Technisch hochkarätiges 3D-CGI-Animationsabenteuer, das nur lose auf Erich Kästners berühmter Buchvorlage basiert und viel mehr US-Vorbildern wie "König der Löwen" oder "Ice Age" nacheifert. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto30/10300200/b150x150.jpg Konferenz der Tiere

Filmdetails

Konferenz der Tiere 3D-Kino

Technisch hochkarätiges 3D-CGI-Animationsabenteuer, das nur lose auf Erich Kästners berühmter Buchvorlage basiert und viel mehr US-Vorbildern wie "König der Löwen" oder "Ice Age" nacheifert.


Konferenz der Tiere
Start: 07.10.2010

Trickfilm / Abenteuer

Deutschland 2010
Laufzeit: 93 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Holger Tappe, ...
Verleih: Constantin

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Inhalt

Weil es in der afrikanischen Savanne kein Wasser mehr gibt, begeben sich Erdmännchen Billy und sein Freund, der Löwe Sokrates, auf die Suche nach dem Grund für die Wasserknappheit. Auf ihrer Reise gesellen sich nach und nach Tiere aus allen Erdteilen zu ihnen, darunter ein gallischer Hahn, ein Tasmanischer Teufel und zwei steinalte Galapagos-Schildkröten. Als man schließlich den Grund herausfindet, eine riesige Staumauer, wird eine Konferenz der Tiere einberufen, auf der man beschließt, den Menschen einen Denkzettel zu verpassen.


Kritik

Konferenz der Tiere

Technisch hochkarätiges CGI-Animationsabenteuer, das weniger Erich Kästners berühmter Buchvorlage als US-Vorbildern wie "König der Löwen" oder "Ice Age" nacheifert.

Um eines vorwegzunehmen: Diese Version von "Konferenz der Tiere" hat im Gegensatz zu Curt Lindas Fassung aus dem Jahre 1969 wenig mit Erich Kästners gleichnamigem Roman gemein. War das Buch eine satirische Utopie, in dem die Tiere zum Wohle der Kinder und um ein für alle Mal den Krieg abzuschaffen, das Regieren übernehmen, setzen die beiden Regisseure Reinhard Klooss und Holger Tappe auf pures Entertainment in der Tradition von Disneys "König der Löwen" und Fox' "Ice Age". Das schlägt sich sowohl in der Computeranimation und der 3D-Technik, die höchsten aktuellen Standards entsprechen, nieder als auch beim Plot, der neben viel Action, Gags und guter Laune vor allem eine ökologische Botschaft verbreitet. Dabei wird der Mensch diesmal nicht als Kriegstreiber ausgemacht, so wie es in Kästners kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs erschienenen Buch der Fall war, sondern - zeitgemäß und hoch brisant - als Umweltzerstörer, der für Ölpest, Wasserknappheit und Klimakatastrophen aller Art verantwortlich ist.

Der Film führt zunächst zwei Hauptcharaktere ein: das mit Hyänekackekugeln Golf spielende Erdmännchen Billy, und den gutmütigen Löwen Sokrates. Es folgt eine beeindruckend rasante Kamerafahrt in die fernen Berge, wo sich ein gigantisches Stauwehr vor den Augen des Publikums aufbaut. Dieses von den Menschen errichtete Monstrum sorgt dafür, dass es in der afrikanischen Savanne kein Wasser mehr gibt. Billy und Sokrates machen sich auf die Suche nach diesem Monstrum. Auf ihrer Reise gesellen sich nach und nach Tiere aus allen Erdteilen, die aus unterschiedlichsten Gründen ihre Heimat verlassen mussten, zu ihnen. Darunter ein mit französischem Akzent parlierender Hahn, ein Tasmanischer Teufel, der wie ein Maul auf zwei Beinen aussieht, und zwei steinalte Galapagos-Schildkröten. Als man schließlich den Grund für die akute Wasserknappheit herausfindet, wird eine Konferenz der Tiere einberufen, auf der man beschließt, den Menschen einen Denkzettel zu verpassen.

Dass Klooss und Tappe sich darauf verstehen, CGI-animierte Filme auf internationalem Niveau zu produzieren, weiß man bereits seit ihren beiden "Urmel"-Abenteuern. Und auch ihre "Konferenz der Tiere" ist visuell ein Genuss, ein farbenprächtiges Spektakel in 3D, das immer wieder mit neuen optischen Einfällen begeistert. Allerdings können nicht alle Gags so gut zünden wie etwa der Büffel, der einen auf Robert De Niros Figur aus "Taxi Driver" macht und nicht alle Figuren sind so wunderbar treffend synchronisiert wir der von Christoph Maria Herbst interpretierte gallische Hahn, der selbst vor einem grimmigen Leoparden keine Angst kennt. Zudem wartet die Story mit einer Vielzahl von Nebenhandlungen und Nebenschauplätzen auf, und es werden immer neue Figuren eingeführt. Dabei bleibt wenig Zeit für das Wesentliche, wird der eigentliche Handlungsstrang vernachlässigt. Aber auch wenn Giraffenzicke Gisela vielleicht nicht wirklich lustig ist, bleiben noch jede Menge Schauwerte übrig, um das avisierte junge Publikum abendfüllend zu unterhalten. Sei es Billys Kampf gegen Piranhas, Haie und Kugelfische, eine apokalyptische Insektenplage, die über die Menschen herfällt, oder das eigentliche Finale, bei dem die Tiere in "Lord of the Dance"-Manier eine riesige Stampede organisieren und damit das Stauwehr zum Einsturz und die Wassermassen in Wallung bringen. Dass die globale Fauna dann am Ende noch eine Invasion auf das New Yorker UN-Gebäude organisiert, wäre gar nicht mehr nötig gewesen angesichts der aufregenden Actionszene vorher. lasso.

Konferenz der Tiere

Sprecher:  Ralf Schmitz   als Billy, das Erdmännchen
  Thomas Fritsch   als Sokrates, der Löwe
  Christoph Maria Herbst   als Charles, der gallische Hahn
  Bastian Pastewka   als Angie, die Elefantenkuh
  Oliver Kalkofe   als Smith, der Hotelmanager
 
Regie:  Holger Tappe  
  Reinhard Klooss  
Drehbuch:  Oliver Huzly  
  Reinhard Klooss  
  Klaus Richter  
Produzent:  Reinhard Klooss  
  Holger Tappe  
Ausf. Produzent:  Martin Moszkowicz  
Buchvorlage:  Erich Kästner  
Schnitt:  Alexander Dittner  
Musik:  David Newman  
Produktionsdesign:  Henning Ahlers  
  Jens Benecke  
Ton:  Heiko Müller  

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