Der Herr der Dunkelheit hat nichts Geringeres im Sinn, als die ganze Welt mit Dunkelheit zu überziehen. Dem im Wege stehen die letzten beiden Einhörner, weshalb er seinen Schergen den Befehl gibt, sie zu töten. Gelegenheit dazu ergibt sich, weil der nette Waldbewohner Jack gerade die reizende Prinzessin Lili mit den Einhörnern bekannt macht. Eines der Tiere wird getötet, das andere gemeinsam mit Lili entführt. Unterstützt von Feen, Elfen und anderen Waldbewohnern macht sich Jack auf, Lili und das Einhorn zu retten.
Nach "Alien" und "Blade Runner" wagte sich Ridley Scott an dieses überaus ambitionierte Fantasymärchen für Erwachsene, das seinerzeit ähnlich wie "Blade Runner" an den Kinokassen nicht gerade auf große Gegenliebe stieß. Wie alle von Scotts Filmen visuell beeindruckend und von einer Liebe zum Detail (und zu Effekten) geprägt, leidet der Film unter der vorhersehbaren Handlung und einem blass bleibenden Hauptdarsteller in Gestalt von Nachwuchsmime Tom Cruise (der mit seinem nächsten Film, "Top Gun", den Durchbruch schaffte). Entschädigung dafür bietet Tim Curry, der als Herr der Dunkelheit zwar kaum erkennbar ist, Cruise aber klar in den Schatten stellt.
| Darsteller: | Tom Cruise | als Jack O' the Green | |
|---|---|---|---|
| Mia Sara | als Lili | ||
| Tim Curry | als Fürst der Dunkelheit | ||
| David Bennent | als Honethorn Gump | ||
| Alice Playten | als Blix | ||
| Billy Barty | als Screwball | ||
| Cork Hubbert | als Brown Tom | ||
| Kiran Shah | als Blunder | ||
| Peter O'Farrell | als Pox | ||
| Annabelle Lanyon | als Oona | ||
| Robert Picardo | als Meg Mucklebones | ||
| Tina Martin | als Nell | ||
| Ian Longmuire | |||
| Mike Crane | als Dämonen-Köche | ||
| Regie: | Ridley Scott | ||
| Drehbuch: | William Hjortsberg | ||
| Produzent: | Arnon Milchan | ||
| Kamera: | Alex Thomson | ||
| Schnitt: | Terry Rawlings | ||
| Musik: | Jerry Goldsmith | ||
| Tangerine Dream | |||
| Produktionsdesign: | Assheton Gorton | ||
Von Feen, Elfen, Zentauren und anderen fantastischen Wesen. Über Filme die sind, die waren und die noch kommen werden.
"Der Herr der Ringe" hat es vorgemacht: Alle drei Folgen der erfolgreichen Trilogie wurden zur Weihnachtszeit veröffentlicht und zogen das Kinopublikum in die Kinosäle. Mit der überaus erfolgreichen Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Romanen war klar: Fantasyfilme stehen ganz oben auf der Wunschliste des Publikums.
Doch läuteten "Die Gefährten" nicht alleine die neue Fantasy-Ära ein. Im selben Jahr kam auch das erste "Harry Potter"-Abenteuer in die deutschen Kinos und begeisterte die kleinen und großen Kinder. Vielleicht war aber auch gerade 2001 das Jahr - nach den Anschlägen in Amerika - in dem die Welt wieder mehr Fantasie brauchte. Auch die Fortsetzungen, in mehr oder minder regelmäßigen Abständen, sollten die Fans scharenweise ins Kino locken.
Während "Herr der Ringe" von 2001 bis 2003 jedes Jahr zur Weihnachtszeit die Geschichte des Rings weitererzählte, ließ sich der Zauberlehrling manchmal etwas mehr Zeit und verlegte schließlich 2005 mit "Harry Potter und der Feuerkelch" seinen Filmstart in den Sommer. Die Gründe sind unbekannt - dem Erfolg hat es aber nicht geschadet und auch der fünfte Teil startet am 12. Juli im Hochsommer.
Doch grundsätzlich nützen Fantasyfilme die Stimmung der Weihnachtszeit aus und legen ihre Kinostarttermine in die besinnliche Zeit. So kämpfte Löwe Aslan an der Seite der vier Pevensie-Kinder im Dezember 2005 um C.S. Lewis' "Narnia" und Drache Saphira flog mit "Eragon" im Dezember 2006 in die Kinos - beide Abenteuer waren ebenfalls Romanverfilmungen. Die Arbeiten an einer Fortsetzung von Narnia mit "Prinz Kaspian" haben bereits begonnen. Auch soll Christopher Paolinis "Eragon 2" seinen Weg auf die Kinoleinwand finden, allerdings gibt es dafür noch keinen Starttermin.
Mit seinem achten Film "Top Gun" avancierte Cruise zum Weltstar und wurde als jüngster Hollywood-Schauspieler auf dem Walk of Fame verewigt....
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.