Originaltitel: You Don't Mess with the Zohan
USA 2008
Adam Sandler
John Turturro
Emmanuelle Chriqui
Regie: Dennis Dugan
Verleih: Sony Pictures
Der tödlichste Agent des israelischen Mossad heißt Zohan (Adam Sandler), den man ehrfürchtig als "Rembrandt der Granaten" bezeichnet. Sehr zum Leidwesen des palästinensischen Terroristen Phantom (John Turturro). Doch eines Tages täuscht Zohan seinen Tod vor und taucht incognito in New York auf, um seinen Traum zu erfüllen und Hair-Stylist zu werden. Im Salon von Dalia (Emmanuelle Chriqui) findet er Berufung und Liebe, aber die Vergangenheit ruht nicht.
Aberwitziger Klamauk mit Lach-Topstar Adam Sandler, der schon unlängst mit "Chuck und Larry", ebenfalls von Dennis Dugan, für Toleranz warb. Die überdrehte Komödie vereint blühenden Blödsinn mit slapstickhafter Satire und bietet endlich eine Lösung für den unseligen Nahost-Konflikt.
Hit-Auftrag für Starkomiker Adam Sandler: Als israelischer Ex-Agent und aufstrebender Hairstylist verwöhnt er in New York die Frauen.
Eine japanische Legende ist Hanzo, der Super-Samurai, dem Quentin Tarantino in "Kill Bill" ein Denkmal errichtet hat. Sein israelisches Pendant heißt Zohan, vielleicht ein Anagramm, ganz sicher aber die Wunderwaffe des Geheimdienstes im Kampf gegen den Terror. Viel lieber aber ist Zohan (Adam Sandler) Beachboy am Strand von Tel Aviv, der Bikinis observiert und davon träumt, als Hairstylist in New York Frisuren zu legen und Frauen zu pflegen.
Nach dem letzten Duell mit seinem palästinensischen Erzfeind Phantom (John Turturro), in dem die Top-Fighter ihre Schmerzgrenze mit Piranhas in der Unterhose und Granatenexplosionen ausloten, täuscht Zohan seinen Tod vor - und entdeckt in New York ein neues Leben.
Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gibt die schöne Palästinenserin Dalia (Emmanuelle Chriqui aus "Wrong Turn") Zohan eine Chance - und er den Kundinnen ihres Salons ein Verwöhnprogramm, das den ganzen Körper einschließt. Doch als die Vergangenheit den neuen Star-Stylisten einholt und Dalias Vermieter in traditioneller Kapitalistenmanier Terror macht, zeigt Zohan, warum sich keiner mit ihm anlegen sollte.
Waschen, legen, die Welt retten. Charmant und cholerisch kennt man Adam Sandler, hier darf er auch cool, verrückt und multitalentiert sein. In der Disco gibt er den John Travolta, im Wasser den Delfin, der es mit Jetskis aufnimmt, im Bett ist er Iron Man und im Einsatz Spider-Man.
Sandlers Show als athletischer und elastischer Über-Akrobat, der Liegestütze ohne Hände und beim Turnen am Friseurstuhl dem chinesischen Staatszirkus Konkurrenz machen kann, zählt zu den Highlights dieser lustvoll albernen und absurden Komödie, der nichts heilig ist. Ob nun Zohan schreiende Kinder mit einem Griff stilllegt oder große, vermeintlich unlösbare politische Konflikte auf privater Ebene verhandelt und beigelegt werden.
Auch die grotesken Duelle mit Phantom haben Spaßgarantie, nicht zuletzt dank John Turturro, der seit "The Big Lebowski" und seinem Bowlingspinner Jesus nicht mehr so komisch sein durfte. Und der Filmfan staunt, wie es Zohan tatsächlich gelingt, Warren Beattys "Shampoo", Ben Stillers "Zoolander" und Johnny Depps "Edward mit den Scherenhänden" zu einem Paket zu schnüren.
| Darsteller: | Adam Sandler | als Zohan | |
|---|---|---|---|
| John Turturro | als Phantom | ||
| Emmanuelle Chriqui | als Dalia | ||
| Nick Swardson | als Michael | ||
| Lainie Kazan | als Gail | ||
| Rob Schneider | als Salim | ||
| Ido Mosseri | als Oori | ||
| Dave Matthews | als James | ||
| Michael Buffer | als Walbridge | ||
| Robert Smigel | als Yosi | ||
| Regie: | Dennis Dugan | ||
| Drehbuch: | Judd Apatow | ||
| Adam Sandler | |||
| Robert Smigel | |||
| Produzent: | Adam Sandler | ||
| Jack Giarraputo | |||
| Ausf. Produzent: | Robert Smigel | ||
| Barry Bernardi | |||
| Kamera: | Michael Barrett | ||
| Schnitt: | Tom Costain | ||
| Musik: | Rupert Gregson-Williams | ||
| Produktionsdesign: | Perry Andelin Blake | ||
| Kostüme: | Ellen Lutter | ||
| Casting: | Sarah Finn | ||
| Randi Hiller | |||
Noch nie waren sich unsere Filmredakteure so einig!
Normalerweise diskutieren wir uns in der Redaktion von KINO.DE leidenschaftlich die Köpfe heiß, wenn's um Filmgeschmack geht. Doch dieses Jahr waren wir uns nicht nur untereinander einig. Wir mussten beim Vergleichen der Stimmen für die Top Ten unseres Teams auch noch entsetzt feststellen, dass wir derselben Meinung sind, wie die Oscar-Jury - über die wir uns in der Vergangenheit schon oft gewundert bis schwarz geärgert hatten.
Doch "No Country for Old Men", die genial absurde Killer-Groteske der Coens gewann 6 Oscars - und 6 Top Ten-Erwähnungen unserer acht stimmberechtigten Redaktionskritiker (Michaela, Natalie, was ist eigentlich mit Euch los?). Zwar hatte nur einer den Film zu seinem absoluten Liebling erkoren (Bravo, Alex!), doch jeder, der "No Country" in der Liste hatte, platzierte ihn in den Top 3. Besonders beliebt war auch das Indie-Juwel "Juno" um einen schwangeren Teenager - und natürlich das Eventmovie des Jahres: "The Dark Knight". Hier die komplette Liste unserer Lieblingsfilme 2008:
Wir wünschen wundervolle Feiertage!
Das Team von KINO.DE
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