Psychologischer Thriller über die Bewohner einer australischen Stadt, deren Leben durch einen mysteriösen Mordfall aus den Bahnen gerät. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz26/z0226502/b150x150.jpg Lantana

Filmdetails

Lantana

Psychologischer Thriller über die Bewohner einer australischen Stadt, deren Leben durch einen mysteriösen Mordfall aus den Bahnen gerät.


Lantana
Start: 07.11.2002

Thriller / Drama

Australien/Deutschland 2001
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Anthony LaPaglia
Geoffrey Rush
Barbara Hershey

Regie: Ray Lawrence
Verleih: Alamode

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

In einer kleinen australischen Stadt bringt das mysteriöse Verschwinden einer Frau die Existenzen von mehreren Paaren durcheinander. Cop Leon (Anthony LaPaglia) steckt bis zum Hemdkragen in der Midlife-Crisis und betrügt seine Frau Sonja (Kerry Armstrong) mit der schönen Jane (Rachael Blake). Sonja sucht Hilfe bei der Psychologin Valerie (Barbara Hershey), die ihrerseits vermutet, ihr Mann John (Geoffrey Rush) könne ein homosexuelles Verhältnis mit einem ihrer Patienten haben.

Die Filme Robert Altmans lassen schön grüßen, wenn der Australier Ray Lawrence ("Bliss") ein episodisches Kleinstadtportrait mit einer Crime Story verquickt.


Kritik

Lantana

Ray Lawrence ist ein Enigma: 1985 dreht er mit "Bliss" einen der couragiertesten, frechsten und lyrischsten Filme des Neuen Australischen Kinos. Die Geschichte eines Familienvaters, der nach einem Herzstillstand sein oberflächliches Leben verändert, im Regenwald Imker wird und am Ende, als sich verflüchtigende Seele, von den Blättern der Bäume eingeatmet wird. 16 Jahre später dreht der Werbeprofi mit "Lantana" den Nachfolger, der wieder um Leere, Liebe und Erneuerung kreist, siebenmal mit dem wichtigsten australischen Filmpreis ausgezeichnet wurde und in diesem Kinojahr zu den schönsten und reifsten Arthouse-Angeboten zählt.

Als Psychothriller angekündigt, bedient diese zum Teil mit deutschem Geld finanzierte Adaption eines Theaterstücks das Genre nur am Rande. Es gibt zwei Leichen, einen unaufgeklärten Mord, Menschen, die scheinbar spurlos verschwinden und Situationen subtil inszenierten Unbehagens. Das eigentliche Interesse des Films aber gilt einem anderen Mysterium: der Liebe und ihrer Zerstörung gerade auch durch die Lüge. Drei Beziehungen stehen im Vordergrund, und für jede einzelne Person interessiert sich der Film, nimmt sich viel Zeit für die Beobachtung seiner Figuren und deren Entwicklung. Geradezu lethargisch ist anfangs das Tempo, korrespondiert mit dem Stillstand, der im Leben zentraler Charaktere eingetreten ist. Wenn diese dann ihren Platz eingenommen haben und komplexe Dynamik entsteht, entwickelt sich ein dramatischer Sog, bis sich die Spannung aus den Konflikten und der kriminalistischen Ebene entlädt. Hauptfigur Leon (Anthony LaPaglia, Australiens Antwort auf Alec Baldwin), ist Cop und wie der Protagonist aus "Bliss" vom Leben ermüdet und reif für eine Erneuerung. Er betrügt seine Frau, die Hilfe bei einer Therapeutin (Barbara Hershey) sucht, die selbst solche nötig hätte. Denn auch ihre Ehe mit John (Geoffrey Rush) ist am Ende, seit die gemeinsame Tochter ermordet wurde. Als sie eines Nachts nach einer Autopanne spurlos im Regenwald verschwindet, leitet LaPaglia die Ermittlungen. Die Spur führt zu einem anderen Paar, das als einziges in diesem Film kein Leben in Lüge, sondern in Vertrauen lebt. Was für die Auflösung des Thriller-Elements nicht folgenlos bleibt. Genau beobachtet ist jede dieser Beziehungen, nachvollziehbar die Defizite, Verhaltensmotive und Fehler, die gemacht werden. Spektakulär für Millionen ist nichts daran, weshalb "Lantana" kommerziell wohl Minderheitenkino ist. Das aber kann man nicht nur tolerieren, sondern auch aufrichtig bewundern. kob.

Lantana

Darsteller:  Anthony LaPaglia   als Leon Zat
  Geoffrey Rush   als John Knox
  Barbara Hershey   als Dr. Valerie Somers
  Kerry Armstrong   als Sonja Zat
  Rachael Blake   als Jane O'May
  Vince Colosimo   als Nik D'Amato
  Russell Dykstra   als Michael
  Daniela Farinacci   als Paula D'Amato
  Peter Phelps   als Patrick Phelan
  Leah Purcell   als Claudia Weis
  Glenn Robbins   als Pete O'May
  Nicholas Cooper   als Sam Zat
  Marc Dwyer   als Dylan Zat
 
Regie:  Ray Lawrence  
Drehbuch:  Andrew Bovell  
Produzent:  Jan Chapman  
Ausf. Produzent:  Rainer Mockert  
  Mikael Borglund  
Buchvorlage:  Andrew Bovell  
Kamera:  Mandy Walker  
Schnitt:  Karl Sodersten  
Musik:  Paul Kelly  
  Shane O'Mara  
  Steve Hadley  
  Bruce Haymes  
  Peter Luscombev  
Produktionsdesign:  Kim Buddee  
  Tony Campbell  
Kostüme:  Margot Wilson  
Ton:  Andrew Plain  
Casting:  Susie Maizels  
  Sarah Beardsall  

Star

Geoffrey Rush

Kostümrollen und exzentrisch-exaltierte Charaktere, komische und liebenswert verrückte Gestalten wie aus den Dramen William Shakespeares sind...

Star

Barbara Hershey

Michael Caines Stoßseufzer "Mein Gott, ist sie schön!" zu Beginn von Woody Allens "Hannah und ihre Schwestern", in dem Barbara Hershey...

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