Komödie / Kriminalfilm http://images.kino.de/flbilder/max03/mbiz03/mbiz33/z0333541/b150x150.jpg Ladykillers

Filmdetails

Ladykillers


Ladykillers

Originaltitel: The Ladykillers

Komödie / Kriminalfilm

Großbritannien 1955
Laufzeit: 89 Min.

Sir Alec Guinness
Cecil Parker
Herbert Lom

Regie: Alexander Mackendrick
Verleih: Atlas

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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lau

Inhalt

Als der angebliche Professor Marcus und seine vier Ganovenfreunde mit der Hilfe von Marcus' nichts ahnender Vermieterin einen großangelegten Geldraub schon fast erfolgreich abgewickelt haben, kommt ihnen die alte Dame im letzten Moment doch noch auf die Schliche. Die Bande ist sich einig: Sie muss umgebracht werden. Nur wer von den fünf Männer soll die Tat ausführen? Den Entscheidungsprozess überlebt keiner von ihnen.


Kritik

Ladykillers

Die mit hochkarätiger Starbesetzung inszenierte köstliche Komödie liefert nicht nur eine genaue Definition des unnachamlichen britischen Humors, sondern ist auch ein Musterbeispiel für eine perfekt aufgebaute Kriminalgeschichte. Der schwierige Balanceakt zwischen Hochspannung und Komik gelingt Regisseur Alexander Mackendrick Szene für Szene vorbildlich und bietet erstklassige Gelegenheiten für Alec Guinness, Peter Sellers und ihre ebenso herrvorragenden Kollegen, ihre Talente zu entfalten. Der 1955 gedrehte Film erwies sich als wegweisend für die spätere Entwicklung der englischen Filmindustrie.

Ladykillers

Darsteller:  Sir Alec Guinness  
  Cecil Parker  
  Herbert Lom  
  Peter Sellers  
  Danny Green  
  Jack Warner  
  Katie Johnson  
 
Regie:  Alexander Mackendrick  
Drehbuch:  William Rose  
Produzent:  Seth Holt  
Kamera:  Otto Heller  
Musik:  Tristram Cary  

"Ich bin immer ganz ich selbst"

Wenn Tom Hanks mit den Coen-Brüdern arbeitet, ist das ein Gütesiegel. Prompt lief "Ladykillers" im diesjährigen Wettbewerb von Cannes. Anders als die britische Vorlage von 1955 spielt die Neuverfilmung des großen Gangster-Coups nun in den Südstaaten der USA und schreckt auch vor Splapstick nicht zurück. Hollywoods Filmstar Nummer eins über das ehrgeizige Projekt.

Großansicht Tom Hanks steht offenherzig Rede und Antwort (Foto: Boris Sunjic)

Tom Hanks steht offenherzig Rede und Antwort (Foto: Boris Sunjic)

» In Ladykillers treten Sie ein schweres Erbe an - das von Sir Alec Guinness. Wann haben Sie das Original zum ersten mal gesehen?

TOM HANKS:

Gar nicht. Als Kind habe ich zwar öfter ein paar Minuten von "Ladykillers" im Fernsehen mitgekriegt, aber nie den ganzen Film. Und dabei habe ich es auch belassen: Ich wollte die Rolle möglichst unbeeinflusst spielen.

» Wie kam es zur Zusammenarbeit mit den Coen-Brüdern?

Jeder will mal mit ihnen drehen, weil sie einfach exzellente Filme machen. Den neuen der Coens schaust du dir immer an, das ist ein Muss. "Fargo" zum Beispiel ist einer der besten Filme der letzten 20 Jahre - auch wenn er bei mir einige Fragen aufwarf, die mir nicht mal Joel und Ethan beantworten konnten. Ihre Filme sind einfach konfus - ähh, ich meine kompromisslos - und nicht vorhersehbar.

Großansicht Am Set: Die Küche der alten Lady (Foto: Buena Vista)

Am Set: Die Küche der alten Lady (Foto: Buena Vista)

» Wie sind die beiden am Set?

Vor allem extrem gut organisiert! Dadurch geht alles schnell und du kämpfst nicht wie sonst ständig gegen die Uhr. Oft sagten sie schon um drei Uhr nachmittags zu mir "Danke, bis morgen!" und ich fragte "Was, darf ich schon nach hause?!"

Außerdem war ich darauf eingestellt, ihr Drehbuch wie die Gutenberg-Bibel zu behandeln und alles exakt so zu spielen, wie im Skript. Aber überraschenderweise sind die beiden da völlig locker.

Großansicht Die chaotische Räuberbande will einen Tunnel zum Tresor eines Casions graben (Foto: Buena Vista)

Die chaotische Räuberbande will einen Tunnel zum Tresor eines Casions graben (Foto: Buena Vista)

» Ihre Darstellung des Ganoven Professor Higginson wurde teils als "komödiantisches Meisterstück" gelobt, von anderen als "völlig übertrieben und gekünstelt" kritisiert. Wie stehen Sie dazu?

Ich habe bei dieser Rolle an einen Literatur-Professor gedacht, der an irgendeiner zweitklassigen Uni glaubt, die Welt der Kunst zu regieren - obwohl er lediglich vor 15 gelangweilten Studenten abgefahrene Vorträge hält.

So ähnlich ist auch Goldthwait Higginson mit seiner komischen Vorliebe für Edgar Allan Poe. Wahrscheinlich hat er, bevor er Gangster wurde, an der Uni mal eine Arbeit über ihn geschrieben und seitdem ist das Thema sein Steckenpferd. Higginson zitiert Poe in den unpassendsten Momenten und er hat dessen höchst verwinkelte Prosa sogar in seine eigene Art zu reden übernommen.

Letztlich macht Higginsons Rhetorik die hypnotische Wirkung diese Mannes auf seine Komplizen und die alte Lady aus: Er redet und redet und redet und hat dabei das unerschütterliche Vertrauen, dass das, was er sagt, irgendwann schon Sinn machen wird. Higginson lebt für die Sprache, weil sie ihn aus jeder misslichen Lage rettet. Das ist das Besondere an dieser Figur. Würde das wegfallen, hätten Sie nur noch einen Film über ein paar Typen, die zwei Stunden lang in einem Keller ein Loch buddeln.

Großansicht Die Lady fühlt dem Professor auf den Zahn (Foto: Buena Vista)

Die Lady fühlt dem Professor auf den Zahn (Foto: Buena Vista)

» Warum haben Sie das hysterische Kichern so oft eingebaut?

Das brach in einer Szene mal so aus mir raus, und wir dachten, das könnte so etwas wie Higginsons Markenzeichen werden. Also habe ich es dann auch bei anderen Szenen in einigen Takes verwendet. Letztlich wurde aber im Schnitt entschieden, ob man den Take mit Lachen oder den ohne verwendete.

» Wie gut finden Sie sich selbst in "Ladykillers" im Vergleich zu Ihren anderen Rollen?

Ich würde mir in jedem Film, den ich je gemacht habe, eine 3 geben. Ich selbst bin nun wirklich die am wenigsten geeignete Person, um meine Arbeit zu beurteilen.

Großansicht Alec Guinnes & Co. im Original von 1955 (Foto: Atlas)

Alec Guinnes & Co. im Original von 1955 (Foto: Atlas)

» In England hatte man große Vorbehalte gegen die Neuverfilmung, weil man das Original sehr verehrt.

Lassen Sie es uns doch so sehen: Wir machen den Stoff neu zugänglich und singen gleichsam eine Ode an dieses wundervolle Kunstwerk.

» Sind Sie jetzt in Ihrer Rolle?

Nein, in Interviews bin ich natürlich immer völlig offen, ehrlich und ganz ich selbst.

» Remakes sind ja derzeit groß in Mode. Welche Neuverfilmung würde Sie gerne sehen?

Wie wär's zum Beispiel mit "The Three Stooges"?

Großansicht Das Leben eines Anführers ist hart (Foto: Buena Vista)

Das Leben eines Anführers ist hart (Foto: Buena Vista)

» Wer sollte die Hauptrollen spielen?

Vielleicht drei Australier: Russell Crowe, Mel Gibson und Geoffrey Rush. Über die genaue Rollenverteilung müsste man noch diskutieren. Aber wechseln wir lieber das Thema - wissen Sie, ich bin Amerikaner, ich kann stundenlang über "The Three Stooges" reden.

» Apropos Amerikaner - was sagen Sie zur momentanen politischen Situation?

Sie meinen im Irak? Alles, was ich dazu sagen will, ist: Es ist eine schwierige Lage und wir haben viele gute Jungs da unten. Hoffentlich kommen sie heil zurück, Gott beschütze sie.

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