Die gelungene Mischung aus guten Actionszenen, stimmigen Dialogen und einer schönen Romanze heben Gary Fleders Regiedebüt weit über den Rahmen durchschnittlicher Thrillerware hinaus. http://images.kino.de/flbilder/max06/auto06/auto26/06260096/b150x150.jpg Leben nach dem Tod in Denver

Filmdetails

Leben nach dem Tod in Denver

Die gelungene Mischung aus guten Actionszenen, stimmigen Dialogen und einer schönen Romanze heben Gary Fleders Regiedebüt weit über den Rahmen durchschnittlicher Thrillerware hinaus.


Leben nach dem Tod in Denver
Start: 18.04.1996

Originaltitel: Things to Do in Denver When You're Dead

Thriller / Komödie

USA 1995
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Andy Garcia
Christopher Lloyd
William Forsythe

Regie: Gary Fleder
Verleih: Studiocanal

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Eigentlich wollte der frischverliebte Gentleman-Gangster Jimmy, Branchenname: The Saint, seine Vergangenheit hinter sich lassen. Doch sein fieser Boss hat ihn in der Hand und zwingt ihn zu einem letzten Deal: Jimmy mobilisiert vier alte Kumpels, doch die vermasseln den Auftrag. Vom Boss zum Abschuß freigegeben, bleiben Jimmy gerade einmal 48 Stunden, sich und seine Freunde in Sicherheit zu bringen.


Kritik

Leben nach dem Tod in Denver

Daß Quentin Tarantinos Erfolg nicht ohne Folgen bleiben würde, war zu erwarten. Sein "Pulp Fiction" hat den Gangster-Comic-Film salonfähig gemacht. In dieser Genre-Ecke bewegt sich auch Gary Fleders bemerkenswerter Regie-Erstling. Mit einigen gravierenden Unterschieden allerdings. Zwar tragen die Mitglieder seiner Denver-Gang durchaus comichaft-stilisierte Züge, doch bleibt Fleder in seiner Figurenzeichnung sehr viel "realistischer", karikiert nicht durch Überzeichnung wie Tarantino, läßt seinen subtilen Humor dem Zuschauer nicht wie einen Preßlufthammer in die Magengrube fahren. Vor allem aber steht im Mittelpunkt der Handlung "Jimmy the Saint" (Andy Garcia) als wahrlich edler Gauner. Er macht seinem Namen alle Ehre, ist kultiviert, gebildet und stets bestrebt, Gutes zu tun. Eigentlich hat er das Gangsterleben hinter sich gelassen, versucht sich mit einem "Afterlife Advice"-Videoservice als seriöser Geschäftsmann und verliebt sich in Dagney (Gabrielle Anwar), die Frau seines Lebens. Doch leider hat ihn sein böser früherer Boß (grandios fies: Christopher Walken) am Wickel und zwingt ihn zu einem letzten Auftrag. Jimmy mobilisiert seine alten Freunde, vier mehr oder minder psychotische Ex-Gangies, die auf unterschiedlich skurrile Arten ihr Leben fristen. Doch das alte Team funktioniert nicht mehr, einzig Jimmy fungiert als Verbindungsglied zwischen den auseinanderdriftenden früheren Bundesgenossen. Also vermasseln sie den Auftrag und werden vom Big Boss zum Abschuß freigegeben. 48 Stunden bleiben Jimmy the Saint, sich und seine Jungs in Sicherheit zu bringen. Er versucht alles, um seine Freunde zu retten und seine Liebe nicht zu verlieren. Ein Wettlauf mit der Zeit, den er nicht gewinnen kann, denn gnadenlos nimmt der Hitman des Bosses seine Arbeit auf. Doch Jimmy verschafft sich einen ganz eigenen Abgang und hinterläßt ein ungewöhnliches Testament. Eine besonders gelungene Mischung aus guten Actionszenen, stimmigen Dialogen und einer unglaublich schönen Romanze heben "Things to Do in Denver..." weit über den Rahmen der üblichen Thriller-Ware hinaus. Seine Wirkung verdankt der Film in allererster Linie einem exzellenten Andy Garcia, auf dessen verhalten-intensive Darstellung von wahren Gefühlen in einer schlechten Welt man sich nur allzu gerne einläßt. Auch Gabrielle Anwar überzeugt an seiner Seite in einer eher kleinen Rolle, ebenso die durchweg hervorragende Gang-Crew. Erfrischende Bilder liefert der "unverbrauchte" Drehort Denver, und in den kurzen Ausblicken ins Leben der vier Gauner steckt viel Witz und Liebe zum Detail. Dabei scheint Gary Fleder zwar bisweilen zu sehr bemüht, alles "richtig" zu machen. Doch das ist ein Fehler, den man einem Erstling nur zu gern verzeiht. boe.

Leben nach dem Tod in Denver

Darsteller:  Andy Garcia  
  Christopher Lloyd  
  William Forsythe  
  Bill Nunn  
  Steve Buscemi  
  Gabrielle Anwar  
  Christopher Walken  
  Treat Williams  
  Jack Warden  
  Fairuza Balk  
  Michael Nicolosi  
  Bill Cobbs  
  Marshall Bell  
 
Regie:  Gary Fleder  
Drehbuch:  Scott Rosenberg  
Produzent:  Cary Woods  
Ausf. Produzent:  Bob Weinstein  
  Harvey Weinstein  
  Marie Cantin  
Kamera:  Elliot Davis  
Musik:  Michael Convertino  

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