Luftige, lockere und leichte Liebesgeschichte von Mika Kaurismäki vor dem Hintergrund des Filmbusiness in L.A. http://images.kino.de/flbilder/max99/bf99/bf33/b9933003/b150x150.jpg L.A. Without a Map

Filmdetails

L.A. Without a Map

Luftige, lockere und leichte Liebesgeschichte von Mika Kaurismäki vor dem Hintergrund des Filmbusiness in L.A.


L.A. Without a Map
Start: 16.09.1999

Komödie

Großbritannien/Frankreich/Finnland 1998
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 6 Jahre

David Tennant
Vinessa Shaw
Julie Delpy

Regie: Mika Kaurismäki
Verleih: Time

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Für Barbara hat Richard sein nordenglisches Dorf verlassen und ist nach Los Angeles geflogen, wo seine Liebe als Kellnerin arbeitet. Den ewigen Versprechungen eines Regisseurs, aus ihr einen Star zu machen, setzt Richard sein echtes Gefühl entgegen und schafft es tatsächlich, Die Jungmimin zu heiraten. Doch bis zur wahren Liebe ist es noch ein weiter Weg.


Kritik

L.A. Without a Map

Luftige, lockere und leichte Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Filmbusiness in L.A., die Mika Kaurismäki, Akis produktiver Bruder, mit Humor und lakonischem Witz präsentiert, indem er zwei Turteltauben in der Stadt der Engel gegen die Berufszyniker antreten läßt. Inmitten der Kunstszene, der In-Restaurants, der Agenten mit Tele-Anschlußknopf im Ohr und der Jung-Regisseure mit Spielberg-Wahn wirken Richard, der englische Begräbnisunternehmer, und seine große Liebe Barbara, Schauspielerin mit "Baywatch-Körper" und Vater-Trauma, wie die einzig Normalen in der Zelluloid-Debil-AG.

Für Barbara hatte Richard, eigentlich der Tochter des lokalen Geschäftsmannes versprochen, sein nordenglisches Dorf verlassen und war spontan nach L.A. geflogen, wo seine Liebe auf den ersten Blick als Kellnerin arbeitet. Den ewigen Versprechungen von Patteson, dem Regisseur, der vorgibt, aus Barbara einen Star zu machen, setzt Richard sein echtes Gefühl entgegen und schafft es tatsächlich, die Jungmimin zu heiraten. Doch die "true love" stellt sich erst nach einigen Rückschlägen ein.

Bis dahin haben die beiden zwar den ganz normalen Wahnsinn von L.A., aber auch Fraundschaft gefunden: Julie Delpy als Barbaras Vertraute und Vincent Gallo als Ex-Hippie und Gitarrist ohne Zukunft stehen den Naiven im Künstlerland bei und schleppen sie in der insgesamt sehr entspannten Inszenierung Kaurismäkis in einen Musikschuppen, wo die leibhaftigen Leningrad-Cowboys auftreten und Gallo mit der Supertolle mitmischt. Als "guiding spirit" Richards tritt Johnny Depp aus dem "Dead Man"-Poster in die Wirklichkeit und schafft so eine schöne Matrix für den kleinen romantischen Parcours durch L.A., der als Sommerfilm ausgezeichnet in jedes Programmkino mit Sinn für Spaß paßt. ger.

L.A. Without a Map

Darsteller:  David Tennant   als Richard
  Vinessa Shaw   als Barbara
  Julie Delpy   als Julie
  Vincent Gallo   als Moss
  Cameron Bancroft   als Patterson
  James LeGros   als Takowsky
  Saskia Reeves   als Joy
  Steve Huison   als Billy
  Lisa Edelstein   als Sandra
  Joe Dallesandro   als Michael
  Jerzy Skolimowski   als Pfarrer
  Amanda Plummer   als Poolbesitzerin
  Anouk Aimée  
  Robert Davi  
  Johnny Depp  
  Monte Hellman  
 
Regie:  Mika Kaurismäki  
Drehbuch:  Richard Rayner  
  Mika Kaurismäki  
Produzent:  Julie Baines  
  Sarah Daniel  
  Pierre Assouline  
Koproduzent:  Mika Kaurismäki  
Ausf. Produzent:  Deepak Nayar  
Buchvorlage:  Richard Rayner  
Kamera:  Michel Amathieu  
Schnitt:  Ewa Lind  
Musik:  Sebastien Cortella  
  Leningrad Cowboys  
Produktionsdesign:  Caroline Hanania  
Kostüme:  Yasmine Abraham  
Ton:  Paul Jyrälä  

Chloë Sevigny verteidigt Sex-Szene

Es ist mal wieder soweit: Mit schöner Regelmässigkeit darf sich die amerikanische Gesellschaft über allzu deutliche Sex-Szenen aufregen.

Großansicht Chleo Sevigny: "'Brown Bunny' ist wie ein Andy-Warhol-Film" (Foto: Kurt Krieger)

Chleo Sevigny: "'Brown Bunny' ist wie ein Andy-Warhol-Film" (Foto: Kurt Krieger)

Und der Gewinner des Controversial-Awards dieser Tage ist nicht "Fahrenheit 9/11", denn der bietet keine anstößige Erotik, sondern "The Brown Bunny" von und mit Vincent Gallo ("L.A. Without a Map"). Das Multitalent hat das Drehbuch selbst geschrieben, führt Regie und steht neben Ex-Freundin und Leinwandliebe Chloë Sevigny ("Dogville") vor der Kamera.

Ärger gibt es jetzt von Seiten amerikanischer Sittenwächter. Grund ist eine Oralsex-Szene zwischen den beiden Hauptdarstellern Gallo und Sevigny: Die Fellatio dauert über zehn Minuten und lässt nichts im Verborgenen. "Eine Schweinerei!", schimpfen da die empörten Film-Kritiker.

Chloë Sevigny ergriff nun in der laufenden Diskussion das Wort: "Es ist eine Schande, dass die Leute so viel Mist schreiben, ohne den Film gesehen zu haben. Schaut ihn Euch an!". Dann soll nämlich auch jedem verständlich werden, warum die besagte Szene essenziell für den Film ist. "Es handelt sich um Kunst - ähnlich einem Andy-Warhol-Film", sagte die 29-jährige Amerikanerin.

Sex sells - was soll's?

Einige Filmkenner nennen das Movie bereits in einem Atemzug mit "Eyes Wide Shut" oder "Irreversibel". Letzterer sorgte im Jahr 2002 für Wirbel, weil die 15-minütige Film-Vergewaltigung von Monica Bellucci ungeschnitten und ungeschönt über die Leinwand lief. Damals sind die Leute scharenweise aus den vollbesetzen Lichthäusern gelaufen - der Ekel war einfach zu groß.

Das US-Publikum wird diese Woche noch seine erotische Schmerzgrenze erkunden können - mal sehen, wer rennt, wer pennt oder wer mit Spannung den Film verfolgt.

Star

Vinessa Shaw

* 19.07.1976

Star

Julie Delpy

Die Blondine mit dem Engelsgesicht und der transparenten Haut, dem tranceartigen Blick und dem jugendlichen Lächeln pendelt in ihrer Filmarbeit...

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