Bewegendes Abenteuer dreier Mischlingskinder im Australien der 30er Jahre, von Philipp Noyce nach einer wahren Begebenheit erzählt. http://images.kino.de/flbilder/max03/mbiz03/mbiz20/z0320510/b150x150.jpg Long Walk Home

Filmdetails

Long Walk Home

Bewegendes Abenteuer dreier Mischlingskinder im Australien der 30er Jahre, von Philipp Noyce nach einer wahren Begebenheit erzählt.


Long Walk Home
Start: 29.05.2003

Originaltitel: Rabbit-Proof Fence

Drama

Australien 2002
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Kenneth Branagh
Everlyn Sampi
Laura Monaghan

Regie: Phillip Noyce
Verleih: Arsenal (Central)

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Im Jahr 1931 wird die 14-jährige Aborigine Molly (Everlyn Sampi) mitsamt ihrer beiden jüngeren Schwestern gewaltsam von ihrer Familie getrennt und in das 1200 Meilen entfernte Moore River Native Settlement verbracht. Dort formen britische Gouvernanten mit einigem Nachdruck wohlerzogene zukünftige Dienstboten aus den kleinen Eingeborenen. Molly und ihre Schwestern entschließen sich zur Flucht, worauf ihnen der übereifrige Behördenchef (Kenneth Branagh) einen Suchtrupp hinterher hetzt.

Einen nicht nur cineastisch bislang wenig thematisierten schwarzen Fleck in der Geschichte Australiens nahm Regisseur Phillip Noyce ("Todesstille") zum Anlass, nach fünfzehn Jahren Hollywood-Exil mal wieder für einen Film in seine Heimat zurückzukehren.


Kritik

Verschleppt, verfolgt, geknechtet - Bildgewaltiges Drama über Eingeborenen-Schicksale in Australien.

Großansicht Molly durchquert mit ihrer Schwester das Outback

Molly durchquert mit ihrer Schwester das Outback

1931 in einer australischen Aborigine-Siedlung. Die 14-jährige Molly wird mit ihren Schwestern aufgegriffen, brutal von der Mutter getrennt und in ein Reservat verschleppt. Dort sollen ihnen englisches Benehmen und Sprache vermittelt werden. Als die Kinder fliehen, nimmt ein Eingeborenen-Beauftragter ihre Verfolgung in der Wildnis auf.

Nach 15 Jahren Hollywood-Kino kehrt der versierte Geschichtenerzähler Phillip Noyce ("Todesstille") in seine Heimat zurück und widmet sich einem Thema, mit dem man sich Down Under bis heute schwer tut. Nach dem Buch "Follow the Rabbit-Proof Fence", geschrieben von der Tochter der Protagonistin Molly Craig nach einer wahren Begebenheit, trifft der Film mit seinen wunderbaren Darstellern mitten ins Herz.

Long Walk Home

Darsteller:  Kenneth Branagh   als A.O. Neville
  Everlyn Sampi   als Molly
  Laura Monaghan   als Gracie
  Tianna Sansbury   als Daisy
  David Gulpilil   als Moodoo
  Jason Clarke   als Constable Riggs
  Ningali Lawford   als Maude, Mollys Mutter
  Myran Lawford   als Mollys Großmutter
  Deborah Mailman   als Mavis
  Natasha Wanganeen   als Nina
  Gary McDonald   als Mr. Neal
  Roy Billing   als Polizist
  Lorna Leslie   als Miss Thomas
  Celine O'Leary   als Miss Jessop
  Kate Roberts   als Leiterin des Camps
  Tracy Monaghan   als Moodoos Tochter
  Tamara Flanagan   als Ausreißerin Olive
  David Ngoombujarra   als Känguruhjäger
  Anthony Hayes   als Wanderarbeiter
  Andrew S. Gilbert   als Depotmanager
  Sheryl Carter   als Gracies Mutter
  Heath Bergersen   als Lügner von Wiluna
  Trevor Jamieson   als Moore River Polizist
  Edwina Bishop   als Erste Farmersfrau
  Kerilee Meuris   als Farmerstochter
  Andrew Martin   als Polizist im Auto
  Ken Radley   als Wanderarbeiter
  Don Barker   als Mr. Evans
  Carmel Johnson   als Mrs. Evans
  David Buchanan   als Polizist im Zug
 
Regie:  Phillip Noyce  
Drehbuch:  Christine Olsen  
Produzent:  Phillip Noyce  
  Christine Olsen  
  John Winter  
Koproduzent:  Laura Burrows  
  Oliver Huzly  
  Reinhard Klooss  
Ausf. Produzent:  David Elfick  
  Jeremy Thomas  
  Kathleen Mclaughlin  
Buchvorlage:  Doris Pilkington Garimara  
Kamera:  Christopher Doyle  
  Brad Shield  
Schnitt:  John Scott  
  Veronika Jenet  
Musik:  Peter Gabriel  
Produktionsdesign:  Roger Ford  
Kostüme:  Roger Ford  
Ton:  Craig Carter  
Casting:  Christine King  

Noyce inszeniert "The Bielski Brothers"

Phillip Noyce hat zwar die Dreharbeiten an seinem aktuellen Film "American Pastoral" noch nicht abgeschlossen, doch sein nächstes Projekt wirft seine Schatten bereits voraus.

Bricht in die weißrussischen Wälder auf: Phillip Noyce (Foto: Universum)

Bricht in die weißrussischen Wälder auf: Phillip Noyce (Foto: Universum)

Denn Phillip Noyce übernimmt die Regie von "The Bielski Brothers", nach dem gleichnamigen Roman von Peter Duffy. Das bisher noch nicht in Deutschland erschienene Buch war im letzten Jahr einer der größten Bestseller in Amerika.

Erzählt wird darin die historisch verbürgte Geschichte der Brüder Tuvia, Asael und Zus Bielski, die während des Zweiten Weltkriegs in Weißrussland über 1200 Juden vor dem Holocaust retteten. Die Drei, selbst Juden, mussten die Ermordung ihrer Eltern durch die Nazis mitansehen. Durch Zufall gelang ihnen die Flucht in die weitläufigen Wälder.

Privat-Krieg gegen die Nazis

Dort jedoch beließen es die Brüder keinesfalls dabei, sich nur zu verstecken. Sie sammelten andere Versprengte um sich, organisierten Waffen und Ausrüstung und begannen eine Art privaten Guerilla-Krieg gegen die deutschen Besatzer. Schließlich verhalfen sie Hunderten von Juden aus den nahegelegenen Ghettos von Lida und Novogrudek zur Flucht.

Sie errichteten eine eigene, gut versteckte Siedlung tief in den Wäldern. Diese konnten sie bis zur Befreiung Weißrusslands durch die Rote Armee vor den Nazis und ihren Kollaborateuren geheim halten und als Basis für Sabotage-Akte nutzen.

Einmal mehr beweist Noyce damit sein Herz für abenteuerliche Außenseiter-Geschichten. Der Australier, der durch seine Hochglanz-Thriller wie "Die Stunde der Patrioten", "Sliver" und "Das Kartell" zu Hollywood-Ruhm kam, überraschte mit seinen letzten beiden Werken.

"Der Stille Amerikaner" und "Long Walk Home" sind beides unbequeme Filme, die wegen ihrer regierungskritischen Themen auf heftige Kritik in jeweils den USA und Australien stießen.

Star

Kenneth Branagh

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