Fernsehfilm frei nach dem gleichnamigen Roman von Johannes Mario Simmel. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto05/10050499/b150x150.jpg Liebe ist nur ein Wort

Filmdetails

Liebe ist nur ein Wort

Fernsehfilm frei nach dem gleichnamigen Roman von Johannes Mario Simmel.


So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau


Kritik

Liebe ist nur ein Wort

Die Freizügigkeit vergangener Jahre scheint dahin, das Fernsehen ist in letzter Zeit ziemlich züchtig geworden. Nicht nur deshalb wirkt dieser Film mit einer ordentlichen Portion Erotik mitunter wie eine Reminiszenz an frühere Zeiten. Auch der zornige junge Mann aus schwerreichem Elternhaus, der sich als Kapitalismuskritiker gegen die Vätergeneration auflehnt, scheint mit seinen existenzialistischen Dialogen wie eine Erinnerung an Gestern. Nach "Und Jimmy ging zum Regenbogen" sowie "Gott schützt die Liebenden" ist "Liebe ist nur ein Wort" die dritte Neuverfilmung eines Bestsellers von Johannes Mario Simmel.

Der Roman ist 1963 erschienen, der erste Film kam 1971 in die Kinos. In der Dreiecksgeschichte verliebt sich die Frau eines Bankiers in einen Schüler. Damals war das ohne Frage noch verrucht. Insgeheim mag sich daran bis heute nicht viel geändert haben, aber eine Sensation ist es nicht mehr. Daher kann die von Christoph Silber adaptierte Handlung auch keinen Anstoß mehr erregen. Die Besetzung verzerrt die unmoralische Konstellation ohnehin fast ins Lächerliche: Im von Tragik durchflorten neuen Film ist die von Nadeshda Brennicke (Jahrgang 1973) gespielte Bankiersgattin Verena zwei Jahrzehnte älter als ihr junger Liebhaber Oliver; in der Wirklichkeit liegen zwischen ihr und Vinzenz Kiefer (1979) gerade mal sechs Jahre.

Trotzdem lebt das Melodram (Regie: Carlo Rola) von seinen Schauspielern, den großen Emotionen und vor allem der Erotik, was viel zur Glaubwürdigkeit der Geschichte beiträgt; auch wenn es überwiegend die Schauspielerinnen sind, die diesen Beitrag leisten. Gerade Brennicke verkörpert die zwischen der Wohlstandssicherheit ihres Gatten und dem jugendlichen Ungestüm Olivers hin und hergerissene Verena sehr überzeugend. Vinzenz Kiefer ist als Partner eine ausgezeichnete Wahl, und der ganz gegen das Image des aufrechten "Tatort"-Kommissars besetzte Miroslav Nemec ist als drittes Mitglied dieser menage à trois eine reizvolle Ergänzung.

Um das Trio herum passiert allerdings nicht viel. Hier ein Techtelmechtel Olivers mit einer Kommilitonin, dort eine verpfuschte Prüfung, außerdem die rätselhaften Auftritte eines behinderten Mitbewohners: Die weiteren Handlungsteile sind zwar bestechend fotografiert (Frank Küpper), wirken aber wie Zwischenspiele. Entscheidend für die mehrfach angedeutete Lebensmüdigkeit des jungen Mannes ist die emotionale Distanz zwischen Oliver und seinem Vater, einem ebenso korrupten wie schwerreichen Industriellen. Die Beziehung ist allerdings eine derartige Randerscheinung, dass sie praktisch keine Rolle spielt. Und weil der Vater vom über siebzigjährigen Jürgen Schornagel verkörpert wird, hält man ihn zunächst ohnehin für Olivers Opa. tpg.

Liebe ist nur ein Wort

Darsteller:  Vinzenz Kiefer   als Oliver Mansfeld
  Nadeshda Brennicke   als Verena Lord
  Miroslav Nemec   als Manfred Lord
  Jürgen Schornagel   als Walter Mansfeld
  Sebastian Kroenert   als H.D.
  Sinta Weisz   als Geraldine
  Johann Adam Oest   als Dr. Florian
  Aaron Hildebrand   als Walter
  Patricia Hirschbichler   als Dr. Hildebrand
  Stephan Luca   als Luka
 
Regie:  Carlo Rola  
Drehbuch:  Christoph Silber  
Produzent:  Oliver Berben  
Buchvorlage:  Johannes Mario Simmel  
Kamera:  Frank Küpper  
Schnitt:  Friederike von Normann  
Musik:  Christian Brandauer  
Produktionsdesign:  Jérôme Latour  
Kostüme:  Constanze Kruse  
Ton:  Detlev Fichtner  

Star

Vinzenz Kiefer

Vinzenz Kiefer wurde 2008 durch seine Rollen in dem RAF-Drama "Der Baader Meinhof Komplex" und dem TV-Zweiteiler "Der Seewolf" bekannt....

Star

Nadeshda Brennicke

Kapriziös und erotisch, verspielt und knallhart im Durchsetzen ihrer Interessen sind die von Nadeshda Brennicke verkörperten...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.