Steven Spielbergs und Tom Cruises Mega-Blockbuster nach dem Science-Fiction-Klassiker von H. G. Wells. http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz18/z0518502/b150x150.jpg Krieg der Welten

Filmdetails

Krieg der Welten

Steven Spielbergs und Tom Cruises Mega-Blockbuster nach dem Science-Fiction-Klassiker von H. G. Wells.


Krieg der Welten
Start: 29.06.2005

Originaltitel: The War of the Worlds

Science Fiction

USA 2005
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Tom Cruise
Dakota Fanning
Tim Robbins

Regie: Steven Spielberg
Verleih: Paramount

Bogey - Box Office Germany Award

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Ray Ferrier (Tom Cruise), rechtschaffener Working Class Man aus New Jersey und Vater einer kleinen Tochter (Dakota Fanning aus "Mann unter Feuer") hat mit wirtschaftlichen Problemen und einer auseinander bröckelnden Kleinfamilie schon genug Ärger am Hals. Doch da tauchen am helllichten Tag extraterrestrische Raumschiffe über der zivilisierten Welt auf und beginnen sofort damit, der menschlichen Rasse den endgültigen Garaus zu bereiten. Die Invasoren haben allerdings nicht mit der Kraft amerikanischer Arbeiterfäuste gerechnet.

Steven Spielberg, einst Lobbyist des netten Außerirdischen von nebenan ("E.T.", "Unheimliche Begegnung der dritten Art"), entdeckt das Alien in seiner Wiederauflage des gleichnamigen Sci-Fi-Klassikers nach H. G. Wells diesmal als Unruhestifter.


Kritik

Der erfolgreichste Regisseur, der populärste Filmstar, das größte Budget aller Zeiten: Steven Spielberg und Tom Cruise schreiben Filmgeschichte.

Großansicht In einer Stadt in Panik versucht Ray einen kühlen Kopf zu behalten (Foto: UIP)

In einer Stadt in Panik versucht Ray einen kühlen Kopf zu behalten (Foto: UIP)

"I come in peace" ist Geschichte. Früher, in "Unheimliche Begegnung der dritten Art" und "E.T.", rollte Spielberg außerirdischen Besuchern den Roten Teppich aus. Heute warnt der Meister, der einst Aliens mit Smarties lockte, ernüchtert vor einer Invasion, die uns dem Untergang preisgeben würde.

Was bisher zu diesem Thema im Kino zu sehen war, ist damit zum Frühstücksfernsehen degradiert. Im Schatten dieses Entertainment-Giganten schrumpft "Signs - Zeichen" zum Appetizer, verblasst "Independence Day" zum Modellbaukasten mit Komikeinlagen, bleibt nur "Mars Attacks!" unangetastet, weil Tim Burtons spöttische Satire eine eigene Nische besetzt.

Großansicht Ray will seine Tochter irgendwie in Sicherheit bringen (Foto: UIP)

Ray will seine Tochter irgendwie in Sicherheit bringen (Foto: UIP)

Teure Effektorgie

Vom Mars stammen Spielbergs Aliens nicht und lassen sich auch nicht mit Country-Musik pulverisieren. Der Ursprung dieser hochentwickelten Spezies ist eine der vielen Überraschungen dieser Adaption von H. G. Wells' "Krieg der Welten", die dem Sci-Fi-Klassiker ein modernes, extrem aufwendiges Upgrading verpasst.

Nichts weniger als der teuerste Film aller Zeiten donnert hier mit Destruktions- und Effektorgien über die Leinwand, während die Menschheit in globaler Panik vor den (wie bei Wells) riesigen dreibeinigen Alien-Kampfmaschinen flüchtet.

Wie in der Vorlage spiegelt giftiges rotes Gewächs, das zu wuchern beginnt, die sich ausbreitende Invasion. Souverän baut Spielberg die Spannung auf, zeigt das Leben einer zerrütteten Familie, die durch die Bedrohung von außen wieder zusammenfindet.

Großansicht Nach der Invasion der Aliens ist auf dem Highway die Hölle los (Foto: UIP)

Nach der Invasion der Aliens ist auf dem Highway die Hölle los (Foto: UIP)

Himmels-Phänomen

Im Mittelpunkt steht Dockarbeiter Ray (Tom Cruise), der von seiner Frau (Miranda Otto aus der "Mittelerde"-Trilogie) getrennt lebt, der sich zu wenig um die beiden Kinder kümmerte, bis sich eines Tages der Himmel öffnet und gezielte Blitze die Erde spalten, Tod und Zerstörung bringen.

Von einem Moment zum anderen kippt Rays Staunen über das Phänomen, das er Tochter Rachel (Dakota Fanning) zeigen möchte, in Schrecken um. Es ist der Auftakt einer beispiellosen Machtdemonstration der Aliens, denen es nicht um Verhandeln, sondern Vernichtung geht. Riesige Brücken werden in Sekunden wie Spielzeug zusammengefaltet, ein Feuerinferno walzt über die städtische Architektur, Flugzeuge stürzen vom Himmel.

Panisch fliehen die Menschen vor den Aggressoren, bis dieser "Krieg der Welten", wie bei Wells auch eine Mahnung vor der Überheblichkeit der irdischen Spezies, eine unerwartete Wende nimmt. "Widerstand ist zwecklos", warnten vor Jahren die Borg. Nur für die Anziehungskraft dieses unwiderstehlichen Großereignisses lassen wir das gelten.

Krieg der Welten

Darsteller:  Tom Cruise   als Ray Ferrier
  Dakota Fanning   als Rachel Ferrier
  Tim Robbins   als Ogilvy
  Miranda Otto   als Mary Ann Ferrier
  Justin Chatwin   als Rays Sohn
 
Regie:  Steven Spielberg  
Drehbuch:  David Koepp  
Produzent:  Kathleen Kennedy  
  Colin Wilson  
Ausf. Produzent:  Paula Wagner  
Buchvorlage:  H. G. Wells  
Kamera:  Janusz Kaminski  
Schnitt:  Michael Kahn  
Produktionsdesign:  Rick Carter  
  Tony Fanning  
Kostüme:  Joanna Johnston  
Casting:  Debra Zane  
  Terri Taylor  

"Mission: Impossible IV" wegen erfolglosem Tom Cruise vor dem Aus

Da ist der Titel auf tragische Weise Programm: Die "Mission: Impossible" wird für Tom Cruise offenbar tatsächlich zur unmöglichen Aufgabe ...

Großansicht Tom Cruise ist seine eigene "Mission Impossible": Der ehemalige Top-Star bekommt seine Filmangebote nur noch unter Vorbehalt (Foto: UIP)

Tom Cruise ist seine eigene "Mission Impossible": Der ehemalige Top-Star bekommt seine Filmangebote nur noch unter Vorbehalt (Foto: UIP)

Denn der einstige Superstar konnte zuletzt mit "Krieg der Welten", "Von Löwen und Lämmern" und "Operation Walküre" die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllen, zu wenige Filmfans lösten ein Ticket. Vorbei also die Zeiten, in denen der Name Tom Cruise klingelnde Kassen garantierte - das galt insbesondere und zur großen Enttäuschung der Macher für "Mission: Impossible III".

Die Filmreihe um den Top-Agenten Ethan Hunt hatte in den Neunzigern stark zum Superstar-Status von Tom Cruise beigetragen. Doch seit er sich mit seinem peinlichen Auftritt bei Oprah Winfrey, umstrittenen Aussagen über Drogentherapien und offensiver Sektenwerbung für Scientology immer mehr zur Zielscheibe beißender Häme gemacht hat, klebt auf dem ehemaligen Blockbuster-Garanten das Etikett "Kassengift".

Tom Cruise als Ethan Hunt: Wer wird sein Nachfolger?

Darum haben die Strategen beim Filmriesen Paramount für das lange geplante vierte "Mission: Impossible"-Abenteuer nun sogar die Handbremse gezogen: Nur falls Toms demnächst startender Action-Spaß "Knight and Day" mit Cameron Diaz ordentlich Kasse macht, darf Cruise auch als Ethan Hunt wieder unlösbare Probleme lösen.

Aber selbst falls "M:I IV" zustande kommt, planen die Macher in Sachen Tom Cruise einen Abschied auf Raten. Angeblich soll im Drehbuch ein junger Schützling von Ethan Hunt auftauchen, der den Titelhelden dann mittelfristig in eventuellen weiteren Filmen beerben kann. Welcher Schauspieler dabei in Toms Fußstapfen treten soll, ist allerdings noch nicht bekannt.

Für Tom Cruise ist die Nachricht besonders bitter, weil er zuletzt mit seinem Comedy-Auftritt als fetter, ekelhafter Filmproduzent Les Grossman bei den MTV Movie Awards große Sympathien gewinnen konnte. Die Figur aus "Tropic Thunder" soll sogar einen eigenen Kinofilm bekommen. An Toms Potenzial als ernstzunehmender Action-Held scheint aber niemand mehr so recht zu glauben ...

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Tom Cruise

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