Drama, das mit einem Unfall beginnt und In "Short Cuts"-Manier eine Bestandsaufnahme menschlicher Beziehungen im Schmelztiegel von L.A. liefert. http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz26/z0526524/b150x150.jpg L.A. Crash

Filmdetails

L.A. Crash

Drama, das mit einem Unfall beginnt und In "Short Cuts"-Manier eine Bestandsaufnahme menschlicher Beziehungen im Schmelztiegel von L.A. liefert.


L.A. Crash
Start: 09.03.2006

Originaltitel: Crash

Drama

USA 2004
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Sandra Bullock
Don Cheadle
Matt Dillon

Regie: Paul Haggis
Verleih: Universum (Central)

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Action
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Inhalt

Staatsanwalt Rick Cabot (Brendan Fraser) und Ehefrau Jean (Sandra Bullock) sehen sich in ihren ethnischen Vorurteilen bestätigt, als ihnen zwei schwarze Trickbetrüger (Larenz Tate und "Ludacris") den fahrbaren Untersatz mopsen. Ausbaden muss ihre Wut der Latino vom Schlüsseldienst (Michael Pena), dem zu allem Überfluss auch noch ein frisch bestohlener iranischer Kurzwarenhändler rachsüchtig im Nacken sitzt. Keiner aber hasst alle Farbigen so sehr wie LA-Cop Ryan (Matt Dillon). Ein schwarzes Ehepaar (Terrence Dashon Howard und Thandie Newton) am Steuer eines Luxuswagens kommt ihm deshalb gerade recht.

Episoden zum immergrünen Thema des offenen und versteckten Rassismus verknüpft nach bester Altman-Sitte der "Million Dollar Baby"-Drehbuchautor Paul Haggis in seinem hochkarätig besetzten Regiedebüt. Dafür gab's drei Oscars.


Kritik

Drama, das mit einem Unfall beginnt und in "Short Cuts"-Manier eine Bestandsaufnahme menschlicher Beziehungen im Schmelztiegel von L.A. liefert.

Großansicht Detective Graham ermittelt in einem Mordfall (Foto: Universum (Central))

Detective Graham ermittelt in einem Mordfall (Foto: Universum (Central))

Ein Unfall in Los Angeles: Eine asiatische Fahrerin beschuldigt die hispanische Ria (Jennifer Esposito), die mit ihrem Partner Detective Graham (Don Cheadle) zur Stelle ist, um einen Mordfall zu untersuchen. Zwei junge Schwarze (Larenz Tate und Chris "Ludacris" Bridges) beklagen sich nach einem Restaurantbesuch über Rassendiskriminierung.

Anschließend stehlen sie das Auto von Bezirksstaatsanwalt Rick Cabot (Brendan Fraser) und seiner Frau Jean (Sandra Bullock). Zu Hause zetert Jean lautstark über den anwesenden jungen Latino Daniel (Michael Pena) vom Schlüsseldienst, den sie für ein Gangmitglied hält. Der erweist sich jedoch als liebevoller und verantwortungsbewusster Vater eines kleinen Mädchens.

Großansicht Die Cops Ryan und Tom müssen miteinander auskommen (Foto: Universum (Central))

Die Cops Ryan und Tom müssen miteinander auskommen (Foto: Universum (Central))

Tragische Verbindungen

Sein Weg kreuzt sich tragisch mit einem iranischen Ladenbesitzer, der glaubt, die Verwüstung seines Ladens sei Daniels Schuld. Währenddessen benutzt Cop Ryan (Matt Dillon) die Routinekontrolle eines wohlhabenden schwarzen Ehepaars (Terrence Howard und Thandie Newton), um den Mann zu demütigen, indem er dessen Frau unsittlich betatscht.

Ensembledrama und Regiedebüt von Paul Haggis, der für sein "Million Dollar Baby"-Drehbuch bereits mit einem Oscar nominiert wurde. In "Short Cuts" nachempfundener Mosaikstruktur ist der Film eine komplexe Bestandsaufnahme menschlicher Beziehungen im Schmelztiegel von Los Angeles. Dafür wurde er mit drei Oscars, unter anderem als bester Film, ausgezeichnet.

Das teils gewalttätige Aufeinanderprallen mehrerer Figuren aus unterschiedlichem ethnischen und sozialen Background wird von einer exzellenten Besetzung porträtiert.

L.A. Crash

Darsteller:  Sandra Bullock   als Jean Cabot
  Don Cheadle   als Graham Walters
  Matt Dillon   als Officer Ryan
  Brendan Fraser   als Rick Cabot
  Jennifer Esposito   als Ria
  Ryan Phillippe   als Officer Thomas Hansen
  Thandie Newton   als Christine Thayer
  Terrence Howard   als Cameron Thayer
  Ludacris   als Anthony
  Larenz Tate   als Peter
  Shaun Toub   als Farhad
  Michael Peña   als Daniel
  William Fichtner   als Flanagan
  Nona Gaye   als Karen
  Loretta Devine   als Shaniqua
  Beverly Todd   als Graham's Mutter
  Keith David   als Lt. Dixon
 
Regie:  Paul Haggis  
Drehbuch:  Paul Haggis  
  Robert Moresco  
Produzent:  Bob Yari  
  Cathy Schulman  
  Tom Nunan  
  Mark R. Harris  
  Don Cheadle  
  Paul Haggis  
  Robert Moresco  
Koproduzent:  Betsy Danbury  
Ausf. Produzent:  Andrew Reimer  
  Tom Nunan  
  Jan Körbelin  
  Marina Grasic  
  Sarah Halley Finn  
  Randi Hiller  
Buchvorlage:  Paul Haggis  
Kamera:  J. Michael Muro  
Schnitt:  Hughes Winborne  
Musik:  Mark Isham  
Produktionsdesign:  Laurence Bennett  
  Brandee Dell'Aringa  
Kostüme:  Linda Bass  
Ton:  Richard Robert van Dyke  
  Sandy Gendler  
Casting:  Sarah Halley Finn  
  Randi Hiller  

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Großansicht Das Filmfest war auch 2005 wieder ein Erfolg für alle Filmfans (Foto: Filmfest München)

Das Filmfest war auch 2005 wieder ein Erfolg für alle Filmfans (Foto: Filmfest München)

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Nackte Haut lässt die Kassen klingeln

In über 200 Filmen ging es um die großen, aber vor allem auch kleinen Helden des Alltags, um Familie, Freunde, Beziehungen und die Liebe. Michelangelo Antonioni, Steven Soderbergh und Wong Kar-Wai widmeten ihr sogar das gemeinsame Projekt "Eros". Was sich in den freizügigen Episoden ankündigt, scheint sich derzeit zum Must-have einer ganzen Filmgeneration zu entwickeln: Nackte Haut und so viel Sex wie geht.

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Großansicht Die tollpatschig wirkenden Frackträger auf Reisen sorgten für Abkühlung (Foto: Kinowelt)

Die tollpatschig wirkenden Frackträger auf Reisen sorgten für Abkühlung (Foto: Kinowelt)

Politische Themen und Pinguine

Auch die Politik kam bei so viel Liebe nicht zu kurz. Bereits der Eröffnungsfilm "Drum" machte sich die Rassentrennung in Südafrika zum Thema, das sich auch in anderen Filmen fortsetzte. In "L.A. Crash" zeigt sich die Alltäglichkeit des Rassismus zwischen Schwarz und Weiß, in "Havoc" werden die Latino-Gangs sogar ironischer Weise zu Idolen für die gelangweilten reichen Kids. Auch das immer aktuelle Thema Wahlkampf fand in der Satire "Silver City" ein Zuhause, und bei den American Independents wurde der Blumenkinder der 60er Jahre und der Kriegsberichterstatter gedacht.

Die wahren Stars trugen jedoch Frack: "Die Reise der Pinguine" machte die zähen Kaiserpinguine zweifelsohne zu den heimlichen Königen des Festivals, auch wenn ihnen ein gelber Hund den Bayern3-Publikumspreis vor der Nase wegschnappte. Bei über 30 Grad Hitze in der bayerischen Landeshauptstadt sorgten die eleganten Tollpatsche für 90 Minuten angenehme Abkühlung, und man ließ sich nur zu gerne mitten auf eine Eisscholle in der Antarktis entführen. Bei tropischen Temperaturen ist der schönste Platz eben doch im Kino.

Großansicht Der Abschlusstag: Charles Dance, Dame Judi Dench, Andreas Ströhl und Daniel Brühl (Foto: Eugen Haller)

Der Abschlusstag: Charles Dance, Dame Judi Dench, Andreas Ströhl und Daniel Brühl (Foto: Eugen Haller)

Krönender Abschluss

Politisch fing das Münchner Filmfest an, emotional hörte es mit "Der Duft von Lavendel" auf. Zum krönenden Abschluss brachte Dame Judi Dench ein wenig Glamour in das sonst recht promiarme Festival, bei dem noch die Regisseure selbst Rede und Antwort für ihre Werke stehen. Bevor die kleine Dame mit der riesen Leinwandpräsenz hochoffiziell und sogar auf deutsch das Filmfest beendete, durfte sie sich mit einem tosenden Applaus für ihre darstellerische Leistung feiern lassen.

Anschließend lud Direktor Andreas Ströhl das Publikum zur Abschlussparty ein und hielt damit sein Versprechen, das Münchner Filmfest zu einem Kinofest für alle zu machen.

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