Fernsehfilm mit Anna Loos als Berliner Bordellbetreiberin im Kampf gegen korrupte Polizisten, Gatte Jan Josef Liefers mimt den hilfreichen Staatsanwalt. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto34/09340506/b150x150.jpg Lilys Geheimnis

Filmdetails

Lilys Geheimnis

Fernsehfilm mit Anna Loos als Berliner Bordellbetreiberin im Kampf gegen korrupte Polizisten, Gatte Jan Josef Liefers mimt den hilfreichen Staatsanwalt.


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Inhalt

Als der brave Finanzbeamte Monte beim unfreiwilligen Puffbesuch die frühere Freundin seines Bruders Konrad wiedersieht, werden drei Menschen mit einem düsteren Kapitel ihrer gemeinsamen Vergangenheit konfrontiert: Lily und Konrad, mittlerweile engagierter Staatsanwalt, wollten als Jugendliche gemeinsam aus der DDR fliehen, doch statt ihres Freundes kamen die Grenzsoldaten. Als Lily von korrupten Polizisten erpresst wird, bittet Monte seinen Bruder um Hilfe.


Kritik

Lilys Geheimnis

"Früher ist lange her", stellt die Titelheldin dieser Geschichte von Annette Simon irgendwann mal ganz unsentimental fest. Aber natürlich lässt sich die Vergangenheit in Filmen wie diesem nie völlig abschütteln, im Gegenteil; der Reiz der Handlung liegt ja gerade darin, dass die Hauptfiguren von den einstigen Erlebnissen eingeholt werden.

Genau genommen ist es aber gar nicht Lily, die ein Geheimnis hütet. Ungleich größere Schuld auf sich geladen hat ein ganz anderer, den die Berliner Prostituierte Lily (Anna Loos) wiedersieht, als Kollegen ihm kurz vor der Hochzeit einen Puffbesuch spendieren: Der etwas linkische Monte (Janek Rieke), heute Finanzbeamter, ist ziemlich platt, als er im Bordell jene Frau wiedersieht, die einst zu Zeiten der DDR die Freundin seines Bruders Konrad (Jan Josef Liefers) war. Eigentlich wollte das Paar gemeinsam fliehen, aber dann stand Lily allein an der Grenze und wurde geschnappt. Bis heute weiß sie nicht, wer sie verraten hat. Da Konrad damals nicht aufgetaucht ist, liegt der Verdacht nahe, er sei es gewesen, doch die Wahrheit ist ungleich düsterer.

Diese Geschichte allein hätte als Stoff locker genügt, doch die Autorin setzt noch eins drauf, und das treibt den Film des öfteren hart an den Rand der Kolportage: Nach dem Tod der Chefin erbt Lily gewissermaßen das Etablissement und soll wie ihre Vorgängerin zwei korrupten Beamten von der Sitte "Schutzgeld" zahlen. Sehr zum Unwillen der prompt handgreiflich werdenden Polizisten weigert sie sich, was wiederum die beiden Brüder auf den Plan ruft. Monte übernimmt fortan die Buchhaltung und bittet Konrad um Hilfe. Der Staatsanwalt, in den eigenen Reihen ebenso bewundert wie verhasst, weil er auch bei Kollegen kein Auge zudrückt, bringt die Erpresser vor Gericht.

Dank der Rotlichtepisoden haben die drei Protagonisten zwar die Gelegenheit, auch andere Seiten ihrer Figuren zu zeigen, doch richtig nötig gewesen wäre dieser zweite Erzählstrang nicht; Lilys Liaison mit dem Innensenator (August Zirner), der bereit wäre, für sie Familie und Karriere aufzugeben, wirkt zudem wie verlogene Hurenromantik. Die Hauptdarsteller aber machen das spielend wieder wett. Der zynische Staatsanwalt ist eine wunderbare Rolle für Liefers, Rieke ist eine treffende Besetzung für den spießigen jüngeren Bruder, und Anna Loos macht ihre Sache selbst in den schwächeren Szenen des Films (Regie: Andreas Senn) noch ausgezeichnet. Dass Liefers und Loos auch im wirklichen Leben ein Paar sind, ist für die Geschichte nicht weiter von Belang, gibt dem Film aber naturgemäß zusätzlichen Reiz. tpg.

Lilys Geheimnis

Darsteller:  Anna Loos   als Lily
  Jan Josef Liefers   als Konrad
  Janek Rieke   als Monte
  Ronald Kukulies   als Gero Weber
  August Zirner   als Friedrich Pietsch
  Kathrin von Steinburg   als Saskia
  Michael Rotschopf   als Elmar Scharf
  Heike Warmuth   als Sekretärin
  Lea Wolfram   als Lily, 16 Jahre
 
Regie:  Andreas Senn  
Drehbuch:  Annette Simon  
Produzent:  Prof. Nico Hofmann  
  Christian Rohde  
Kamera:  Stefan Unterberger  
Musik:  Oliver Biehler  
Produktionsdesign:  Sebastian Soukup  
Kostüme:  Judith Holste  
Maske:  Saskia Sudau  
  Aylin Özbay  
Ton:  Frank Schreiner  
Casting:  Nina Haun  

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