Kommissarin Lucas muss ihre eigensinnige Schwester retten, die von ihrem flüchtigen Lover als Geisel benutzt wird. http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto10/08100225/b150x150.jpg Kommissarin Lucas: Wut im Bauch

Filmdetails

Kommissarin Lucas: Wut im Bauch

Kommissarin Lucas muss ihre eigensinnige Schwester retten, die von ihrem flüchtigen Lover als Geisel benutzt wird.


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Inhalt

Die junge Anna ist auf dem nächtlichen Heimweg überfallen und vergewaltigt worden. Ihr Vater, ein pensionierter Kriminalhauptkommissar, weiß auch genau, wer's war: Kurz zuvor ist Robert Jandt aus dem Gefängnis entlassen worden. Er hat vor fünf Jahren Annas beste Freundin eine Woche lang eingesperrt und misshandelt. Ausgerechnet diesen Mann präsentiert Rike ihrer Schwester, der Kommissarin, freudestrahlend als ihren neuen Freund; und der hat für die Tatzeit kein Alibi.


Kritik

Kommissarin Lucas: Wut im Bauch

In der Regel beginnen Krimis mit einer Leiche. Auch diesmal eröffnet zwar ein Mordversuch den Reigen der Verbrechen, doch mit dem eigentlichen Fall hat die Tat gar nichts zu tun: Bei der Beerdigung des Polizeipräsidenten wird Deuter (Thure Riefenstein), einer der Mitarbeiter von Ellen Lucas, angegriffen; der Vater eines Jungen, den er in Notwehr erschießen musste, sticht ihm ein Messer in die Brust.

Gerade hatte Deuter noch gewitzelt, auf dem eigenen Begräbnis solle es weniger feierlich zugehen. Fortan wartet die Regensburger Kommissarin darauf, dass gleich zwei Menschen aus dem Koma erwachen: In der gleichen Klinik wie Deuter liegt auch die junge Anna (Henny Reents), die auf dem nächtlichen Heimweg überfallen, vergewaltigt und dann in die Donau geworfen wurde. Ihr Vater (Hansjürgen Hürrig), ein pensionierter Kriminalhauptkommissar, weiß auch genau, wer's war: Kurz zuvor ist Robert Jandt (Ronald Zehrfeld) aus dem Gefängnis entlassen worden. Er hatte vor fünf Jahren Annas beste Freundin eine Woche lang eingesperrt, immer wieder misshandelt und vergewaltigt. Die Frau ist bis heute traumatisiert. Ausgerechnet diesen Mann präsentiert Ellens Schwester Rike (Anke Engelke) freudestrahlend als ihren neuen Freund. Die Nacht des Überfalls hat er bei ihr verbracht; just zur Tatzeit aber war er zwei Stunden weg.

Sieben Mal hat Thomas Berger bei "Kommissarin Lucas" Regie geführt, beim achten beschränkte er sich aufs Drehbuch und überließ die Inszenierung Christiane Balthasar. Die hat bereits bei "Bella Block" und diversen "Tatort"-Krimis gezeigt, dass sie keine Angst vor großen Namen hat. Dank einer präzisen Vorlage ist die sonst so kühle und beherrschte Ellen Lucas diesmal ungleich fragiler, und das hängt nicht nur damit zusammen, dass Rike entführt wird. Die verschiedenen Erzählstränge münden immer wieder in die Vertrauensfrage. Der niedergestochene Deuter zum Beispiel hatte seine Kündigung eingereicht. Alle wussten Bescheid, nur seine Chefin nicht. Jandt wiederum ist ein Mann mit gewinnendem Auftritt, der plausibel zu erklären weiß, warum er seine frühere Freundin misshandelt hat; die Vergewaltigung bestreitet er im Übrigen vehement. Dass in seiner Wohnung wie auf dem Präsentierteller der Elektroschocker platziert ist, mit dem das jüngste Opfer attackiert worden ist, lässt Lucas wiederum heftig an der Integrität des pensionierten Kollegen zweifeln.

Schließlich endet der Krimi, wie andere beginnen: mit einem Mord. Eine düstere und dennoch reizvolle Geschichte, die bloß in einer Hinsicht irritiert: Wie schon im vorletzten Fall, "German Angst", taucht Lucas auch in den Rückblenden anderer Leute auf. Und in den Szenen auf dem Kommissariat nervt ganz gewaltig, dass permanent jener Klingelton zu hören ist, den man aus Hollywood-Klassikern kennt. tpg.

Kommissarin Lucas: Wut im Bauch

Darsteller:  Ulrike Kriener   als Ellen Lucas
  Thure Riefenstein   als Stefan Deuter
  Michael Roll   als Boris Noethen
  Tamara Simunovic   als Tina Burckhard
  Alexander Lutz   als Martin Schiff
  Tilo Prückner   als Max
  Anke Engelke   als Rike
  Sophia Sonntag   als Iris Noethen
  Ronald Zehrfeld   als Robert Jandt
  Henny Reents   als Anna Wiedemann
  Hansjürgen Hürrig   als Karl Wiedemann
  Johanna Liebeneiner   als Gerlinde Wiedemann
  Jan Neumann   als Walter Keller
  Elisabeth von Koch   als Ulrike Schnell
  Kathrin Kühnel   als Jule Kieling
  Wolfgang Czeczor   als Arzt
  Matthias Werner   als Attentäter von Stefan Deuter
  Meik Engelmann   als Observateur
  Christian Enenkel   als Spurensicherer
 
Regie:  Christiane Balthasar  
Drehbuch:  Thomas Berger  
Produzent:  Molly von Fürstenberg  
  Harry Kügler  
Kamera:  Markus Hausen  
Musik:  Johannes Kobilke  
  Stefan Ziethen  
Produktionsdesign:  Winfried Hennig  
Kostüme:  Katharina Ost  
Ton:  Roman Schwartz  
Casting:  Simone Bär  

Star

Ulrike Kriener

Ihr Aussehen ist eher unauffällig, ihre Figuren sind Alltagspersonen wie Lehrerinnen oder Witwen, dafür kultiviert sie häufig jene ironisch...

Star

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Thure Riefenstein startete seine Laufbahn Ende der 1980er-Jahre als Theaterschauspieler.

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