Veröffentlicht am 09.10.2008
Krabat Deutschland 2008
Krabat Kinostart 09.10.2008, Deutschland 2008
  • Krabat / Robert Stadlober / Moritz Grove (hinten) / Daniel Brühl / Stefan Haschke / Tom Wlaschiha / Charly Hübner / David Kross

  • Krabat / Christian Redl / David Kross

  • Krabat / Paula Kalenberg

  • Krabat / David Kross

  • Krabat / Hanno Kofler / David Kross

  • Krabat / Robert Stadlober / Moritz Grove (hinten) / Daniel Brühl / Stefan Haschke / Tom Wlaschiha / Charly Hübner / David Kross

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Krabat - Filmplakat

Verfilmung des Kultromans von Otfried Preußler aus dem Jahr 1971 über einen Müllerlehrling, der sich in der Schwarzen Kunst ausbilden lässt.

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Filmkritik zu Krabat

Liebe in Zeiten von Pest und Krieg: Deutschlands junge Wilde Daniel Brühl, Robert Stadlober und Shooting-Star David Kross zeigen, was sie drauf haben.

Der Dreißigjährige Krieg, eine schreckliche Zeit. Der 14-jährige Krabat (David Kross) verliert seine Mutter durch die Pest und zieht in seiner Verzweiflung mit zwei weiteren Jungen bettelnd als Sternsinger durchs Land. Bis er in seinen Träumen eine geheimnisvolle Stimme hört, die ihn zu einer rätselhaften Mühle führt, wo er beim gestrengen Müllermeister als Lehrling aufgenommen wird.

Am Anfang reichen eine warme Mahlzeit und ein Bett zum Schlafen, trotz harter Arbeit und dem Misstrauen der anderen Jungen. Doch die Mühle birgt ein düsteres Geheimnis und die Gefahren von Hexerei. Denn der Meister lehrt seine Schützlinge die Kunst der Schwarzen Magie, und irgendwann darf auch der Neuling als schwarzer Rabe hoch über den Dörfern schweben.

Traue niemandem außer dir selbst

Als Krabat im benachbarten Dorf Schwarzkollm die schöne und mutige Kantorka (Paula Kalenberg) kennen lernt, ist es um ihn geschehen. Doch der Kontakt zu Fremden ist verboten. Um mit ihr zu leben, muss sich der Junge gegen den Müller wenden. Nur: Wem darf er überhaupt trauen? Kann ihm Tonda (Daniel Brühl) wirklich helfen? Was hat der hinterhältige Lyschko (Robert Stadlober) für Pläne? Und hält der scheinbar einfältige Küchenjunge Juro (Hanno Koffler) wirklich zu ihm?

Der Film hält sich an die prominente Vorlage in ihrer Düsternis, lässt aber die Liebe über das Böse siegen. Die Schauspielerbesetzung ist 1A, liest sich wie das "Who's Who" des jungen deutschen Films: Neben Stars wie Daniel Brühl ("Good bye, Lenin!") oder Robert Stadlober ("Crazy") gilt David Kross aus Detlev Bucks "Knallhart" als absoluter Shooting-Star, von dem noch viel zu erwarten ist. Regisseur Marco Kreuzpaintner zeigt wieder einmal sein Händchen für die perfekte Umsetzung schwieriger Themen, die er unterhaltend und mit Tiefgang in Szene setzt.

Bücher für Millionen

Basis für diesen spannenden Fantasyfilm war der berühmte Roman von Otfried Preußler, der schon mit "Die kleine Hexe", "Der Räuber Hotzenplotz" und "Das kleine Gespenst" Kinder und Jugendliche verzauberte. Seine Bücher wurden millionenfach verkauft, allein "Krabat" in 31 Sprachen übersetzt.

Spannung pur, tolle Typen, fantastische Ausstattung und eine in atemberaubenden Landschaften schwelgende Kamera machen dieses opulente Abenteuer zum absoluten herbstlichen Kino-Muss. Herz, Schmerz, Happy-End - Liebe ist eben stärker als Magie!

Pressestimmen

Spannung pur, tolle Typen, fantastische Ausstattung und eine in atemberaubenden Landschaften schwelgende Kamera machen dieses opulente Abenteuer zum absoluten herbstlichen Kino-Muss. (Treffpunkt Kino)

"Krabat" ist großes Kino, das die triste, graue, ja manchmal deprimierende Atmosphäre der Vorlage niemals leugnet, aber dennoch mit einem positiven, versöhnlichen Ende aufwartet. (Blickpunkt:Film)

Kreuzpaintner erbringt in "Krabat" den Nachweis, dass ein deutscher Fantasy-Film den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht. Er erreicht mühelos dieselbe relative Leere auf höchstem technischen Niveau. (Tagesspiegel, 9. Oktober 2008)

So ist Kreuzpaintner nach seinen filmisch gelungenen, aber vom Publikum missachteten Werken "Sommersturm" und "Trade" ein weiterer glaubwürdiger Film gelungen, der mit dem Bestseller-Buch im Hintergrund verdiente Erfolgschancen hat. Nur die Erzählstimme aus dem Off hätte er sich bei seinen starken Bildern sparen können. (Abendzeitung, 9. Oktober 2008)

"Krabat" ist endlich der deutsche ‚Harry Potter'! Ein grandioses Filmepos des ‚Hotzenplotz'-Genies Otfried Preußler! Das Weihnachtsmärchen für die ganze Familie. (Bild, 9. Oktober 2008)

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Filmhandlung & Hintergrund zu Krabat

Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg folgt der 14-jährige Bettlerjunge Krabat (David Kross) der Stimme aus seinem Traum und fängt in einer geheimnisvollen Mühle im Koselbruch beim Meister (Christian Redl) als Lehrling an. Rasch merkt er, dass er und die anderen elf Gefährten nicht nur das Müllerhandwerk lernen, sondern auch in der schwarzen Magie ausgebildet werden. Sein Freund Tonda (Daniel Brühl) will ihn vor einem finsteren Schicksal warnen.

Opulente und trotz großem Budget nicht auf Effekte, sondern Dramatik hin ausgelegte Verfilmung von Otfried Preußlers gleichnamigen Kultroman. Marco Kreuzpaintner ("Trade", "Sommersturm") übersetzt mit hohem Aufwand und namhafter Besetzung die düster-spannende Magier-Mär.



Der 14-jährige Bettelknabe Krabat beginnt eine Lehre bei einem Müller. Dort lernt er nicht nur die Arbeit, sondern mit elf weiteren Müllersgefährten auch die Schwarze Kunst. Dieses Wissen können die Lehrlinge gut brauchen, denn bald müssen sie sich gegen einen bösen Zauberer zur Wehr setzen. Die Hilfe eines jungen Mädchens kommt dazu gerade recht.



Der 14-jährige Bettelknabe Krabat beginnt während des Dreißigjährigen Kriegs eine Lehre bei einem Müller. Dort lernt er nicht nur die Arbeit, sondern mit elf weiteren Müllersgefährten auch die Schwarze Kunst, deren Anwendung ihre Aufgaben vereinfacht. Bei einem geheimen Ausflug ins Dorf sieht Krabat die schöne Kantorka, in die er sich verliebt. Damit begibt er sich in Lebensgefahr, denn die Legende besagt, dass nur der den Meister besiegen kann, der die Liebe eines Mädchens hinter sich weiß. Es kommt zum Duell.



Prädikat besonders wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Marco Kreuzpaintner hat sich mit Krabat von Otfried Preußler keinen einfachen Stoff ausgesucht. Die Geschichte des Müllerlehrlings, dessen Meister ihn auch in die Schwarze Magie einweiht, bis er ihn herausfordern muss, um leben und lieben zu können, ist düster. Erfreulicherweise verwendet Kreuzpaintner nur sparsam Spezialeffekte, grenzt sich somit auch gut gegen Hollywood-Fantasyspektakel ab. Die ausgezeichnete Maske, die die Schrecken des 30-jährigen Krieges und der harten Arbeit in einer Mühle authentisch darstellt, die handwerkliche Perfektion der Regie, die starke Besetzung sowie die Ausstattung mit ihren wunderschönen Schneelandschaften ergänzen sich hervorragend und sorgen dafür, dass Krabat einen enormen Sog entwickelt. So glaubt das Publikum am Ende die Botschaft des Filmes nur allzu gerne: Liebe ist stärker als der Tod.

Jurybegründung:

Mit der Literaturverfilmung von Otfried Preußlers gleichnamigem Roman hat sich Marcus Kreuzpaintner in die Liste der großen deutschen Regisseure eingetragen. Sein Krabat erinnert in der Bildsprache an die Anfänge des Kinos mit Filmen wie Der müde Tod oder an andere Werke eines Fritz Lang. Hier wurde sehr behutsam und zurückhaltend ein Meisterwerk geschaffen, das bisweilen die düsteren Züge von Nosferatus Grauen in sich trägt. Dabei trägt der Film die Symbolkraft jüngerer Meilensteine des Fantasy-Genres in sich, ohne deren bisweilen nervösen Affektiertheit folgen zu müssen.

Film wie Buch beschwören das Grauen, das dem Kriege folgt in Gestalt der Pest, die im späten Mittelalter als Nachhut des 30-jährigen Kriegs das Land heimsucht. In fast klaustrophobischen Zügen gelingt hier meisterlich die Darstellung von menschlichen Abhängigkeiten und Gruppenzwängen auf engstem Raum in der alten Mühle, denen zu entkommen schier aussichtslos erscheint.

Mit einer durchweg herausragenden Schauspielerbesetzung gelingt es Kreuzpaintner, vor dem Hintergrund atemberaubender Landschaftsaufnahmen in bisweilen rasanten Kamerafahrten Kinobilder zu zeichnen, die auch am Hauptschauplatz einer alten Mühle sich in opulenten Bildern und liebevollen Details gefällt, ohne die Sicht auf ein Kammerspiel einzuengen. Wie zu einer Einheit mit der Bildgestaltung gegossen zeigt sich die zurückhaltende, durchaus zeitgemäße Filmmusik, für die Anette Focks verantwortlich zeichnet. Alle übrigen Ingredienzien wie Ausstattung, Maske, Kostüme zeigen eine aufwändige, aber sinnvoll und glaubwürdig eingesetzte Kulisse, die den Betrachter schnell in das Geschehen hinein ziehen und unentrinnbar vereinnahmen.

Für einen deutschen Film jüngeren Datums durchaus ungewöhnlich und geprägt von starkem ästhetischen Willen gelingt es dem Regisseur, schwarze Magie und archaische Rituale vor dem Hintergrund der Not in Zeiten des Krieges ein bedrückendes Abbild der gesellschaftlichen Verhältnisse zu zeigen, in der immer wieder Gefühle von Hoffnung, Menschlichkeit und Liebe aufflackern, die sich aber angesichts der Übermacht dunkler Mächte nur schwer behaupten können. Dabei helfen Zitate beispielsweise aus Die glorreichen Sieben bzw. Die sieben Samurai, wenn die Müllergesellen einem von fremden Soldaten attackierten Dorf zu Hilfe eilen und mit ihren magischen schwarzen Kräften die Gefahr scheinbar bannen. Zum Dank ein inniger Blick einer holden Schönheit und so lässt sich die Tyrannei des dunklen Mühlenherrschers ein wenig besser ertragen.

Die Wechselwirkung zwischen dem, was so schön sein könnte - die Liebe - und dem Grauen des Alltags in der Mühle leitet glaubwürdig die Entwicklung zum bedingungslosen Widerstand ein, der langsam und mit zunächst betulicher Drehzahl das Schwungrad des Aufbegehrens in Gang setzt und in seiner Handlung just in dem Moment explodiert, in dem das Wasserrad der alten Mühle abrupt zum Stillstand kommt, und die schöne Maid aus dem Dorfe ihrem Müllergesellen Krabat zur Rettung eilt.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Krabat
OV -
OmU -
Genre Fantasy
Filmpreis -
USA-Start -
Kinostart (D) 09.10.2008
Besucher (D) 1.455.727
Einspielergebnis (D) € 8.966.439
Bes. (EDI) 1.455.727
Bes. (FFA) 1.480.403
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Krabat
Regisseur Marco Kreuzpaintner Künstlerporträt 750845 Marco Kreuzpaintner / Filmpremiere Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller David Kross Künstlerporträt 769059 David Kross / 63. Berlinale 2013 Krabat © Kurt Krieger
Darsteller Daniel Brühl Künstlerporträt 672983 Daniel Brühl / 68. Internationale Filmfestspiele Venedig 2011 Tonda © Kurt Krieger
Darsteller Christian Redl Filmbild 814970 Spreewaldkrimi: Feuerengel (ZDF) / Christian Redl Meister © ZDF/Roland Suso Richter
Darsteller Robert Stadlober Künstlerporträt 769212 Robert Stadlober / 63. Berlinale 2013 Lyschko © Kurt Krieger
Darsteller Paula Kalenberg Künstlerporträt 530051 Kalenberg, Paula Kantorka © PR-Veröffentlichung
Darsteller Anna Thalbach Künstlerporträt 726864 Anna Thalbach / Filmpremiere Worschula © Kurt Krieger
Darsteller Hanno Koffler Künstlerporträt 848772 Hanno Koffler Juro © Stefan Klüter
Darsteller Charly Hübner Filmbild 825637 Polizeiruf 110: Liebeswahn (NDR) / Charly Hübner Michal © NDR/Christine Schröder
Drehbuch Michael Gutmann Drehbuch
Weitere Darsteller
Drehbuch
Produzent
Produktionsleitung
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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