Veröffentlicht am 24.01.2013
Lincoln USA 2012
Lincoln Kinostart 24.01.2013, USA 2012
  • Lincoln / Daniel Day-Lewis

  • Lincoln / Daniel Day-Lewis

  • Lincoln / Tommy Lee Jones

  • Lincoln

  • Lincoln / Sally Field

  • Lincoln / Daniel Day-Lewis

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  • Lincoln / Tommy Lee Jones

  • Lincoln

  • Lincoln / Sally Field

Lincoln - Filmplakat

Der legendäre US-Präsident im Kampf gegen Sklaverei und Bürgerkrieg. Mit Top-Mime Daniel Day-Lewis, Regie: Steven Spielberg!

3 Filmbewertungen
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4/5
Nicht mehr im Kino Mehr auf video.de Filmstart: 24.01.2013
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Filmkritik zu Lincoln

Steven Spielbergs Film über die letzten Monate der amerikanischen Präsidentenikone präsentiert sich als episches Kammerspiel mit Dialogen und Darstellern von Format.

Es war ein Jahr der Extreme für Abraham Lincoln. Erst Actionheld im amerikanischen DVD-Frühling gegen Zombies, dann im Kinosommer gegen Vampire. Jetzt, in der Jahreszeit der Reflexion, zieht er in seine größte Schlacht, die ausschließlich mit Worten und Emotionen ausgetragen wird. "Lincoln" ist ein Lieblingsprojekt Spielbergs, das von einer ausladenden Biografie auf ein intimeres Ausschnittsporträt eingedampft wurde, nachdem Spielberg Doris Kearns Goodwins 2005 veröffentlichtes Sachbuch gelesen hatte. Im Drehbuch von Tony Kushner, Koautor von "Munich", wird Goodwins Perspektive, Lincolns Präsidentschaft als zähes Ringen mit Kabinettsmitgliedern, mit Senat und Repräsentantenhaus zu illustrieren, weitgehend übernommen, der zeitliche Rahmen von Jahren aber auf die letzten Monate vor seinem Tod verkürzt.

Die eröffnende Actionsequenz, anonymes Sterben in einem von vielen Bürgerkriegs-Gemetzeln, bleibt die einzige in einem Film, dessen Schlachtfelder Büros, Privatzimmer und Plenarsäle sind. Trotz sporadischer Öffnung ist "Lincoln" in Dramaturgie, Kulissen und expressiver Lichtsetzung ganz Theater - mit Deklamations- und Konfrontationsszenen, mit einer Flut von pointierten Dialogen. Viele Politiker-Bärte diskutieren hier, bei knapp 150 Minuten Laufzeit ein Aufmerksamkeitstest für den Zuschauer, der Einblick in Lincolns Volksnähe, seine Qualität als Redner und humorvoller Erzähler von Anekdoten und Parabeln gewinnt, gelegentlich aber auch überflüssige Beweise für Bildungsbürgertum tolerieren muss, wenn Lincoln vor zwei jungen Telegrafisten über Euklids Axiome referiert.

Wie die Titelfigur verknüpft Kushners Drehbuch die Beendigung des Bürgerkriegs mit der vorausgehenden Abschaffung der Sklaverei durch einen Verfassungszusatz. Und hier entwickelt der Film Dramatik und Brisanz, zeigt, dass Moral und Politik sich nicht ausschließen müssen, dass Macht, ob durch Wahl oder Krieg gewonnen, sich nicht über Verfassung hinwegsetzen darf, dass Inhalt über Parteizwang und Versöhnung über Vergeltung stehen muss. "Lincoln" bietet Daniel Day-Lewis als gemäßigter und Tommy Lee Jones als radikaler Republikaner große Spotlight-Rollen, doch es ist das Defilee herausragender Charakterdarsteller, die, in Koalition mit den verhandelten Themen, diesen Film nachhaltig befeuern. kob.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Lincoln

Wenige Monate nach seiner Wiederwahl Ende 1864 schlägt Präsident Lincoln seine größte Schlacht. Von seiner Partei und dem eigenen Gewissen unter Druck gesetzt, den Bürgerkrieg zu beenden, will er mit der Abschaffung der Sklaverei einen Verfassungszusatz durch das Repräsentantenhaus bringen, der Frieden und die Wiedereingliederung der abtrünnigen Staaten in die Union eigentlich unmöglich macht. Doch Lincoln kämpft um jede Stimme unter seinen politischen Gegnern, den Demokraten, ohne dabei seine Grundsätze verraten zu müssen.



Wenige Monate nach seiner Wiederwahl Ende 1864 schlägt Präsident Lincoln seine größte Schlacht. Von seiner Partei und dem eigenen Gewissen unter Druck gesetzt, den Bürgerkrieg zu beenden, will er mit der Abschaffung der Sklaverei einen Verfassungszusatz durch das Repräsentantenhaus bringen, der Frieden und die Wiedereingliederung der abtrünnigen Staaten in die Union eigentlich unmöglich macht. Doch Lincoln kämpft um jede Stimme unter seinen politischen Gegnern, den Demokraten, ohne dabei seine Grundsätze verraten zu müssen.



Vor seiner Wiederwahl Ende 1864 will US-Präsident Lincoln die Abschaffung der Sklaverei durchsetzen. Von Steven Spielberg inszeniertes episches Kammerspiel über den 16. Präsidenten der USA, kongenial gespielt von Daniel Day-Lewis.



Prädikat besonders wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Im Jahr 1865 wütet der Bürgerkrieg zwischen den amerikanischen Nord- und Südstaaten noch immer. Und obwohl Präsident Lincoln bereits zwei Jahre vorher die Sklaven befreien ließ, ist dieser Punkt noch immer eine sensible Schwachstelle bei den Verhandlungen über ein Kriegsende. Denn vor dem Gesetz sind die Sklaven weiterhin unfrei. Lincoln versucht alles, um dies zu ändern, findet jedoch großen Widerstand auch in den eigenen Reihen. Und was ist wichtiger: Frieden oder Freiheit für alle? Der neue Film von Steven Spielberg setzt der Ikone Lincoln ein würdiges Denkmal. Im Zentrum steht sein Kampf für Gerechtigkeit und die Gleichbehandlung aller Menschen, ungeachtet ihrer Hautfarbe. In geschliffenen Dialogen liefern sich die Darsteller, allen voran Daniel Day-Lewis als Lincoln, Tommy Lee Jones als Abgeordneter Stevens und Sally Field als Lincolns Frau Molly, Wortgefechte, die in ihrer Inszenierung an Gerichtsdramen und Kammerspiele erinnern. Dank einer akribischen Recherche, einer bis in die kleinste Nebenrolle perfekten Besetzung und der mitreißenden Filmmusik von John Williams ist dieses historische Porträt spannende Geschichtsstunde und episches Drama in einem. Ein großer Film über eine große Persönlichkeit.

Jurybegründung:

Der Film beginnt kurz nach der Wiederwahl von Abraham Lincoln zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Ende 1864 und schildert in epischer Form seinen Kampf um einen Verfassungszusatz, welcher die Abschaffung der Sklaverei besiegeln soll. Jahrelang tobt nun schon der Bürgerkrieg zwischen den Nordstaaten und den abtrünnigen Südstaaten. Die politischen Gegner im Repräsentantenhaus, die Demokraten, aber auch Senatoren seiner eigenen Republikanischen Partei, bedrängen ihn, diesen Verfassungsartikel erst zur Abstimmung vorzulegen, wenn der Friedensvertrag mit den Südstaaten und deren Wiedereingliederung vollzogen ist. Lincoln ist sich aber sicher, dass dann die Abstimmung über die Abschaffung der Sklaverei keine Mehrheit mehr bekäme. Und so kämpft er wie ein Löwe um jede Stimme, ohne seine ethischen Grundsätze dabei zu verraten.
Dies ist der Hintergrund für ein faszinierendes Porträt des berühmtesten Präsidenten der amerikanischen Geschichte. Bei den zahllosen Gesprächen mit seinen Kabinettsmitgliedern, mit Senat und Repräsentantenhaus, mit seiner Ehefrau und seinem Sohn erfahren wir viel über den Charakter dieses außergewöhnlichen Mannes: Seine hohen rhetorischen Fähigkeiten, sein Humor, seine Liebe zum Erzählen von Anekdoten und Parabeln und auch seine Volksnähe und ganz allgemein seine große Menschlichkeit.
Steven Spielberg gelingt es einmal mehr, trotz eines nahezu kammerspielhaften Films mit einer Fülle an Dialogen, ja Dialogschlachten, den Zuschauer immer in Spannung zu halten. Fasziniert schaut man dem außergewöhnlichen Spiel eines großartigen Casts zu, aus dem Sally Field als Lincolns Ehefrau, Tommy Lee Jones als radikaler Republikaner Thaddeus Steven und vor allem Daniel Day-Lewis als Lincoln herausragen. Letzterer spielt sich mit dieser Leistung mit Sicherheit in die "Oscar"-Nominierung. Eine herausragende Kamera mit einer ebenso guten Lichtarbeit bei schwierigsten Aufnahmebedingungen in weitgehend dunklen Räumen sind handwerkliche Spitzenleistungen wie auch die sehr passende und zurückgenommene musikalische Begleitung und die Tonebene. Wohltuend auch, dass Bürgerkriegsszenen nur sparsam und nicht übertrieben Action geladen eingebracht wurden.
Fazit: Ein Denkmal für einen großen Mann, aber nicht glorifizierend, und gleichzeitig ein bewegendes Stück Zeitgeschichte.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Lincoln
OV -
OmU -
Genre Drama / Historienfilm
Filmpreis -
USA-Start 09.11.2012
Kinostart (D) 24.01.2013
Besucher (D) 564.823
Einspielergebnis (D) € 4.627.620
Bes. (EDI) 564.823
Bes. (FFA) 583.982
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Lincoln
Regisseur Steven Spielberg Künstlergruppe 775498 Steven Spielberg / 20 Jahre Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Daniel Day-Lewis Künstlerporträt 802471 Daniel Day-Lewis / 85th Academy Awards 2013 / Oscar 2013 Präsident Abraham Lincoln © Kurt Krieger
Darsteller Sally Field Agenturporträt/Star 766049 Field, Sally Mary Todd Lincoln © Imeh Akpanudosen/Getty Images
Darsteller David Strathairn Künstlerporträt 253408 Strathairn, David / 78. Academy Award 2006 / Oscarverleihung 2006 / Oscar 2006 Außenminister William Seward © Kurt Krieger
Darsteller Joseph Gordon-Levitt Künstlerporträt 870965 Joseph Gordon-Levitt / 86th Academy Awards 2014 / Oscar 2014 Robert Todd Lincoln © Kurt Krieger
Darsteller James Spader Filmbild 397301 Boston Legal - Season One / James Spader / Boston Legal - Season Two W.N. Bilbo
Darsteller Hal Holbrook Preston Blair
Darsteller Tommy Lee Jones Künstlerporträt 416066 Jones, Tommy Lee / Oscar 2008 Thaddeus Stevens © Kurt Krieger
Darsteller John Hawkes Künstlerporträt 752546 John Hawkes / 16th Annual Hollywood Film Awards Gala 2012 Robert Latham © Kurt Krieger
Drehbuch Tony Kushner Drehbuch
Weitere Darsteller
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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News & Stories zu Lincoln
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