Dustin Hoffman kämpft um den Sohn und gewinnt den Oscar. http://images.kino.de/flbilder/max03/mbiz03/mbiz07/z0307772/b150x150.jpg Kramer gegen Kramer

Filmdetails

Kramer gegen Kramer

Dustin Hoffman kämpft um den Sohn und gewinnt den Oscar.


Kramer gegen Kramer
Start: 28.02.1980

Originaltitel: Kramer vs. Kramer

Drama

USA 1979
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Dustin Hoffman
Meryl Streep
Justin Henry

Regie: Robert Benton
Verleih: Atlas

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
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Temperatur

lau

Inhalt

Ted Kramer hat sich auf die Karriere im Büro konzentriert, während seine sensible Frau Joanna darunter leidet. Als sie sich nach sieben Jahren Ehe von ihm trennt, widmet er sich dem gemeinsamen Sohn Billy, baut mit großem Engagement eine Beziehung zu ihm auf. Er gerät unter Druck, verliert den Job, nimmt schlechter bezahlte Arbeit an. Joanna will das Sorgerecht für Billy. Vor Gericht werden die Standpunkte der Parteien und ihre Probleme deutlich. Das Gericht entzieht Ted das Sorgerecht. Aber Joanna verzichtet Billys wegen auf ihr verbrieftes Recht.


Kritik

Kramer gegen Kramer

Hervorragend gespieltes Drama um die Bewusstseinsprozesse, die zum Scheitern einer Ehe, zum Überdenken und zu neuer Einsicht führen. Im Zentrum steht Teds Wandlung vom andere ignorierenden Erfolgsmenschen zum verantwortungsvollen Vater. Das melodramatische Trennungsopus löste zu seiner Zeit weltweite Debatten aus und wurde als "amerikanischer Bergman" diskutiert. Fünf Oscars: Bester Film, Beste Regie (Robert Benton), Bester Schauspieler (Dustin Hoffman), Beste Nebenrolle (Meryl Streep), Bestes Adaptiertes Drehbuch (Benton).

Kramer gegen Kramer

Darsteller:  Dustin Hoffman  
  Meryl Streep  
  Justin Henry  
  Jane Alexander  
  Howard Duff  
  George Coe  
 
Regie:  Robert Benton  
Drehbuch:  Robert Benton  
Produzent:  Stanley R. Jaffe  
Kamera:  Nestor Almendros  
Musik:  Henry Purcell  

Therapie mit Jack

Sigmund Freud war kein großer Kinogänger. Das Medium Film war dem Psychoanalytiker eher suspekt, und er wäre wohl kaum auf den Gedanken gekommen, seinen Patienten Filme vorzuführen.

Großansicht Vorbild für alle Zwangsneurotiker: Jack Nicholson in "Besser geht's nicht" (Foto: Columbia Tristar)

Vorbild für alle Zwangsneurotiker: Jack Nicholson in "Besser geht's nicht" (Foto: Columbia Tristar)

Die Zeiten haben sich geändert: Wissenschaftlichen Berichten zufolge haben 90 Prozent der US-Psychotherapeuten mit ihren Patienten schon einmal über Filme gesprochen, und 76 Prozent empfahlen sogar, einen bestimmten Film anzuschauen.

Dass muss man sich ganz praktisch vorstellen: Klienten schauen solche Filme an, in denen ihr jeweiliges Problem Thema der Spielfilmhandlung ist. Für Selbstmordgefährdete eignet sich beispielsweise der Klassiker "Ist das Leben nicht schön?", in dem sich James Stewart an Heiligabend umbringen will. Das ist kein Witz, und die Befürworter der Filmtherapie sind überzeugt, dass sich Patienten mit ihrem Gefühlsleben intensiver auseinandersetzen, wenn sie mit entsprechenden Handlungselementen konfrontiert werden.

Großansicht Trügerische Familienidylle: "Kramer gegen Kramer" mit Dustin Hoffman und Meryl Streep (Foto: Atlas)

Trügerische Familienidylle: "Kramer gegen Kramer" mit Dustin Hoffman und Meryl Streep (Foto: Atlas)

Besser geht's mit Nicholson

Andere Experten halten dies für therapeutischen Hokuspokus, ohne empirisch gesicherte Erfolgsbelege. Wer dem Thema nicht ganz so abgeneigt ist, kann sich auf der Website www.admsep.org/cinema.html informieren. Dort finden sich diverse psychische Probleme und dazu passende Filme:

Wer etwa an posttraumatischen Störungen leidet, sollte sich "The Deer Hunter" zu Gemüte führen. Bei Menschen mit Angstzuständen soll "Geboren am 4. Juli" eine therapeutische Wirkung haben. "Besser geht's nicht" mit Jack Nicholson eignet sich zur Bekämpfung von - was sonst? - Zwangsneurosen. Bei Familienproblemen eignen sich je nach Situation "Kramer gegen Kramer" oder "Betrug".

Großansicht "Thank You for Smoking" - eine herrlich bissige Satire über das US-Zigarettenbusiness (Foto: Fox)

"Thank You for Smoking" - eine herrlich bissige Satire über das US-Zigarettenbusiness (Foto: Fox)

Thank You for Not Smoking

Für Manisch-Depressive kommt eher "Mr. Jones" mit Richard Gere in Frage. Wer an sich Borderline-Symptome entdeckt, sollte auf "Eine verhängnisvolle Affäre" zurückgreifen. Scorseses "Taxi Driver" könnte bei Schizophrenie heilsam wirken. Narzissten wird "Jerry Maguire - Spiel des Lebens", "Alfie", "Ein Mann für gewisse Stunden" oder "Citizen Kane" verschrieben.

Auch anderen Filmklassikern wie "Lawrence von Arabien" und "Vom Winde verweht" wird ein therapeutischer Nutzwert zugeschrieben. Für Cineasten, die gerade das Rauchen aufgeben wollen, empfiehlt sich "The Insider" oder "Thank You for Smoking". Männer, die von ihren Frauen unterdrückt werden, sollten sich "Norbit" anschauen. So gesehen, könnte die gute alte Unterteilung nach Genres wie Komödie oder Thriller bald ganz anders aussehen.

Star

Dustin Hoffman

Der schmächtige, 1,68 m große Dustin Hoffman wurde mit der Rolle des von Anne Bancroft verführten College-Boys Benjamin Braddock in "Die...

Star

Meryl Streep

Sie hatte als Tania Blixen die bekannteste Farm in Afrika und spielte wie ihre norwegische Kollegin Liv Ullmann die differenziertesten...

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