Kommissarin Lucas wird zur Geisel eines mörderischen Pärchens... http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto16/09160131/b150x150.jpg Kommissarin Lucas: Vergessen und Vergeben

Filmdetails

Kommissarin Lucas: Vergessen und Vergeben

Kommissarin Lucas wird zur Geisel eines mörderischen Pärchens...


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Inhalt

Vor einem Jahr hat ein junges Pärchen wahllos mehrere Menschen umgebracht. Der Mann ist flüchtig, die Frau steht vor Gericht. Es gelingt dem Killer, sie zu befreien und Ellen Lucas als Geisel zu nehmen. Nach kurzem Zwischenspiel in einem Steinbruch verschanzt sich das Duo im Haus des ersten Opfers. Während die Regensburger Kommissarin um ihr Leben redet und versucht, einen Keil zwischen die beiden Entführer zu treiben, sucht die Polizei fieberhaft nach dem Versteck.


Kritik

Kommissarin Lucas: Vergessen und Vergeben

"Tour de Force" hat ein Killerpärchen seine todbringende Gewaltserie genannt, in deren Verlauf wahllos mehrere Menschen umgebracht wurden. Doch all dies ist Vorgeschichte. Die Ereignisse liegen ein Jahr zurück, Daniela Lehner (Maria Kwiatkowsky) ist längst in Haft, ihr Freund Tobias Hübner (Florian Panzner) flüchtig, als die Regensburger Kommissarin Ellen Lucas (Ulrike Kriener) ins Spiel kommt.

Eigentlich will sie nur den Prozess gegen die Täterin beobachten. Damit endet bereits der Prolog dieses Films, zu dem auch noch die kurze und bündige Einführung des neuen Mitarbeiters Leander Blohm (Florian Stetter) gehört. Ganz entgegen der üblichen Fernsehgewohnheiten mündet die Einführung also fast übergangslos ins Finale, das infolgedessen einen Großteil der Handlung ausmacht: Hübner erschießt im Gerichtsgebäude einen Polizisten, befreit Freundin Daniela, nimmt Ellen Lucas als Geisel und macht sich aus dem Staub. Nach kurzem Zwischenspiel in einem Steinbruch und gelungenen Anleihen beim Action-Film kommt das von Christiane Balthasar vorzüglich umgesetzte Drehbuch zur Sache: Das kriminelle Duo verschanzt sich ausgerechnet im Haus der Mutter ihres ersten Opfers; Hübner hat sich eine Kugel eingefangen, und Ursel Feyninger (Johanna Gastdorf) ist Ärztin. Da der soziopathische Verbrecher gleich zu Beginn seine Skrupellosigkeit unter Beweis gestellt hat, muss man fortan um das Leben der Geiseln bangen.

Die Handlung bewegt sich also über weite Strecken des Films buchstäblich nicht mehr vom Fleck. Dank einer konzentrierten Inszenierung und einer herausragenden Kameraarbeit (Hannes Hubach) entfesselt Balthasar einen rasenden Stillstand von enormer Intensität: Selten hat ein Reihenkrimi mit so wenig Geschichte so viel Faszination entwickelt. Das liegt natürlich auch am Drehbuch. Die Krimis aus Regensburg hatten ja gern da und dort ein relevantes Thema im Gepäck. Diesmal aber verzichtet Thomas Berger, der Schöpfer der Reihe, konsequent auf jeden Ballast. Es gibt nicht mal Versuche, die Motive des Killerpärchens psychologisch zu ergründen: Wie so viele moderne Gewalttäter haben sie offenbar die Leere des Alltags mit einem Blutrausch gefüllt. Trotzdem spielt Psychologie eine große Rolle, weil Ellen Lucas immer wieder versucht, an die Gefühle gerade der jungen Täterin zu appellieren und einen Keil zwischen das von Kwiatkowsky und Panzner beängstigend überzeugend verkörperte Duo zu treiben, um Zeit zu gewinnen. Zusätzlich erhöht wird die Spannung durch die Parallelhandlung: Während die Kommissarin um ihr Leben redet, versucht die Polizei fieberhaft, das Versteck zu finden und die Geiseln zu retten. tpg.

Kommissarin Lucas: Vergessen und Vergeben

Darsteller:  Ulrike Kriener   als Ellen Lucas
  Florian Stetter   als Leander Blohm
  Michael Roll   als Boris Noethen
  Tamara Simunovic   als Tina Burckhard
  Alexander Lutz   als Martin Schiff
  Tilo Prückner   als Max
  Anke Engelke   als Rike
  Maria Kwiatkowsky   als Daniela Lehner
  Florian Panzner   als Florian Hübner
  Johanna Gastdorf   als Ursel Feyninger
  Michael Schiller   als Einsatzleiter
  Martin Wissner   als junger Polizist
  Wolfgang Pregler   als Richter
  Dustin Raschdorf   als Ferdinand
  Hans-Maria Darnov   als Ludwig Lehner
  Klaus Münster   als Mann im Gericht
  Thomas Feist   als Techniker Ü-Wagen
  Raffaele Bonazza   als junger Mann
  Tamino Wecker   als Ferdinand
  Christian Steinfelder   als Uniformierter
  Christian Heiner Wolf   als Streifenpolizist
  Günther Brenner   als Postbote
 
Regie:  Christiane Balthasar  
Drehbuch:  Thomas Berger  
Produzent:  Molly von Fürstenberg  
  Harry Kügler  
Kamera:  Hannes Hubach  
Musik:  Johannes Kobilke  
Kostüme:  Katharina Ost  
Ton:  Frank Schreiner  
Casting:  Simone Bär  

Star

Ulrike Kriener

Ihr Aussehen ist eher unauffällig, ihre Figuren sind Alltagspersonen wie Lehrerinnen oder Witwen, dafür kultiviert sie häufig jene ironisch...

Star

Florian Stetter

Florian Stetters Rolle als David in Philip Grönings Drama "L'Amour, l'argent, l'amour" brachte ihm 2001 den Max-Ophüls-Preis als "Bester...

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