sollen ihnen englisches Benehmen und Sprache vermittelt werden. Als die Kinder fliehen, nimmt ein Eingeborenen-Beauftragter ihre Verfolgung in der Wildnis auf.
Nach 15 Jahren Hollywood-Kino kehrt der versierte Geschichtenerzähler Phillip Noyce ("Todesstille") in seine Heimat zurück und widmet sich einem Thema, mit dem man sich Down Under bis heute schwer tut. Nach dem Buch "Follow the Rabbit-Proof Fence", geschrieben von der Tochter der Protagonistin Molly Craig nach einer wahren Begebenheit, trifft der Film mit seinen wunderbaren Darstellern mitten ins Herz.
| Darsteller: | Kenneth Branagh | als A.O. Neville | |
|---|---|---|---|
| Everlyn Sampi | als Molly | ||
| Laura Monaghan | als Gracie | ||
| Tianna Sansbury | als Daisy | ||
| David Gulpilil | als Moodoo | ||
| Jason Clarke | als Constable Riggs | ||
| Ningali Lawford | als Maude, Mollys Mutter | ||
| Myran Lawford | als Mollys Großmutter | ||
| Deborah Mailman | als Mavis | ||
| Natasha Wanganeen | als Nina | ||
| Gary McDonald | als Mr. Neal | ||
| Roy Billing | als Polizist | ||
| Lorna Leslie | als Miss Thomas | ||
| Celine O'Leary | als Miss Jessop | ||
| Kate Roberts | als Leiterin des Camps | ||
| Tracy Monaghan | als Moodoos Tochter | ||
| Tamara Flanagan | als Ausreißerin Olive | ||
| David Ngoombujarra | als Känguruhjäger | ||
| Anthony Hayes | als Wanderarbeiter | ||
| Andrew S. Gilbert | als Depotmanager | ||
| Sheryl Carter | als Gracies Mutter | ||
| Heath Bergersen | als Lügner von Wiluna | ||
| Trevor Jamieson | als Moore River Polizist | ||
| Edwina Bishop | als Erste Farmersfrau | ||
| Kerilee Meuris | als Farmerstochter | ||
| Andrew Martin | als Polizist im Auto | ||
| Ken Radley | als Wanderarbeiter | ||
| Don Barker | als Mr. Evans | ||
| Carmel Johnson | als Mrs. Evans | ||
| David Buchanan | als Polizist im Zug | ||
| Regie: | Phillip Noyce | ||
| Drehbuch: | Christine Olsen | ||
| Produzent: | Phillip Noyce | ||
| Christine Olsen | |||
| John Winter | |||
| Koproduzent: | Laura Burrows | ||
| Oliver Huzly | |||
| Reinhard Klooss | |||
| Ausf. Produzent: | David Elfick | ||
| Jeremy Thomas | |||
| Kathleen Mclaughlin | |||
| Buchvorlage: | Doris Pilkington Garimara | ||
| Kamera: | Christopher Doyle | ||
| Brad Shield | |||
| Schnitt: | John Scott | ||
| Veronika Jenet | |||
| Musik: | Peter Gabriel | ||
| Produktionsdesign: | Roger Ford | ||
| Kostüme: | Roger Ford | ||
| Ton: | Craig Carter | ||
| Casting: | Christine King | ||
Phillip Noyce hat zwar die Dreharbeiten an seinem aktuellen Film "American Pastoral" noch nicht abgeschlossen, doch sein nächstes Projekt wirft seine Schatten bereits voraus.
Denn Phillip Noyce übernimmt die Regie von "The Bielski Brothers", nach dem gleichnamigen Roman von Peter Duffy. Das bisher noch nicht in Deutschland erschienene Buch war im letzten Jahr einer der größten Bestseller in Amerika.
Erzählt wird darin die historisch verbürgte Geschichte der Brüder Tuvia, Asael und Zus Bielski, die während des Zweiten Weltkriegs in Weißrussland über 1200 Juden vor dem Holocaust retteten. Die Drei, selbst Juden, mussten die Ermordung ihrer Eltern durch die Nazis mitansehen. Durch Zufall gelang ihnen die Flucht in die weitläufigen Wälder.
Dort jedoch beließen es die Brüder keinesfalls dabei, sich nur zu verstecken. Sie sammelten andere Versprengte um sich, organisierten Waffen und Ausrüstung und begannen eine Art privaten Guerilla-Krieg gegen die deutschen Besatzer. Schließlich verhalfen sie Hunderten von Juden aus den nahegelegenen Ghettos von Lida und Novogrudek zur Flucht.
Sie errichteten eine eigene, gut versteckte Siedlung tief in den Wäldern. Diese konnten sie bis zur Befreiung Weißrusslands durch die Rote Armee vor den Nazis und ihren Kollaborateuren geheim halten und als Basis für Sabotage-Akte nutzen.
Einmal mehr beweist Noyce damit sein Herz für abenteuerliche Außenseiter-Geschichten. Der Australier, der durch seine Hochglanz-Thriller wie "Die Stunde der Patrioten", "Sliver" und "Das Kartell" zu Hollywood-Ruhm kam, überraschte mit seinen letzten beiden Werken.
"Der Stille Amerikaner" und "Long Walk Home" sind beides unbequeme Filme, die wegen ihrer regierungskritischen Themen auf heftige Kritik in jeweils den USA und Australien stießen.
Kraftvoller, dynamischer und energiegeladener wurden seit Orson Welles' "Falstaff" (1965) keine Shakespeare-Stücke mehr verfilmt. Mit...
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Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.